Das geht aus einem aktuellen Bericht des FBI hervor, der heute veröffentlicht wurde. Mehr als die Hälfte der Verluste, über 11 Milliarden Dollar, entfielen auf Betrugsfälle mit Kryptowährungen. Parallel warnen Experten vor einer neuen Angriffswelle auf Smartphones, die durch Künstliche Intelligenz und Hardware-Schwachstellen professionalisiert wird.
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KI macht Betrugsmaschen gefährlicher
Die Bedrohung für Smartphone-Nutzer hat sich massiv verschärft. Angriffe auf iOS-Geräte stiegen in der zweiten Jahreshälfte 2025 um sagenhafte 1.151 Prozent. Verantwortlich dafür ist vor allem der Einsatz generativer KI. Sie ermöglicht täuschend echte Stimmenklone für Schockanrufe oder Deepfakes, die Führungskräfte oder Familienmitglieder vortäuschen.
In Deutschland zeigt sich die regionale Tragweite. Betrüger erbeuteten im Raum Pforzheim und Calw am 11. April durch vorgetäuschte Bankmitarbeiter 20.000 Euro. Im ersten Quartal dieses Jahres kassierten falsche „Behördenvertreter“ in Oberbayern rund 650.000 Euro per Schockanruf.
Ein Erfolg gegen die organisierte Kriminalität gelang mit der Zerschlagung des Phishing-Netzwerks „W3LL“. Das FBI teilte heute mit, dass die Operation weltweit über 17.000 Opfer forderte und 20 Millionen Dollar Schaden verursachte. Das Netzwerk bot spezielle Kits zum Nachbau legitimer Login-Seiten an.
Jedes vierte Android-Gerät hat kritische Lücke
Neben Betrug gefährden technische Schwachstellen und massive Datenlecks die Privatsphäre. Eine kritische Sicherheitslücke in MediaTek-Chips (CVE-2026-20435) erlaubt es Angreifern, die PIN-Sperre in unter einer Minute zu umgehen. Betroffen ist schätzungsweise jedes vierte Android-Gerät, besonders günstige Modelle. Ein Patch existiert, doch die Sicherheit hängt von den Updates der Hersteller ab.
Gleichzeitig erschüttern neue Datenpannen das Vertrauen. Beim Anbieter Hallmark wurden heute Daten von rund 1,7 Millionen Konten exponiert. Booking.com bestätigte im April unbefugte Zugriffe auf Buchungsdaten. Solche Leaks, wie zuvor bei T-Mobile (47 Millionen Kunden) oder Cash App (8,2 Millionen), dienen Kriminellen als Grundlage für personalisierte Phishing-Angriffe.
So schützen Sie sich vor Identitätsdiebstahl
Angesichts der Gefahr raten Behörden zu technischer Vorsorge und geschärfter Aufmerksamkeit. Fast die Hälfte aller US-Amerikaner war 2025 bereits mit digitalem Betrug konfrontiert. Der wichtigste Rat: Weg von einfachen Passwörtern, hin zu Passkeys und Passwortmanagern.
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Das FBI warnte im April zudem vor ausländischen Apps, die im Hintergrund Kontakte und Standorte sammeln. Nutzer sollten nur offizielle App-Stores verwenden und Berechtigungen regelmäßig prüfen. Gegen KI-gestützte Stimmenimitationen hilft der „Car Wash Test“: Stellen Sie unerwartete, spezifische Fragen, die ein Betrüger nicht spontan beantworten kann.
Weitere Schutzmaßnahmen sind:
* Spam-Filter in iOS und Android aktivieren (Messaging-Betrug stieg von 20 auf 30 Prozent)
* Zahlungsanfragen über einen second Kanal verifizieren
* Software-Updates zeitnah installieren
* Hardware-Lösungen für digitale Auszeiten nutzen, um die Konzentration auf Sicherheit zu erhöhen
Betrug wird zur psychologischen Waffe
Cyberkriminalität ist längst kein rein technisches Problem mehr. Sie basiert zunehmend auf sozialpsychologischen Tricks. Die Professionalisierung der „Fraud-as-a-Service“-Industrie ermöglicht auch weniger versierten Tätern effektive Angriffe. Besonders gefährdet sind Erwachsene über 60 Jahre, die 2025 Verluste von 7,7 Milliarden Dollar hinnehmen mussten.
Ein Trend ist die gezielte Impersonierung von Vertrauenspersonen. Angreifer gaben sich im April als Journalisten namhafter Medien aus, um sensible Informationen von Militärangehörigen zu erschleichen. Nordkoreanische Gruppen nutzten Ende 2025 gefälschte Facebook-Profile, um Schadsoftware zu verteilen. Identität im digitalen Raum ist fragiler denn je – und gleichzeitig ein wertvolles Gut.





