OpenAI hat den sogenannten Data Agent für ChatGPT Work vorgestellt. Das neue Modul ermöglicht es Unternehmen, ihre internen Datenbestände mithilfe natürlicher Sprache in interaktive Dashboards und Analysen zu übersetzen. Wie das Unternehmen in Berichten vom 10. September 2026 mitteilte, zielt die Erweiterung darauf ab, komplexe Abfragen ohne den Einsatz von Programmiersprachen wie SQL zu bewältigen.
Der Data Agent ist Bestandteil des im Juli 2026 gestarteten Angebots ChatGPT Work, welches auf dem Sprachmodell GPT-5.6 basiert. Die Anwendung lässt sich über den Befehl „@data“ im Prompt-Feld aktivieren und setzt mindestens ein ChatGPT Plus-Abonnement voraus.
Das Tool kann Verbindungen zu zahlreichen Datenquellen herstellen, darunter Amazon Redshift, Google BigQuery, Snowflake, Databricks, MongoDB, ClickHouse und Datadog. Zudem ist die Einbindung von Dateien aus Google Drive und SharePoint möglich.
Funktionsumfang und administrative Kontrolle
Laut OpenAI können Nutzer Trends und Anomalien identifizieren, indem sie Fragen direkt an den Agenten richten. Die Ergebnisse werden in Form von Grafiken und Zusammenfassungen ausgegeben, die ohne manuelles Kopieren geteilt werden können.
Für eine vertiefte Analyse werden Integrationen mit Business-Intelligence-Lösungen wie Tableau, Power BI, Oracle BI, Omni, Sigma und ThoughtSpot unterstützt. Ergebnisse lassen sich zudem direkt via Slack oder E-Mail versenden.
Zusätzlichen Kontext bezieht der Agent aus Systemen wie Databricks Genie Ontology, Snowflake Horizon, dbt oder GitHub. Administratoren behalten dabei die Kontrolle über die Datensicherheit, indem sie Zugriffsrechte auf Ebene von Tabellen, Zeilen und Spalten definieren.
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Interne Nutzung und Kundenstruktur
In der internen Erprobung bei OpenAI wurden bereits im Januar 2026 Abfragen über ein Volumen von mehr als 600 Petabyte aus rund 70.000 Datensätzen durchgeführt. Das Unternehmen gab an, dass fast das gesamte eigene Produktteam sowie über zwei Drittel der Go-to-Market-Organisation (GTM) die Data Agents bereits nutzen. Zu den Alpha-Kunden der neuen Lösung zählen Unternehmen wie NTT Data, Thermo Fisher und ServiceTitan.
Integration von B2B-Marktdaten durch G2
Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Ökosystems ist die Kooperation mit dem Software-Marktplatz G2. Wie in Berichten vom 10. September 2026 erläutert wurde, bringt G2 verifizierte B2B-Software-Marktdaten in den Data Agent ein.
Das Netzwerk von G2, zu dem auch Plattformen wie Capterra, Software Advice und GetApp gehören, umfasst über 200 Millionen Käufer jährlich sowie mehr als 6 Millionen verifizierte Rezensionen zu über 200.000 Softwareprodukten in mehr als 2.000 Kategorien.
Nach Angaben von G2 nutzen bereits über 1.200 Anwender in mehr als 550 Organisationen die Möglichkeit, Kaufabsichts- und Rezensionsdaten per natürlicher Sprache abzufragen.
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Markteinordnung und Wettbewerb
Der Marktstart der neuen Funktion erfolgte laut Branchenberichten am 10. September 2026 um 15:06 UTC. Marktbeobachter werten solche Produktveröffentlichungen von OpenAI regelmäßig als Katalysator für Infrastrukturpartner und den breiteren Softwaremarkt, insbesondere wenn bestehende Workflows durch automatisierte Lösungen ersetzt werden. Während erste Kursreaktionen an den Märkten zuletzt scharf ausfielen, kam es teilweise zu anschließenden Gegenbewegungen.
OpenAI tritt mit dem Data Agent in ein Wettbewerbsumfeld ein, das im Juli 2026 durch Anthropic Cowork erweitert wurde. Zudem bieten Google mit Gemini und Microsoft mit dem Copilot vergleichbare Lösungen für die datengestützte Arbeit in Unternehmen an.

