DDR5-Support: Gigabyte bringt chinesische Chips auf 8200MT/s

Gigabyte-Boards unterstützen nun CXMT-basierte DDR5-Riegel. AMD-Plattformen erreichen nach BIOS-Update bis zu 8200 MT/s, während Konkurrenten höhere Taktraten testen.

Gigabyte hat die Unterstützung für in China gefertigte DDR5-Speichermodule auf Basis von CXSH- und CXMT-Chips auf seine 600er-, 700er- und 800er-Mainboard-Serien ausgeweitet.

Nach einem BIOS-Update erreichen AMD-Plattformen der 600er- und 800er-Reihe damit Geschwindigkeiten von bis zu 8200MT/s, während die Intel-Serien 700 und 800 diese Unterstützung bereits nativ mitbringen.

Breite Markenpalette mit CXMT-Bestückung

Zu den Speichermodulen, die mit CXMT-Speicherpartikeln bestückt sind und nun von Gigabyte-Mainboards unterstützt werden, zählen Produkte der Marken Asgard, Gloway und KingBank. Die gängigen Spezifikationen bewegen sich bei Kapazitäten von 16GB und 24GB mit Taktraten zwischen 5600 und 6000MT/s. Damit positioniert Gigabyte seine Board-Serien als kompatible Plattform für ein wachsendes Angebot heimischer Speicherprodukte auf dem chinesischen Markt.

CXMT baut Fertigungskapazitäten aus

Hinter den unterstützten Modulen steht der chinesische Speicherhersteller CXMT, dessen 17-nm-DDR5-Chips mittlerweile eine Ausbeute von 90 Prozent erreichen. Die monatliche Fertigungskapazität soll von aktuell 300.000 Wafern bis Ende 2028 auf 500.000 Wafer steigen.

Laut Marktforscher TrendForce belegte CXMT im ersten Quartal 2026 mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent den vierten Platz bei den DRAM-Umsätzen. Die Durchschnittspreise der CXMT-Chips liegen dabei 5 bis 10 Prozent unter denen von Samsung und SK Hynix.

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Konkurrierende Hersteller testen höhere Taktraten

Während Gigabyte die Kompatibilität für CXMT-basierte Standardmodule ausbaut, experimentieren andere Hersteller parallel mit deutlich höheren Übertaktungsergebnissen. Colorful erreichte mit dem iGame Shadow II 48GB (24GB×2) auf dem iGame X870E VULCAN W OC-Mainboard eine Frequenz von 4507MHz, was über 9014MT/s entspricht.

Die Variante mit 24GB×2 kam auf derselben AM5-Plattform auf 9000MT/s, nachdem zuvor bereits 8600MT/s und 8800MT/s erzielt worden waren. Eine weitere iGame-Shadow-II-Variante mit 16GB×2 erreichte auf einer AMD-Ryzen-9-9950X3D-Plattform mit den Mainboards iGame X870E VULCAN W OC und ROG X870E 20th die Spezifikation DDR5 6000 C26 sowie 6400 C28, zuvor lag der Wert bei 6000 C30.

Auch Lexar meldete Fortschritte bei seiner THOR-RGB-Serie: Das Modell DDR5 7600 CL38 ließ sich in Kombination mit einem MSI MAG B850M MORTAR MAX WIFI-Mainboard und einem AMD Ryzen 7 9700X stabil auf 6000MT/s CL28 einstellen.

Zuvor hatte die Serie auf Plattformen von MSI, ASUS und Gigabyte bereits bis zu 8200MT/s erreicht. Eine Variante mit der Spezifikation DDR5 6000 CL28 steht laut Herstellerangaben kurz vor dem Verkaufsstart.

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Verfügbarkeit bislang auf China beschränkt

Speicher mit CXMT-Partikeln findet sich mittlerweile auch in Notebooks von HP, ASUS und Acer – allerdings ausschließlich auf dem chinesischen Markt. Trotz der Fortschritte bei heimischen Chips und der zunehmenden Mainboard-Unterstützung bleibt die Lücke zur internationalen Konkurrenz bestehen: Westliche Speicherhersteller haben bereits Taktraten von über 13000MT/s erreicht, was den Abstand zu den derzeit von Gigabyte unterstützten Geschwindigkeiten deutlich macht.