Sie sollen autonome Agenten in Fabriken, Krankenhäusern und auf der Straße ermöglichen.
Kosmos 3: Das „Weltmodell“ für physische KI
Am heutigen Montag präsentierte NVIDIA das Cosmos 3 Foundation Model – ein offenes „Weltmodell“, das Robotern erlaubt, Handlungen gedanklich durchzuspielen, bevor sie sie ausführen. Die Technologie basiert auf einer Mixture-of-Transformers-Architektur und wird von der neu gegründeten NVIDIA Cosmos Coalition unterstützt. Zu den Partnern zählen Agile Robots, Black Forest Labs, Runway und Skild AI.
Während NVIDIA die technologischen Grundlagen für autonome Systeme schafft, müssen Unternehmen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen der neuen EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Begleitend dazu veröffentlichte das Unternehmen eine Sammlung offener „Skills“ und Agenten-Tools auf GitHub und skills.sh. Diese lassen sich in NVIDIAs bestehende Plattformen wie Omniverse, Isaac und Jetson integrieren. Erste Ergebnisse aus der Industrie sind vielversprechend: Pegatron meldet eine Reduzierung der Trainingszeit um 67 Prozent, Delta Electronics eine Verbesserung der Fehlererkennung um 17 Prozent, und Foxconn verzeichnet einen Anstieg der Erstausbeute um drei Prozent.
Nemotron 3 Ultra: Fünfmal schneller, günstiger als je zuvor
Für die Softwareentwicklung brachte NVIDIA das Nemotron 3 Ultra-Modell an den Start. Mit 550 Milliarden Parametern soll es eine fünfmal schnellere Inferenz bei bis zu 30 Prozent niedrigeren Kosten bieten als sein Vorgänger. Unternehmen wie Cadence, Dassault Systèmes, Siemens und Synopsys setzen die Technologie bereits ein, um autonome KI-Entwickler zu bauen.
Enterprise-Welle: Agenten erobern die Wirtschaft
Der Trend zu autonomen Arbeitsabläufen zeigt sich auch in einer Reihe von Produkteinführungen und Partnerschaften. Asana übernimmt die No-Code-Plattform StackAI, um Multi-Agenten-Prozesse in ERP- und CRM-Systeme zu integrieren. Gleichzeitig weitet Wipro seine Zusammenarbeit mit ServiceNow aus, um KI-Agenten in IT-, HR- und Beschaffungsprozesse einzubinden.
Mit der rasanten Verbreitung von KI-Agenten in der Wirtschaft stellen sich viele Unternehmen die Frage nach der Klassifizierung ihrer Systeme. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Verantwortliche jetzt konkret für ihre Compliance tun müssen. Kostenlosen Report zu KI-Risikoklassen anfordern
Weitere Entwicklungen am Markt:
- Freshworks launcht ein AI Agent Studio für seine Freshservice-Plattform.
- Merge bringt den „Agent Handler for Employees“ – eine Art Türsteher, der nur geprüfte KI-Tools in regulierten Branchen wie Finanzen und Gesundheitswesen zulässt.
- Blue Language Labs verlässt den Stealth-Modus mit MyOS und dem offenen BLUE-Protokoll.
- NetBrain veröffentlicht Funktionen für „Agentic NetOps“ inklusive eines KI-Pfad-Doktors.
Die Analysten von Gartner prognostizieren, dass bis Ende 2027 rund 80 Prozent der Netzwerk-Automatisierungsanbieter auf agentische KI setzen werden.
Milliardenbewertung und Sicherheitsrisiken
Das immense Marktpotenzial unterstreicht eine aktuelle Finanzierungsrunde: Cognition AI, Entwickler des KI-Coding-Agenten Devin, sammelte im Mai 2026 eine Milliarde Euro ein – bei einer Bewertung von 26 Milliarden Euro. Devin schreibt inzwischen 89 Prozent des internen Codes von Cognition und erzielt einen annualisierten Umsatz von 492 Millionen Euro. Zu den Kunden zählen Microsoft, Dell und Goldman Sachs.
Doch die rasche Verbreitung autonomer Agenten birgt auch Risiken. Eine aktuelle Studie mit dem Anthropic Claude Mythos Preview – einem auf Cybersicherheit spezialisierten Modell – offenbarte alarmierende Zahlen: Nach der Analyse von über 1.000 Open-Source-Projekten identifizierte das System 530 kritische Schwachstellen. Weniger als 15 Prozent dieser Lücken wurden bislang geschlossen.
Odysseus 1.0: KI lokal und sicher betreiben
Als Antwort auf Sicherheitsbedenken präsentierte NVIDIA zudem Odysseus 1.0. Die Plattform erlaubt es Nutzern, autonome Agenten und Deep-Research-Tools lokal auf eigener Hardware zu hosten. Unterstützt werden offene Modelle wie Llama sowie jene, die über vLLM bereitgestellt werden.

