In Anbetracht der anhaltenden Bedrohungen durch Cyberkriminalität hat das IT-Portal CHIP ein neues Sicherheitswerkzeug für Endverbraucher zur Verfügung gestellt. In Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen Ascomp bietet das Portal einen kostenlosen Dataleak Checker an. Das Tool soll es Internetnutzern ermöglichen, ihre digitalen Identitäten proaktiv auf Kompromittierungen hin zu untersuchen.
Der Kern des Dienstes besteht darin, E-Mail-Adressen und Passwörter gegen bekannte Datenlecks abzugleichen. Nutzer können über die Schnittstelle prüfen, ob ihre Anmeldedaten in der Vergangenheit im Rahmen von Sicherheitsvorfällen entwendet wurden und im Internet zugänglich sind.
Integration bewährter Sicherheitsdatenbanken
Technisch basiert der Dataleak Checker auf der Datenbank von „Have I Been Pwned“. Dabei handelt es sich um eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen von Informationen über kompromittierte Nutzerkonten. Durch den Zugriff auf diese Datenbestände kann das Tool von CHIP und Ascomp schnell Rückmeldung darüber geben, ob eine spezifische E-Mail-Adresse in einem der zahlreich dokumentierten Datenlecks der vergangenen Jahre auftaucht.
Ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung des Werkzeugs war nach Angaben der Anbieter die Privatsphäre der Anwender. Die Prüfung erfolgt anonym, um sicherzustellen, dass durch den Suchvorgang selbst keine neuen Sicherheitsrisiken für die Nutzer entstehen. Um eine missbräuchliche Verwendung des Dienstes, etwa durch automatisierte Massenabfragen, zu verhindern, ist die Nutzungsrate begrenzt. Pro Minute sind maximal 3 Checks pro Nutzer möglich.
Hintergrund: Zunehmende Server-Attacken und Datendiebstahl
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Die Einführung des Dataleak Checkers erfolgt vor dem Hintergrund einer besorgniserregenden Entwicklung in der IT-Sicherheit. In den letzten Monaten und Jahren kam es immer wieder zu schwerwiegenden Server-Attacken auf Unternehmen verschiedenster Branchen. Bei diesen Vorfällen gelingt es Angreifern häufig, sensible Datenbanken zu exfiltrieren, die Millionen von Nutzerdatensätzen enthalten.
Solche gestohlenen Informationen, die oft Kombinationen aus E-Mail-Adressen und Passwörtern umfassen, werden häufig in einschlägigen Foren verbreitet oder verkauft. Für die betroffenen Nutzer besteht das Risiko von Identitätsdiebstahl oder dem unbefugten Zugriff auf weitere Dienste, falls dieselben Passwörter mehrfach verwendet wurden.
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Da viele dieser Vorfälle erst mit zeitlicher Verzögerung bekannt werden, sehen Experten in regelmäßigen Überprüfungen ein notwendiges Instrument der digitalen Selbstverteidigung.
Durch das kostenlose Angebot soll die Hürde für Privatpersonen gesenkt werden, ihre eigene Betroffenheit festzustellen. Sollte der Dataleak Checker einen Fund melden, raten Sicherheitsexperten generell dazu, die betroffenen Passwörter umgehend zu ändern und, sofern möglich, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren, um die Sicherheit der betroffenen Konten wiederherzustellen. Das neue Tool von CHIP und Ascomp stellt somit eine Ergänzung zu bestehenden Sicherheitsmaßnahmen dar, um auf die gestiegene Frequenz von Datendiebstählen zu reagieren.

