Dell Q1 2027: KI-Server-Umsatz explodiert um 757 Prozent

Dell verzeichnet dank enormer KI-Nachfrage ein Rekordquartal mit massivem Umsatz- und Gewinnsprung. Der Auftragsbestand für KI-Server erreicht neue Höchststände.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg der Umsatz auf umgerechnet rund 40 Milliarden Euro – ein Plus von 88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Haupttreiber ist die enorme Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.

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Rekordquartal dank KI-Server

Das Infrastructure Solutions Group (ISG) genannte Geschäftsfeld entwickelte sich zum Wachstumsmotor schlechthin. Mit einem Umsatz von rund 26,5 Milliarden Euro legte die Sparte um 181 Prozent zu. Besonders spektakulär: Die Erlöse mit KI-optimierten Servern schossen um 757 Prozent auf knapp 14,7 Milliarden Euro in die Höhe. Auch traditionelle Server und Netzwerktechnik legten um 92 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Euro zu.

Das PC-Geschäft (Client Solutions Group) trug mit rund 13,3 Milliarden Euro zum Erfolg bei – ein Plus von 17 Prozent. Der gewinnträchtige Geschäftskundenbereich machte davon mit rund 11,8 Milliarden Euro den Löwenanteil aus.

Der Nettogewinn des Konzerns stieg von knapp 900 Millionen auf rund 3,1 Milliarden Euro. Der operative Cashflow belief sich auf rund 3,7 Milliarden Euro.

Auftragsbestand auf Rekordniveau

Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur ist schier unersättlich. Der Auftragsbestand für KI-Server erreichte umgerechnet rund 46,7 Milliarden Euro. Allein im vergangenen Quartal gingen neue Bestellungen im Wert von rund 22,2 Milliarden Euro ein. Die Zahl der KI-Kunden wuchs innerhalb von sechs Monaten um 50 Prozent auf über 5.000.

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Neben großen Cloud-Anbietern und Rechenzentrumsbetreibern zählt auch das US-Verteidigungsministerium zu den Kunden. Ein kürzlich abgeschlossener Auftrag mit dem Pentagon hat ein Volumen von rund 8,8 Milliarden Euro.

Lieferkettenprobleme trotz Rekordwachstum

Angesichts des fulminanten Starts hob Dell die Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027 deutlich an: Statt der bisher erwarteten rund 130 Milliarden Euro rechnet der Konzern nun mit 150 bis 154 Milliarden Euro. Die Prognose für KI-Server-Einnahmen wurde auf rund 54,6 Milliarden Euro nach oben korrigiert. Für das zweite Quartal erwartet Dell Erlöse zwischen 40 und 41 Milliarden Euro – ein Plus von 49 Prozent.

Doch das Wachstum hat seinen Preis. COO Jeff Clarke spricht von Herausforderungen in den Lieferketten. Komponenten wie DRAM, NAND, Prozessoren und Festplatten sind knapp. Besonders Speicher und Arbeitsspeicher bleiben ein Engpass. Dell habe die Preise angepasst, um gestiegenen Komponentenkosten und Inflationsdruck Rechnung zu tragen.

Dell profitiert vom Wettrüsten der Tech-Giganten

Branchenbeobachter sehen Dell als einen der großen Gewinner des aktuellen KI-Booms. Die großen Technologiekonzerne wie Alphabet und Amazon investieren gemeinsam hunderte Milliarden in KI-Fähigkeiten. Dell hat sich mit seinem frühen Fokus auf KI-optimierte Server eine Spitzenposition gesichert. Zwar konkurriert das Unternehmen mit HP und Lenovo, doch der Vorsprung bei KI-Infrastruktur scheint derzeit uneinholbar.

Die Börse honorierte die Entwicklung: Nach der Bekanntgabe der Zahlen stieg die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 39 Prozent auf über 400 Euro.