CoreWeave ARENA: KI-Modelle vor dem Praxistest

CoreWeave startet die Plattform ARENA, um Unternehmen die produktionsnahe Prüfung von KI-Workloads zu ermöglichen und so finanzielle und technische Risiken vor dem Live-Betrieb zu minimieren.

CoreWeave eröffnet ein Testlabor für Unternehmen, um KI-Modelle unter realen Bedingungen zu prüfen. Die neue Plattform ARENA soll die riskante Lücke zwischen Entwicklung und produktivem Einsatz schließen.

Vom Labor in die Praxis – ohne böse Überraschungen

Der Schritt vom geschützten Entwicklungsumfeld in den Live-Betrieb ist für KI-Projekte oft der kritischste. Viele Modelte erweisen sich im großen Maßstab plötzlich als zu langsam oder zu teuer – Probleme, die synthetische Benchmarks nicht vorhersagen. Genau hier setzt CoreWeave ARENA (AI-Ready Native Applications) an. Das Labor bietet eine produktionsnahe Umgebung, in der Unternehmen ihre KI-Workloads auf der späteren Infrastruktur testen können. Das Ziel: finanzielle und technische Risiken minimieren, bevor Millionen investiert werden.

„Es gab bisher eine Kluft zwischen dem Test eines Modells und seinem Betrieb im großen Maßstab“, erklärt Chen Goldberg, Senior Vice President of Engineering bei CoreWeave. ARENA solle die Werkzeuge und Daten liefern, um das Verhalten und die Kosten von Workloads vor der Aktivierung präzise vorherzusagen.

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Die Technik hinter dem Testgelände

ARENA ist mehr als ein einfacher Teststand. Es bildet die Hochleistungs-Cloud-Architektur von CoreWeave vollständig ab und bietet Zugang zu proprietären Technologien, mit denen sich der spezialisierte Anbieter von Generalisten wie AWS abhebt.

Zu den Kernkomponenten gehören:
* SUNK (Slurm on Kubernetes): Ein Hybrid-Scheduler, der Jobs über mehr als 32.000 GPUs skalieren lässt – essenziell für moderne Large Language Models (LLMs).
* Mission Control: Ein Betriebssystem, das detaillierte Einblicke in das Verhalten ganzer GPU-Flotten ermöglicht.
* LOTA (Local Object Transport Accelerator): Eine Datentransfer-Technologie, die laut CoreWeave bis zu 7 GiB/s pro GPU erreicht und so Engpässe bei Training oder Inference verhindert.

Die Umgebung integriert zudem die MLOps-Plattform Weights & Biases, die CoreWeave 2025 übernahm. Sie unterstützt das Experiment-Tracking und erleichtert so den Weg von der Entwicklung zum Deployment.

Strategischer Schachzug in einem heißen Markt

Der Start von ARENA fällt in eine Phase aggressiven Wachstums für CoreWeave. Nach dem Börsengang im März 2025 festigt das Unternehmen seine Position als vertikal integrierte KI-Plattform. Analysten sehen in ARENA ein cleveres Akquisitionswerkzeug: Durch die Senkung der Einstiegshürde für Tests soll die überlegene Leistung gegenüber der Konkurrenz demonstriert werden.

Erste Nutzer berichten von Effizienzsteigerungen. So soll die Leistung auf NVIDIA GB300 NVL72-Hardware doppelt so hoch sein wie bei Vorgängergenerationen; die Gesamtbetriebskosten (TCO) sanken bei einigen Kunden um etwa 30 Prozent.

Die Partnerschaft mit NVIDIA gibt CoreWeave weiteren Rückenwind. Im Januar 2026 investierte der Halbleiterriese weitere zwei Milliarden Euro und erhöhte seine Beteiligung auf rund 11,5 Prozent. Dies sichert CoreWeave frühzeitigen Zugang zu Spitzenhardware wie der kommenden Rubin-Plattform.

Die Branche verlangt nach Planbarkeit

ARENA spiegelt einen Branchentrend wider: Der Fokus verschiebt sich vom Modell-Training hin zu zuverlässiger und kosteneffizienter Inference im großen Maßstab. Unternehmen wollen nach der ersten Hype-Phase um generative KI nun vorhersagbare Leistung und Kostensicherheit.

„CoreWeave liefert ein Verständnis und eine Kostensicherheit, die im KI-Wettlauf bisher gefehlt haben“, sagt Dave McCarthy, Research Vice President bei IDC. Besonders bei Inference, wo Modelle Live-Daten verarbeiten, sei intelligentes Systemdesign entscheidend.

Parallel zum ARENA-Start startete CoreWeave am 8. Februar eine neue Markenkampagne („Ready for Anything, Ready for AI“). Sie unterstreicht den Anspruch, die „essentielle Cloud“ für KI-Innovatoren zu sein – und nicht mehr nur ein Nischen-GPU-Anbieter.

Die große Frage bleibt, ob CoreWeaves spezialisiertes „Neocloud“-Modell langfristig mit Tech-Giganten wie AWS konkurrieren kann. Der Markt für KI-Infrastruktur wächst rasant: ABI Research prognostiziert, dass die Einnahmen aus GPU-as-a-Service bis 2030 auf über 65 Milliarden Euro steigen werden. Initiativen wie ARENA könnten entscheidend sein, um das Vertrauen von Unternehmen bei millionenschweren Infrastrukturentscheidungen zu gewinnen. Ein erster Indikator wird die Veröffentlichung der Jahresbilanz 2025 am 26. Februar 2026 liefern.

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