Der Umsatz verdoppelte sich nahezu im Jahresvergleich – angetrieben von einer nie dagewesenen Nachfrage nach KI-Servern und Rechenzentrumsinfrastruktur. Die Aktie schoss im nachbörslichen Handel um bis zu 40 Prozent nach oben, was den Börsenwert des Konzerns um rund 80 Milliarden Euro steigerte.
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KI-Server legen um das Siebenfache zu
Die Infrastructure Solutions Group (ISG) erwies sich als Wachstumsmotor Nummer eins. Mit einem Rekordumsatz von 29 Milliarden Euro legte die Sparte um 181 Prozent zu. Besonders spektakulär: Die Erlöse mit KI-optimierten Servern schnellten auf 16,1 Milliarden Euro nach oben – ein Plus von 757 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Doch nicht nur die KI-Sparte brummt. Auch traditionelle Server legten um 92 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zu. Das Speichergeschäft wuchs immerhin um acht Prozent auf 4,3 Milliarden Euro.
Die Nachfrage nach KI-Lösungen scheint ungebrochen. Dell verbuchte im Quartal Aufträge über 24,4 Milliarden Euro in diesem Bereich. Der gesamte Auftragsbestand für KI-Produkte beläuft sich inzwischen auf 51,3 Milliarden Euro. Mehr als 5.000 Kunden setzen auf Dells KI-Infrastruktur – darunter namhafte Unternehmen wie CoreWeave, Honeywell und Samsung.
Deutlich angehobene Prognose
Aufgrund der starken Zahlen hob Dell seine Jahresprognose kräftig an. Statt der bisher erwarteten 138 bis 142 Milliarden Euro rechnet der Konzern nun mit einem Gesamtumsatz zwischen 165 und 169 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2027. Allein die KI-Erlöse sollen auf 60 Milliarden Euro klettern – zehn Milliarden mehr als zuvor prognostiziert.
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Für das laufende zweite Quartal stellt Dell Erlöse von 44 bis 45 Milliarden Euro in Aussicht. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll bei rund 4,80 Euro liegen. Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten nun 17,90 Euro pro Aktie – ein deutlicher Sprung gegenüber der früheren Prognose von 12,90 Euro.
Die Analystenhäuser Evercore ISI, JPMorgan und Loop Capital reagierten prompt: Sie erhöhten ihre Kursziele für die Dell-Aktie, einige Schätzungen reichen bis zu 550 Euro.
Milliarden-Deal mit dem Pentagon
Dell expandiert zudem im öffentlichen Sektor. Der Konzern sicherte sich einen 9,7 Milliarden Euro schweren Fünf-Jahres-Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium zur Bereitstellung von Microsoft-365-Diensten. Der Deal unterstreicht Dells wachsende Rolle bei großen digitalen Infrastrukturprojekten des Bundes.
Auch das PC-Geschäft (Client Solutions Group) entwickelte sich positiv: Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Die Erlöse mit gewerblichen Kunden erreichten mit 13 Milliarden Euro einen neuen Rekord, während Privatkunden 1,6 Milliarden Euro beisteuerten.
Konzernchef Michael Dell betonte, dass neue Entwicklungen wie agentische KI zusätzliche Nachfrage über das gesamte Portfolio hinweg generieren. Das Wachstum kommt trotz Gegenwind: Erst im Januar hatte Dell aufgrund globaler Engpässe bei Speicherkomponenten die Preise erhöht. Unterm Strich steht ein Nettogewinn von 3,44 Milliarden Euro – ein Plus von 256 Prozent. Der operative Cashflow erreichte mit 4,1 Milliarden Euro ebenfalls einen Rekordwert.

