Dell Pro Rugged 13 Extreme: Neuer Laptop hält Stürzen aus 1,8 Metern stand

Die neuen Dell-Laptops kombinieren Militärstandard-Schutz mit Intel-Core-Ultra-Prozessoren; Bestellungen sollen noch im Oktober möglich sein.

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Dell hat die neuen Laptops Pro Rugged 13 Extreme und Pro Rugged 14 vorgestellt. Die beiden Geräte richten sich an Nutzer, die unter extremen Außenbedingungen arbeiten, und ersetzen das bisherige Latitude-Extreme-Branding des Herstellers.

Robustheit nach Militärstandard

Beide Modelle sind nach MIL-STD-810H zertifiziert und damit gegen Schlagregen, Sand, Vibration, Feuchtigkeit, Salznebel, Höhenbelastung und Temperaturschocks geschützt.

Zusätzlich erfüllen sie MIL-STD-461G und sind für explosionsgefährdete Bereiche der Klasse 1, Division 2 (HazLoc C1D2) geeignet. Der Betriebstemperaturbereich reicht von -29 °C bis 63 °C, ein Kaltstart im Akkubetrieb ist laut Dell bis -20 °C möglich.

Beim Pro Rugged 13 Extreme handelt es sich um ein vollrobustes Gerät mit Schutzklasse IP66 gegen Staub und Hochdruckwasserstrahlen sowie Sturzschutz bis 1,8 Meter. Es wird als kleinster vollrobuster 13-Zoll-AI-PC beworben. Das 13,3-Zoll-Touch-Display löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf, erreicht bis zu 1.400 Nits Helligkeit, ist entspiegelt und mit Gorilla Glass 5 geschützt. Das Gewicht beginnt bei 2,41 Kilogramm, die Dicke liegt bei 36,5 Millimetern ohne beziehungsweise 43,5 Millimetern mit Schutzpuffern.

Der Pro Rugged 14 ist semi-robust ausgelegt, bietet Schutzklasse IP53 und übersteht Stürze aus rund 0,91 Metern. Das Gewicht startet bei 2,13 Kilogramm, die Dicke beträgt 33,6 Millimeter. Das 14-Zoll-Display im 16:10-Format löst mit 1.920 x 1.200 Pixeln auf und ist je nach Variante als 400-Nit-Non-Touch- oder 1.100-Nit-Touch-Version mit Handschuh- und Nassbedienung erhältlich. Beide Geräte unterstützen zudem Multitouch-Bedienung mit Handschuhen und bei Nässe.

Technische Ausstattung

Angetrieben werden beide Modelle von Intel-Prozessoren der Core-Ultra-Serie 3 (Panther Lake). Der Pro Rugged 13 Extreme ist mit Core Ultra 5 335, Core Ultra 5 338H mit Intel-Arc-B370-Grafik oder Core Ultra X7 368H mit Arc-B390-Grafik erhältlich, jeweils mit vPro.

Der Arbeitsspeicher reicht von 16 bis 64 Gigabyte verlötetem LPDDR5X-Speicher mit bis zu 8.533 MT/s bei den stärkeren CPUs. Die SSD-Kapazität liegt zwischen 512 Gigabyte und 2 Terabyte und ist selbstverschlüsselnd sowie austauschbar.

Der Pro Rugged 14 bietet ähnliche Prozessoroptionen von Core Ultra 5 335 vPro bis Core Ultra 7 366H vPro mit bis zu 16 Kernen, 4,8 Gigahertz Taktfrequenz und einer NPU-Leistung von bis zu 50 TOPS.

Optional ist hier zusätzlich eine Nvidia RTX Pro 500 Blackwell mit 6 Gigabyte GDDR7-Speicher verfügbar, allerdings nur in Kombination mit dem Core Ultra 7 366H vPro. Der Arbeitsspeicher basiert auf LPCAMM2-Modulen mit 16 bis 64 Gigabyte und bis zu 8.533 MT/s.

Beide Laptops verfügen über einen 53,5-Wh-Akku mit der Möglichkeit, bis zu zwei Akkus im laufenden Betrieb zu wechseln. Konnektivität bieten Wi-Fi 7, optional ein privates 5G-Modul auf Basis des Snapdragon X72, GNSS sowie Quad-RF-Pass-Through. Der Pro Rugged 14 unterstützt zudem Quad-Passthrough-Docking.

Anschlussseitig stehen beim Pro Rugged 13 Extreme Thunderbolt 4, USB-A, HDMI 2.1, Gigabit-Ethernet, ein serieller Port, microSD sowie ein konfigurierbarer Erweiterungsschacht mit zusätzlichem USB-A-, seriellem oder 2,5-Gbit-Ethernet-Anschluss sowie Fischer-Steckverbinder zur Verfügung.

Sicherheit und Zielgruppen

Zur Sicherheitsausstattung beider Modelle zählen TPM 2.0, Smartcard- und Fingerabdrucksensoren, Infrarotkamera sowie quantenresistente Schutzfunktionen. Zur Verwaltung setzt Dell auf die eigene Command Suite in Kombination mit Microsoft Intune. Optional ist eine 5-MP-RGB+IR-Kamera erhältlich, zudem kommt das Rugged Control Center zum Einsatz.

Dell adressiert mit der neuen Serie vor allem Außendienst- und Feldeinsätze in Behörden, öffentlicher Sicherheit, Fertigung, Öl- und Gasindustrie, Transportwesen und Versorgungsbetrieben.

Preise und Verfügbarkeit

Konkrete Preise und ein genauer Verfügbarkeitstermin wurden bei der Vorstellung nicht genannt. Laut Dell sollen die Geräte noch im laufenden Monat über das Unternehmen selbst sowie autorisierte Partner bestellbar sein, wobei die Preise konfigurationsabhängig im Enterprise-Segment liegen. Zum Vergleich: Der Vorgänger Latitude 7330 Rugged Extreme kostete konfiguriert ab rund 3.500 US-Dollar.