Der IT-Konzern Dell vereint seine Steuerungssoftware für Monitore und Zubehör in einer zentralen Anwendung. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen von der KI-Infrastruktur-Nachfrage massiv profitiert.
Der Dell Display and Peripheral Manager (DDPM) fungiert künftig als Schaltzentrale für eine breite Palette an Hardware – von Monitoren über Tastaturen und Mäuse bis hin zu Webcams und Docking-Stationen. Die Anwendung ist für Windows 10 und 11 verfügbar, sowohl für x64- als auch für ARM-Architekturen.
Einheitliche Steuerung für Bildschirme und Eingabegeräte
Nutzer können über die Software Bildschirmeinstellungen anpassen und Peripheriegeräte konfigurieren. Zu den wichtigsten Funktionen zählen Easy Arrange für die Fensterverwaltung sowie KVM-Unterstützung sowohl per USB als auch netzwerkbasiert. Voraussetzung für die Monitorsteuerung ist die DDC/CI-Unterstützung der angeschlossenen Dell-Bildschirme. Firmware-Updates lassen sich ebenfalls über die Anwendung einspielen.
Im Workstation-Bereich hat Dell kürzlich die Pro Precision 7 R1 vorgestellt – eine 1U-Rack-Workstation. Sie kommt mit Intel Core Ultra Series 2 Prozessoren und unterstützt Nvidia RTX PRO Blackwell GPUs mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 300 Watt. Bis zu 128 GB DDR5-ECC-Arbeitsspeicher und Speicherkapazitäten von 64 TB machen die Maschine für anspruchsvolle Profi-Workloads tauglich.
Für den Kleinunternehmensmarkt hat der Hersteller seine Pro 5 und Pro 3 Laptop-Serien erweitert. Die Geräte werden als „KI-bereit“ vermarktet, integrieren Microsoft Copilot+ und setzen auf Prozessoren der Intel Core- und AMD Ryzen AI-Familien.
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KI-Boom treibt Umsätze in schwindelerregende Höhen
Die Ausweitung des Peripherie-Ökosystems fällt in eine Phase rasanten Wachstums. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 meldete Dell einen Umsatz von 43,8 Milliarden Euro – ein Plus von 88 Prozent. Haupttreiber ist die explosionsartig gestiegene Nachfrage nach KI-Servern. Die KI-bezogenen Erlöse legten im Jahresvergleich um mehr als 700 Prozent zu.
Die Auftragseingänge im KI-Bereich erreichten im ersten Quartal 24,4 Milliarden Euro, allein die KI-Server-Umsätze beliefen sich auf 16,1 Milliarden Euro. Analysten sehen Dell angesichts eines erheblichen Auftragsstaus im KI-Server-Markt hervorragend positioniert. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2027 wurden auf 60 Milliarden Euro nach oben korrigiert. Zu den strategischen Partnern für KI-Infrastruktur zählen unter anderem NVIDIA, Google, OpenAI, Palantir und ServiceNow.
Sicherheitsupdates und Stabilitätskorrekturen
Das Dell-Ökosystem hat zudem frische Updates für Cloud- und Bereitstellungstools erhalten. Am 14. Juli 2026 wurde VMware Cloud Foundation 5.2.4 für Dell VxRail 8.0.390 veröffentlicht – mit Sicherheitsfixes und OAuth-basierter Authentifizierung.
Auch Microsoft hat nachgebessert: Das Juli-2026-Patch-Tuesday-Update KB5101650 beseitigte einen kritischen Fehler in Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2. Ein Systemfile für Standortdaten-Abfragen war auf bis zu 500 GB angewachsen – nach dem Neustart schrumpft es nun wieder auf normale Größe von wenigen Megabyte.
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In einem weiteren Schritt deaktivierten Microsoft und LG gemeinsam unerwünschte McAfee-Pop-up-Werbung, die über Windows Update automatisch auf mehreren LG-Monitormodellen installiert worden war. Nutzer, die solche automatischen Installationen von geräteassoziierten Anwendungen künftig verhindern wollen, können dies über die Windows-Gruppenrichtlinien steuern.

