Dell meldet Rekordumsatz: 47 Mrd. Dollar durch KI-Server

Dell Technologies meldet 47 Milliarden US-Dollar Umsatz und hebt die FY27-Prognose an, während Speicherchip-Engpässe die Lieferkette belasten.

Dell Technologies hat für sein zweites Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2027, das am 31. Juli endete, einen Rekordumsatz von 47 Milliarden US-Dollar gemeldet – ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Wie das Unternehmen berichtete, stieg das Nettoeinkommen auf 4,13 Milliarden US-Dollar und damit um 255 Prozent. Der Gewinn je Aktie nach GAAP lag bei 6,34 US-Dollar, auf non-GAAP-Basis bei 7,04 US-Dollar.

KI-Server als zentraler Wachstumstreiber

Maßgeblich für die starken Zahlen war laut Dell das Geschäft mit KI-Servern. Der entsprechende Umsatz verdoppelte sich im Berichtsquartal auf 16,4 Milliarden US-Dollar.

Noch deutlicher fällt der Blick auf die Auftragslage aus: Der Auftragseingang für KI-Server erreichte im Quartal 60,9 Milliarden US-Dollar, der Backlog liegt bei 95 Milliarden US-Dollar. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten summierten sich die KI-Server-Aufträge Berichten zufolge auf mehr als 130 Milliarden US-Dollar.

Die Infrastructure Solutions Group (ISG), zu der das Server- und Speichergeschäft zählt, verzeichnete einen Umsatz von 31,8 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 89 Prozent. Innerhalb dieses Segments legte das traditionelle Servergeschäft um 122 Prozent zu, das Storage-Geschäft um 26 Prozent. Die Client Solutions Group (CSG), die PCs und Notebooks umfasst, kam auf einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 20 Prozent.

Angehobene Prognose und Kursreaktion

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Für das laufende dritte Quartal stellt Dell einen Umsatz von 49 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 6,50 US-Dollar in Aussicht. Deutlich stärker fällt die Anpassung der Jahresprognose aus: Dell hob seine Erwartung für das Gesamtjahr FY27 auf 192 Milliarden US-Dollar an, ein Plus von 69 Prozent beziehungsweise 25 Milliarden US-Dollar gegenüber der bisherigen Schätzung.

Beim KI-Server-Umsatz rechnet das Unternehmen nun mit einer Verdreifachung auf 74 Milliarden US-Dollar, nachdem zuvor lediglich eine Verdopplung in Aussicht gestellt worden war. Der prognostizierte Jahresgewinn je Aktie wurde von 17,90 auf 25,50 US-Dollar angehoben. Zudem kündigte Dell eine Dividende von 0,63 US-Dollar an.

Die Finanzmärkte reagierten unmittelbar: Die Dell-Aktie legte nachbörslich um 7 bis 9 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Prognose nach oben korrigiert hatte.

Engpässe bei Speicherchips

Trotz der positiven Geschäftsentwicklung verwies Dell auch auf Herausforderungen in der Lieferkette. Demnach kommt es zu Engpässen bei DRAM- und NAND-Speicherchips, die für den Bau von Servern und Speichersystemen benötigt werden. Vor dem Hintergrund der insgesamt wachsenden Bedeutung von KI-Workloads für Rechenzentren wird erwartet, dass der KI-Anteil an der gesamten Rechenzentrumsnachfrage bis zum Jahr 2030 auf 75 Prozent steigen könnte.

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Die Zahlen von Dell reihen sich in einen breiteren Trend der Branche ein: Auch andere große Hardware- und Chiphersteller melden aktuell stark steigende Umsätze im Zusammenhang mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren, was den anhaltenden Investitionsschub in diesem Bereich unterstreicht.