Die Sicherheitsfirma SlowMist hat am 4. September 2026 vor einer neuen Angriffskette namens DarkSword gewarnt, die gezielt iPhone-Nutzer über Safari attackiert. Die Angreifer tarnen die Malware als kostenlosen VPS-Dienst und nehmen laut SlowMist Geräte mit iOS 18.4 bis 18.6.2 ins Visier.
Sechsstufige Angriffskette nutzt bereits gepatchte Lücken
Nach Angaben von SlowMist kombiniert DarkSword insgesamt sechs Schwachstellen – darunter eine Remote-Code-Execution-Lücke in der WebKit-Engine, ein Sandbox-Escape sowie Kernel-Lese-/Schreibzugriffe. Ziel der Kette ist es, App-Daten, den Keychain-Speicher und Tastatureingaben abzugreifen, insbesondere bei populären Krypto-Wallets wie imToken, TokenPocket und TronLink.
Nach Angaben von SlowMist sind alle sechs ausgenutzten Lücken bereits von Apple geschlossen worden. Bei DarkSword handle es sich demnach um sogenannten n-day-Reuse – die Angreifer nutzen also bekannte, aber auf ungepatchten Geräten noch offene Schwachstellen weiter aus.
SlowMist empfiehlt betroffenen Nutzern dringend ein Update auf iOS 18.7.3 oder Version 26.3, um sich zu schützen. Auch das Portal coinfomania.com bestätigte die Warnung und den Rat zum Update auf iOS 18.7.3 oder höher.
Weitere aktuelle Bedrohungen für Wallet-Nutzer
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Die Warnung vor DarkSword reiht sich in eine Serie von Meldungen zu Sicherheitsproblemen rund um mobile Krypto-Wallets ein. Bereits am 3. September 2026 hatten Forscher nach Angaben von coinedition.com 13 bösartige Themes auf der Paketplattform Packagist identifiziert, die von fünf verschiedenen Publishern stammen und Websites mit schädlichem JavaScript infizieren.
Eine daraus resultierende iPhone-Exploit-Kette nutzte demnach die WebKit-Schwachstellen CVE-2025-31277 (betrifft iOS 18.4–18.5) und CVE-2025-43529 (betrifft iOS 18.6) und zielte auf Geräte vom iPhone XS bis zum iPhone 16.
Die dabei eingesetzte Spyware habe Keychain-Daten, Nachrichten, Fotos sowie Wallet-Informationen von Diensten wie Bitget, BitKeep, Bitpie, Phantom, Tonkeeper, Trust Wallet und OKX gesammelt, so coinedition.com.
SlowMist hatte in diesem Zusammenhang auch über eine Kampagne namens WYINCC berichtet, die ebenfalls auf imToken, TokenPocket und TronLink abzielte. Laut coinedition.com stehen inzwischen Patches von Apple bereit, aktuell sei die Version iOS 26.6.1.
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Auch auf Softwareebene meldeten Forscher laut analyticsinsight.net am 3. September 2026 weitere Vorfälle: Das Paket @injectivelabs/sdk-ts in Version 1.20.21, das nach eigenen Angaben wöchentlich rund 50.000 Downloads verzeichnet, sei kompromittiert worden und habe private Schlüssel gestohlen.
Zudem habe die Version 8.14.0 des Pakets jscrambler einen in Rust geschriebenen Infostealer installiert, der auf Wallets wie MetaMask, Phantom und Exodus abzielte.
Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky habe laut analyticsinsight.net zudem rund zwei Dutzend gefälschte Wallet-Apps im App Store entdeckt. Eine als SparkKitty bezeichnete Schadsoftware durchsuche dabei gezielt Fotobibliotheken von Nutzern nach Screenshots von Seed-Phrasen, mit denen sich Krypto-Wallets wiederherstellen lassen.
Update als zentrale Schutzmaßnahme
Die Häufung der Meldungen zeigt, dass Angreifer sowohl auf Betriebssystemebene als auch über Software-Lieferketten und gefälschte Apps versuchen, an Wallet-Daten zu gelangen. SlowMist rät betroffenen Nutzern übereinstimmend, ihre Geräte zeitnah auf die aktuellen iOS-Versionen zu aktualisieren, um bereits bekannte und gepatchte Schwachstellen zu schließen.

