DeepSeek expandiert: 47% Marktanteil auf Philippinen erreicht

Chinesische KI-Modelle etablieren sich in deutschen Unternehmen. Deutz und Siemens setzen auf Technologien wie OttoVerse und Qwen.

In deutschen Betriebsabläufen kommen zunehmend KI-Modelle chinesischer Herkunft zum Einsatz. Während technologische Souveränität ein zentrales Thema der politischen Debatte bleibt, integrieren namhafte Industrieakteure Lösungen aus Fernost bereits fest in ihre Wertschöpfungsketten. Vor allem Kostenvorteile und die Flexibilität bei der Implementierung treiben diese Entwicklung voran.

Effizienzsteigerung durch Open-Source-Lösungen

Ein prominentes Beispiel für diesen Trend ist der Motorenhersteller Deutz. Das Unternehmen nutzt die chinesische Open-Source-KI OttoVerse, um interne Prozesse zu optimieren. Die Technologie findet demnach Anwendung in der Qualitätskontrolle sowie als Assistenzsystem für die Bearbeitung der E-Mail-Korrespondenz.

Der Rückgriff auf chinesische Modelle wie OttoVerse oder die Qwen-Serie von Alibaba wird in der Branche vor allem mit wirtschaftlichen Erwägungen begründet. Die Modelle gelten im Vergleich zu westlichen Konkurrenzprodukten oft als günstiger in der Anschaffung und im Betrieb.

Ein entscheidender technischer Faktor ist zudem die Möglichkeit, die KI-Modelle lokal auf unternehmenseigenen Servern zu betreiben. Dies ermöglicht Firmen eine höhere Kontrolle über ihre Datenflüsse und erleichtert die Einhaltung interner Sicherheitsrichtlinien.

Kooperationen und breite Branchenakzeptanz

Die Zusammenarbeit mit chinesischen Anbietern erstreckt sich über verschiedene Industriesektoren. So pflegt Siemens eine Kooperation mit Alibaba. Experten des Beratungsunternehmens Accenture weisen zudem darauf hin, dass bereits zahlreiche Banken und Automobilhersteller die Qwen-Modelle von Alibaba in ihre Systeme integriert haben.

Die Akzeptanz chinesischer Softwarelösungen scheint somit über experimentelle Nischenanwendungen hinauszugehen und im Kern der deutschen Schlüsselindustrien anzukommen.

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Parallel dazu baut der Anbieter DeepSeek seine technologische Basis weiter aus. Das Unternehmen hat kürzlich mit DeepSeek-V4-Flash-Vision-Exp ein experimentelles multimodales KI-Modell vorgestellt und einen entsprechenden API-Dienst für Entwickler geöffnet. Dieser Schritt markiert eine Expansion über reine Textmodelle hinaus hin zu komplexeren, multimodalen Anwendungen, die auch visuelle Informationen verarbeiten können.

Globale Expansion und geopolitische Flankierung

Die steigende Relevanz chinesischer KI-Technologie spiegelt sich auch in globalen Marktanteilen und politischen Initiativen wider. In Schwellen- und Entwicklungsländern hat DeepSeek bereits eine starke Präsenz aufgebaut.

Auf den Philippinen erreicht der Anbieter bei Android-Nutzern einen Marktanteil von 47 Prozent. In Peru und Indonesien liegt dieser Wert bei jeweils 38 Prozent. Auch im Energiesektor findet die Technologie Anwendung, so setzt etwa das Unternehmen Aramco auf Modelle von DeepSeek.

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Flankiert wird dieser Expansionskurs durch staatliche Zusagen aus Peking. Im Rahmen internationaler Zusammenarbeit stellte Präsident Xi Jinping in Aussicht, insgesamt 5.000 Schulungsplätze im Bereich der Künstlichen Intelligenz für Vertreter aus Entwicklungsländern bereitzustellen.

Diese Maßnahmen unterstreichen das Ziel, chinesische Standards und Softwarelösungen als globale Alternative zu etablieren, während deutsche Unternehmen die bestehenden Angebote zur Steigerung ihrer eigenen operativen Leistungsfähigkeit nutzen.