CorePower Magnetics: 10,6 Mio. Dollar für Magnetmaterialien über 200 °C

CorePower Magnetics schließt eine 10,6-Millionen-Dollar-Runde ab und will nanokristalline Magnetmaterialien für Rechenzentren fertigen.

Das US-Unternehmen CorePower Magnetics hat eine Eigenkapitalrunde über 10,6 Millionen US-Dollar abgeschlossen, wie devcuration.com in einem Bericht vom 18. September 2026 mitteilte. Die Runde wurde gemeinsam von Engine Ventures und Material Impact angeführt. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Fertigung nanokristalliner Magnetmaterialien in den USA ausbauen.

Investoren und Governance

An der Finanzierungsrunde beteiligten sich laut einem Bericht von pulse2.com vom 17. September 2026 zudem Evergreen Climate Innovations, der Carnegie Mellon Catalyst Fund sowie Baruch Future Ventures. Im Zuge der Runde rücken Reed Sturtevant und Carmichael Roberts neu in das Board von CorePower Magnetics ein.

Nach Unternehmensangaben beläuft sich das insgesamt eingesammelte Eigenkapital auf 13,6 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen laut devcuration.com weitere 27 Millionen US-Dollar an nicht-verwässernder Förderung von der Advanced Research Projects Agency-Energy (ARPA-E), dem US-Energieministerium (DOE) und dem US-Verteidigungsministerium (DOD).

Eine Unstimmigkeit bleibt dabei offen: Laut einer SEC-Form-D-Meldung vom 8. September wurden 14,36 Millionen US-Dollar von insgesamt geplanten 14,58 Millionen US-Dollar von sieben Investoren eingesammelt. Die Differenz zu den offiziellen Unternehmensangaben ist bislang ungeklärt, berichtete devcuration.com.

Technologie: Höhere Betriebstemperaturen für Rechenzentren

CorePower Magnetics setzt auf nanokristalline Magnetmaterialien, die nach Unternehmensangaben bei Temperaturen über 200 °C betrieben werden können – bisherige Materialien waren laut heatmap.news auf unter 150 °C beschränkt. CEO Sam Kernion bezifferte den möglichen Nutzen für Rechenzentren: Die Technologie könne den Strombedarf dort um bis zu rund 10 Prozent senken.

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Ein Teil der Mittel fließt laut heatmap.news in eine Pilotfertigung mit einer Fläche von 10.000 Quadratfuß, die durch einen ARPA-E-Grant über 5 Millionen US-Dollar finanziert wird. Perspektivisch plant das Unternehmen eine Erweiterung auf 100.000 Quadratfuß. CorePower Magnetics hatte 2025 bereits eine erste standardisierte Induktivität auf den Markt gebracht; ein Transformator soll folgen.

Wachsender Strombedarf als Marktkontext

Die Finanzierung fällt in eine Phase, in der der Energiebedarf von Rechenzentren weltweit stark zunimmt. Nach Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) soll der globale Stromverbrauch von Datenzentren von rund 485 Terawattstunden im Jahr 2025 auf 950 Terawattstunden im Jahr 2030 steigen.

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Das US-Energieministerium geht davon aus, dass dafür rund 100 Gigawatt zusätzliche Spitzenlast benötigt werden, wie devcuration.com und pulse2.com übereinstimmend berichteten.

Vor diesem Hintergrund gewinnen effizientere Magnetkomponenten für Stromversorgungssysteme an Bedeutung, da sie helfen könnten, den Energiebedarf leistungsstarker Recheninfrastruktur zu begrenzen. CorePower Magnetics positioniert seine nanokristallinen Materialien als Antwort auf diesen wachsenden Bedarf, wobei die tatsächliche Marktdurchdringung von der geplanten Skalierung der Fertigungskapazitäten abhängen dürfte.