CrowdStrike SafeMind: 52% bessere Schwachstellenerkennung bei 99% Kostenersparnis

CrowdStrike präsentiert SafeMind, Falcon Guardian und Falcon IQ und erweitert zugleich die OpenAI-Partnerschaft für den Schutz von KI-Agenten.

CrowdStrike hat SafeMind angekündigt, eine KI-Kontrollplane für Sicherheitsagenten, die aus zwei Modellen besteht: dem offensiven Red Tempest und dem defensiven Blue Solano. Beide Modelle wurden mit Daten des Falcon-Sensornetzwerks trainiert, das nach Unternehmensangaben täglich Billionen Events verarbeitet und auf 15 Jahre Erfahrung in der Incident Response zurückgreift.

Technische Basis und Leistungsversprechen

SafeMind nutzt laut Nvidia die Modelle Nemotron 3 Ultra und Nemotron 3 Super. In internen Tests soll Blue Solano eine höhere Genauigkeit als führende Frontier-Modelle erreichen – bei nach Unternehmensangaben 99 Prozent geringeren Kosten.

CEO George Kurtz bezifferte die Verbesserung bei der Schwachstellenidentifikation auf 52 Prozent gegenüber den besten Frontier-Modellen, bei gleichzeitig 98 Prozent niedrigeren Kosten.

Nach weiteren Herstellerangaben erzielt SafeMind eine um 29 Prozent höhere Erkennungsrate sowie eine sechsfach schnellere Behebung von Schwachstellen. CrowdStrike strebt für den Security Operations Center (SOC)-Einsatz fünf Autonomiestufen an.

Im Testverfahren treten die beiden Agenten Red Tempest und Blue Solano laut Unternehmensangaben in einer Endlosschleife gegen einen digitalen Zwilling an. Nvidia bezifferte die dabei erreichte mittlere Erkennungsrate auf 41,9 Prozent, was einer 2,5-fachen Verbesserung entspreche. SafeMind soll sowohl in der Falcon-Plattform als auch über das sogenannte Project QuiltWorks verfügbar sein.

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Kurtz begründete die Entwicklung mit der veränderten Angriffsgeschwindigkeit: Künstliche Intelligenz habe die Art der Angriffe nicht verändert, wohl aber deren Tempo erhöht. CrowdStrike verwies zudem darauf, dass KI-gestützte Angriffe im vergangenen Jahr um 89 Prozent zugenommen hätten und die schnellste beobachtete eCrime-Breakout-Zeit inzwischen bei 27 Sekunden liege.

Neues Forschungslabor und weitere Produkte

Parallel zur SafeMind-Ankündigung eröffnete CrowdStrike ein Cyber Superintelligence Lab unter der Leitung von Bartley Richardson. Ergänzend stellte das Unternehmen Falcon Guardian vor, ein Produkt für die Laufzeit-Sicherheit von KI-Agenten mit den Funktionen Agent Runtime Visibility, Agent Access Controls sowie Runtime Detection and Response.

Falcon Guardian soll bekannte wie auch nicht autorisierte Schatten-KI-Agenten auf Windows- und macOS-Systemen aufspüren und blockieren können. Das zugehörige AI Gateway befindet sich derzeit in einer Pre-Beta-Phase, die allgemeine Verfügbarkeit ist für das nächste Quartal geplant; Falcon Complete for Guardian soll später im laufenden Quartal folgen.

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Zusätzlich kündigte CrowdStrike Falcon IQ an, eine agentische KI-Schicht, die die Methodik von Project QuiltWorks produktisiert und unter anderem über den Snowflake Marketplace vertrieben werden soll.

Erweiterte Partnerschaft mit OpenAI

CrowdStrike baute zudem seine Zusammenarbeit mit OpenAI aus: Falcon Guardian soll künftig Codex-Agenten zur Laufzeit absichern, während GPT-5.6 Cyber in die Falcon-Plattform integriert wird. Über einen neuen FAIRR-Service sollen zudem Risiken bewerten werden, die von Frontier-KI-Modellen ausgehen.

Die Ankündigungen reihen sich in eine breitere Bewegung der Cybersicherheitsbranche ein, KI-Agenten sowohl offensiv als auch defensiv einzusetzen. So sicherte sich auch der Anbieter HiddenLayer, der auf die Absicherung von KI-Modellen spezialisiert ist, unter Führung von Delta-v Capital eine Series-B-Finanzierung über 100 Millionen US-Dollar, an der sich unter anderem Ten Eleven Ventures, Morgan Stanley, Microsofts M12 sowie Booz Allen Hamilton beteiligten.

HiddenLayer gab an, sein jährlich wiederkehrendes Umsatzvolumen (ARR) im vergangenen Jahr um mehr als das Zehnfache gesteigert und über 50 neue Plattformkunden gewonnen zu haben. Zu den Kunden zählen nach Unternehmensangaben das US-Verteidigungsministerium, die Intelligence Community sowie ein führender Anbieter von Frontier-Modellen mit über 700 Millionen wöchentlichen Nutzern.