Der US-Technologiekonzern DataVault AI hat die Auszahlung einer Krypto-Dividende verschoben und gleichzeitig die Emission neuer digitaler Assets angekündigt. Die Pläne zeigen, wie das Unternehmen seine Vorreiterrolle im umstrittenen Feld der Tokenisierung weiter ausbauen will.
Philadelphia. Der an der Nasdaq notierte Spezialist für Datenmonetisierung und Web3-Technologien bestätigte am 20. Februar eine Terminverschiebung. Die Ausschüttung des Dream Bowl Meme Coin II an Aktionäre erfolgt nun am 27. Februar 2026 – sechs Tage später als ursprünglich geplant. An diesem Tag sollen auch separate Optionsscheine ausgegeben werden. Stichtag für den Bezug beider Leistungen bleibt der 7. Januar 2026.
Komplizierte Krypto-Dividende für Aktionäre
Bei dem verschobenen Asset handelt es sich um ein digitales Sammlerobjekt, das mit dem „Dream Bowl“, einem All-Star-Sportevent, verbunden ist. Berechtigte Aktionäre erhalten einen Token für jeweils 60 gehaltene Stammaktien. Der Bezug ist jedoch an Bedingungen geknüpft: Aktionäre müssen eine digitale DataVault-Wallet einrichten und einer Opt-In-Vereinbarung zustimmen. Darin wird ausdrücklich anerkannt, dass die digitalen Sammlerobjekte keinen garantierten Wert haben oder behalten.
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Das Unternehmen rechnet damit, dass der Token im zweiten Quartal 2026 auf seinem eigenen Marktplatz, der „Information Data Exchange“, handelbar wird. Der Vorstand behält sich jedoch das Recht vor, die Ausschüttung bis zum Zahlungstermin zu ändern oder zu streichen, etwa bei wesentlichen Änderungen der Finanzlage.
Neue Stablecoins und Sport-Legenden als Token
Parallel zur Terminverschiebung kündigte DataVault AI eine ambitionierte neue Initiative an: die Einführung eines Josh Gibson Stablecoins. Das Projekt, das im Black History Month vorgestellt wurde, ehrt die Legende des Negro Leagues Baseball, dessen Statistiken 2024 offiziell in die MLB-Rekordbücher aufgenommen wurden.
Zu diesem Projekt gehört eine weitere, separate Meme-Coin-Ausschüttung. Vorbehaltlich der Genehmigung durch den Vorstand und der Festlegung eines neuen Stichtags sollen Aktionäre einen speziellen Gedenk-Token für Josh Gibson im Verhältnis 1:1 zu ihren gehaltenen Aktien erhalten. Auch dieser Token soll zunächst ein digitales Sammlerobjekt sein, könnte aber später auf der firmeneigenen Börse gehandelt werden.
Strategie: Vom Meme-Coin zum regulierten Digital-Asset-Markt
Die Ankündigungen passen in die umfassende Digitalisierungsstrategie des Unternehmens. DataVault AI nutzt digitale Asset-Dividenden regelmäßig, um Anleger zu belohnen und gleichzeitig seine Web3-Infrastruktur im Realbetrieb zu testen. Die Schaffung von Stablecoins und die geplante Plattform für Name, Image and Likeness (NIL)-Vermarktungsrechte markieren jedoch eine strategische Erweiterung. Das Ziel ist der Einstieg in komplexere, regulierte und potenziell lukrativere Bereiche der digitalen Wirtschaft.
Konkret erkundet das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Sports Illustrated den Start einer NIL-Digital-Asset-Börse für den Sport- und Unterhaltungsbereich in der zweiten Hälfte 2026. Zuvor hatte DataVault AI bereits eine Partnerschaft mit der TBURN Chain Foundation für Blockchain-Dienstleistungen und die Übernahme von API Media Innovation Inc. bekannt gegeben, um seine Technologie im Medien- und Live-Event-Sektor zu stärken.
Volatiler Kurs und hohe Erwartungen
Die expansiven Pläne werden von einer hohen Volatilität der Aktie begleitet. Während die DVLT-Aktie im vergangenen Jahr etwa 30% an Wert verlor, legte sie in den letzten sechs Monaten um 88% zu – ein Zeichen für die gespaltene Erwartungshaltung der Anleger. Das Unternehmen selbst prognostiziert unterdessen einen kräftigen Umsatzsprung. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet es einen Umsatz zwischen 38 und 40 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von bis zu 33% gegenüber früheren Schätzungen entspräche.
Die Blicke richten sich nun zunächst auf den neuen Ausschüttungstermin am 27. Februar. Langfristig wird der Erfolg der DataVault-Strategie davon abhängen, ob die ambitionierten Projekte – von der funktionsfähigen NIL-Börse bis zum Nachweis eines echten Nutzens der digitalen Assets – tatsächlich umgesetzt werden können. Das Unternehmen bleibt damit ein umstrittener, aber beobachteter Pionier bei der digitalen Transformation von Kapitalmärkten und Aktionärsbeziehungen.





