Die US-Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsbehörde (USCIS) bereitet ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Steuerung ihrer digitalen Infrastruktur vor.
Im Rahmen des geplanten PAGES-Vertrags beabsichtigt die Behörde, mehr als 100 Millionen US-Dollar für die Governance führender Cloud- und Automatisierungslösungen bereitzustellen. Das Vorhaben unterstreicht den wachsenden Bedarf an standardisierten Management-Strukturen für komplexe Software-Ökosysteme in großen Organisationen.
Strategische Steuerung von Cloud-Ökosystemen
Der PAGES-Vertrag zielt nach Behördenangaben auf die Governance zentraler Plattformen wie Salesforce, ServiceNow, Microsoft 365 und UiPath ab. Der Zeitplan sieht eine formelle Ausschreibung für den 3. Mai 2027 vor, während die Vergabe des Auftrags für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2028 geplant ist. Das Projekt, das am Standort Camp Springs im Bundesstaat Maryland angesiedelt sein wird, soll bis zum 31. August 2032 abgeschlossen sein.
Parallel dazu investieren auch andere Regierungsstellen massiv in die Modernisierung ihrer Software-Architekturen. Die britische Steuerbehörde HMRC hat Mitte August 2026 drei Verträge für Low-Code-Dienste mit einem Gesamtwert von bis zu 657 Millionen Britischen Pfund vergeben.
Hierbei entfallen 78 Millionen Britische Pfund auf Atos für Führungsaufgaben, während Cognizant mit 360 Millionen Britischen Pfund und Coforge mit 219 Millionen Britischen Pfund für den Aufbau und die Konfiguration zuständig sind.
Transformation veralteter Systeme und ERP-Modernisierung
Die Notwendigkeit für solche Investitionen zeigt sich auch bei der Defense Logistics Agency (DLA), die seit Juni 2026 ein zentrales Katalogsystem von einer 35 Jahre alten COBOL-Struktur auf ein modernes ERP-System migriert. CIO Adarryl Roberts verwies in diesem Zusammenhang auf die Vorteile der Automatisierung manueller Prozesse und einer schnelleren Datenverarbeitung. Dieser Schritt ist Teil einer langfristigen IT-Strategie der Behörde.
Auch im Bildungssektor wird die Skalierbarkeit durch standardisierte Software vorangetrieben. Die Singapore Management University (SMU) konnte nach der Transformation ihrer ERP-Landschaft auf SAP S/4HANA, SuccessFactors und Ariba Anfang 2026 eine Mitarbeiter-Adoption von 83 Prozent verzeichnen.
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Mit der Synchronisation von 4.700 Bestellungen und der Einbindung von 10.000 Lieferanten strebt die Universität eine Verkürzung der Beschaffungszyklen sowie der Monatsabschlüsse um jeweils 20 bis 30 Prozent an.
Effizienzsteigerung durch Automatisierung und KI
Die Branche verzeichnet zudem deutliche Fortschritte bei der operativen Effizienz durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen AMD gab im Juni 2026 bekannt, seine Produktivität durch KI-Einsatz um 30 Prozent gesteigert zu haben.
Zu Beginn des Jahres stammten bereits 20 Prozent des Codes von KI-Systemen, wobei das langfristige Ziel bei 50 Prozent liegt. Ähnliche Entwicklungen meldete Zalando, wo ein Bot mittlerweile 33 Prozent der Pull-Requests automatisch genehmigt und so die Durchlaufzeiten um 20 bis 40 Prozent reduziert.
Im Bereich der Infrastruktur haben Cisco und Quali am 17. August 2026 eine neue Lösung zur Automatisierung von Deployments vorgestellt. Diese soll es ermöglichen, Infrastrukturen innerhalb von Stunden statt der bisher üblichen sechs bis zwölf Wochen bereitzustellen.
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Ergänzend dazu bietet Planit seit kurzem Test Automation as a Service (TAaaS) an, womit Kunden nach Unternehmensangaben innerhalb von zwei Monaten bis zu 100.000 US-Dollar einsparen konnten, während der Aufwand für Regressionstests um 80 Prozent sank.
Standardisierung als Rahmen für Skalierbarkeit
Um die steigende Komplexität zu beherrschen, setzen Unternehmen verstärkt auf Frameworks zur Fehlervermeidung. Hexaware führte am 17. August 2026 das Modell „Zero Friction Enterprise“ ein. Laut CEO R. Srikrishna zielt das Framework darauf ab, technische Schulden, Sicherheitslücken und Rückstände in der Softwareentwicklung systematisch zu eliminieren.
Gleichzeitig werden technische Standards weiter gefestigt. Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) gab die Graduierung des Projekts Kubeflow bekannt, das den maschinellen Lernzyklus auf Kubernetes-Infrastrukturen organisiert. Mit mehr als 260 Millionen Downloads und über 6.600 Mitwirkenden hat sich das Projekt als Industriestandard etabliert, der von Unternehmen wie Bloomberg, NVIDIA und Spotify genutzt wird.

