Wer seine Office-Apps über den Microsoft Store installiert hat, muss bis Dezember 2026 handeln – sonst drohen Sicherheitslücken. Gleichzeitig sorgt die automatische Installation des KI-Assistenten Copilot für Ärger und eine Untersuchung in Italien.
Support-Ende für Store-Versionen im Dezember
Die über den Microsoft Store bezogenen Versionen von Word, Excel und PowerPoint verlieren im Dezember 2026 den Support für Sicherheitsupdates. Bereits im Oktober 2025 hatte Microsoft die Bereitstellung neuer Funktionen für diese Varianten eingestellt. Betroffene Nutzer müssen auf die sogenannten Click-to-Run-Versionen umsteigen. Branchenexperten empfehlen dafür den Einsatz des Office Deployment Tools, das einen reibungslosen Wechsel ermöglicht.
Aktivierung und Lizenzierung: Die wichtigsten Änderungen
Aktualisierte Support-Dokumente vom 30. Juni 2026 adressieren die häufigsten Fragen zur Installation und Aktivierung von Office für Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Im Fokus stehen:
- Business-Lizenzen: Die parallele Nutzung von Microsoft 365 Business Standard und unbefristeten Versionen wie Office 2024
- Bildungsaccounts: Manuelle Verifizierungsprozesse für Hochschulen und Verwaltung von Produktschlüsseln
- Lizenzübertragung: Zugriff auf Profile nach Neuinstallationen und Wechsel von Lizenzen zwischen Geräten
Wer einmalige Kosten statt Abo-Gebühren bevorzugt, findet inzwischen auch in Deutschland Angebote für lebenslange Lizenzen von Office 2024 Professional Plus. Pakete mit Office 2019 Professional Plus und Windows 11 Pro sind bereits zu Preisen um die 35 Euro erhältlich.
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Kostenlose Alternativen und offizielle Bezugsquellen
Für Nutzer ohne Budget gibt es vielversprechende Gratis-Alternativen. FreeOffice etwa bietet Pendants zu Word, Excel und PowerPoint. Die Installation erfolgt über die offizielle Webseite, die Aktivierung per E-Mail-registriertem Produktschlüssel.
Microsoft selbst empfiehlt, Office 365 ausschließlich über die offiziellen Download-Kanäle zu beziehen. Die Aktivierung erfordert gültige Produktschlüssel oder Abo-Zugangsdaten – illegale Kopien oder Raubkopien führen zu Sperren.
Copilot: Automatische Installation und Kartellverfahren
Seit dem 15. Juni 2026 installiert Microsoft die KI-Anwendung Copilot automatisch auf kommerziellen Windows-10- und Windows-11-Geräten. Die Ausweitung auf den Semi-Annual Enterprise Channel ist für den 14. Juli 2026 geplant. Die Zwangsinstallation hat jedoch Konsequenzen: Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM leitete am 26. Juni 2026 ein formelles Untersuchungsverfahren ein. Der Vorwurf: unerlaubte Produktbündelung und Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent.
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Sicherheitslücke „RoguePlanet“ bedroht Windows-Systeme
Parallel dazu sorgt eine kritische Sicherheitslücke für Unruhe. Die als CVE-2026-50656 bekannte Schwachstelle – getauft auf den Namen „RoguePlanet“ – ermöglicht einen Zero-Day-Angriff auf Windows 10 und 11. Auslöser ist eine Race Condition, die Microsoft Defender umgeht und Angreifern potenziell die vollständige Systemkontrolle gibt. Der Sicherheitsforscher Nightmare-Eclipse entdeckte die Lücke. Microsoft arbeitet an einem Patch.
Speicherplatz freigeben: KI-Komponenten deinstallieren
Ein kleiner Lichtblick: Windows 11 erlaubt inzwischen die Deinstallation bestimmter KI-Komponenten. Wer die Funktionen nicht nutzt, kann so mehr als 2,5 Gigabyte Speicherplatz zurückgewinnen – ein willkommener Effekt auf Geräten mit knappen SSD-Ressourcen.

