DDR5-RAM: 32-GB-Kits kosten Mitte 2026 bis zu 450 US-Dollar

Ein 32-GB-DDR5-Kit kostete Mitte 2026 bis zu 450 US-Dollar; TrendForce erwartet weitere Vertragspreissteigerungen im Schlussquartal.

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Die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher im Einzelhandel haben sich drastisch erhöht, da die enorme Nachfrage nach Systemen für künstliche Intelligenz das weltweite Angebot an DRAM-Bausteinen absorbiert.

Wie aus einem Bericht von techtimes.com vom 08.10.2026 hervorgeht, kletterten die Endkundenpreise für ein 32-GB-DDR5-Kit von rund 90 bis 100 US-Dollar Mitte 2025 auf etwa 350 bis 450 US-Dollar Mitte 2026.

Kingston behauptet Spitzenposition im wachsenden Modulmarkt

Der globale Markt für DRAM-Module wuchs im Jahr 2025 auf ein Volumen von rund 21,2 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 59 Prozent im Vergleich zu den 13,3 Milliarden US-Dollar des Jahres 2024 entspricht.

Kingston Technology behauptete dabei im 23. Jahr in Folge seine Position als weltgrößter Dritthersteller von DRAM-Modulen. Der Marktanteil des Unternehmens sank 2025 zwar von zuvor 66 Prozent auf 62 Prozent, der Umsatz von Kingston stieg im selben Jahr jedoch um 48 Prozent auf rund 13,1 Milliarden US-Dollar.

Auf dem zweiten Rang der Modulhersteller folgte ADATA mit einem Marktanteil von 6 Prozent und einem Wachstum von 82 Prozent im Vorjahresvergleich. Ramaxel belegte den dritten Platz mit einem Plus von 153 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während Apacer auf Rang acht ein Umsatzwachstum von 96 Prozent verzeichnete.

Insgesamt vereinten die fünf größten Modulhersteller im Jahr 2025 einen Marktanteil von 77 Prozent auf sich, nach 81 Prozent im Jahr 2024. Die führenden neun Anbieter kamen auf einen Anteil von 81 Prozent.

Während sich Micron mit der Marke Crucial bis Ende 2025 aus dem Endkunden-Einzelhandel zurückzog, verschoben Samsung und SK Hynix das Ende des Lebenszyklus für älteren DDR4-Speicher von Ende 2025 auf das Jahr 2026.

Anhaltende Verknappung treibt Vertragspreise

Marktbeobachter führen die Preissteigerungen maßgeblich auf eine anhaltende Verschiebung der Fertigungskapazitäten zurück. Laut Marktanalysten von TrendForce priorisieren die Speicherhersteller weiterhin fortschrittliche Prozesskapazitäten für Hochleistungsserver, wodurch der Markt unterversorgt bleibt.

Nach Einschätzung von TrendForce steigen die Vertragspreise für konventionellen DRAM im vierten Quartal 2026 um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während bei NAND-Flash-Speichern ein Plus von 15 bis 20 Prozent erwartet wird. Bei PC-DRAM hob das Analysehaus Daiwa seine Vertragspreisprognose für das Schlussquartal 2026 auf einen Anstieg von 13 bis 18 Prozent an.

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Auch Bernstein berichtete, dass die Preise für Speicherchips im dritten Quartal 2026 um knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegten. Zwar schwäche sich die Wachstumsdynamik im Vergleich zum zweiten Quartal etwas ab, die Knappheit werde jedoch voraussichtlich bis 2027 anhalten. Gleichzeitig verringere sich der Spielraum für künftige Aufschläge durch Preisobergrenzen in langfristigen Lieferverträgen.

Ausbau der Kapazitäten und divergierende Trends

Hersteller verzeichnen infolge der hohen Nachfrage deutliche Umsatzzuwächse. Nanya Technology erzielte im September 2026 einen Rekordumsatz von 45,091 Milliarden NT-Dollar, was einem Zuwachs von 576,62 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht, und plant weitere Erhöhungen der DRAM-Vertragspreis von bis zu 20 Prozent.

Nanya deckt derzeit lediglich 50 bis 60 Prozent der Kundennachfrage ab und investiert in ein neues Werk für 3D-Wafer-Packaging im Pingtung Science Park sowie in neue Fertigungskapazitäten in der Fab 5A, deren Produktionsstart für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen ist.

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Samsung errichtet derweil die Phase 1 der Fabrik P5 in Pyeongtaek für DRAM und High Bandwidth Memory mit einem anvisierten Produktionsstart im Jahr 2028.

Nach Einschätzung von Micron-CEO Sanjay Mehrotra wird das Nachfragewachstum nach HBM traditionellen DRAM bis 2028 übertreffen; der Großteil der HBM-Lieferungen für 2027 sei bereits vertraglich gebunden.

Für das Jahr 2027 erwartet TrendForce eine Divergenz: Während das Angebot an DRAM wegen der hohen Auslastung durch Server- und HBM-Produkte angespannt bleibt, könnte sich der NAND-Flash-Markt in der zweiten Jahreshälfte 2027 durch neue Kapazitäten allmählich entspannen.