Der japanische Softwareentwickler NeoJapan hat die Version 9.7 seiner Groupware-Plattform desknet’s NEO herausgebracht. Das Update erweitert den optionalen KI-Assistenten des Systems um neue Werkzeuge und Agentenfunktionen, wie aus einem Bericht des Fachmagazins ascii.jp hervorgeht.
Nutzer erhalten damit neben der klassischen Frage-und-Antwort-Funktion im Chat auch operative Unterstützung bei Aufgaben wie der Erstellung von Bildinhalten, der Analyse von Tabellenkalkulationen in Excel sowie der automatisierten Erstellung von PowerPoint-Präsentationen.
Auswahl führender Sprachmodelle und interne Datenverknüpfung
Ein zentrales Merkmal der überarbeiteten Plattform ist die flexible Einbindung externer Basistechnologien. Unternehmen können innerhalb des KI-Assistenten zwischen verschiedenen Modellen wählen. Unterstützt werden ChatGPT, Claude und Gemini, jeweils in den neuesten Modellvarianten. Organisationen haben dabei die Wahl, je nach Anwendungsfall auf rechenstarke High-End-Varianten oder ressourcenschonende Lightweight-Ausführungen zurückzugreifen.
Um unternehmensspezifische Informationen verlässlich einzubinden, nutzt das System sogenannte Retrieval-Augmented-Generation-Funktionen (RAG). Diese greifen gezielt auf bestehende Inhalte innerhalb der Plattform zurück.
Der Assistent referenziert dabei Dokumente aus der integrierten Dokumentenverwaltung sowie Datensätze aus No-Code-Anwendungen der Datenbanklösung AppSuite. Auf diese Weise können Antworten auf der Grundlage organisationsinterner Datenbestände generiert werden.
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Ursprung in universitärer Forschung und Datenschutz
Die KI-Integration in desknet’s NEO besteht bereits seit der Einführung der Version 9.5 im September 2025. Technologisch basiert sie auf der Anwendung „neoAI Chat for desknet’s“, die von neoAI entwickelt wurde, einem Spin-off des Matsuo-Labors der Universität Tokio.
Besonderes Gewicht liegt auf dem betrieblichen Datenschutz. Die von Mitarbeitern getätigten Eingaben werden nach Herstellerangaben nicht für das Training der zugrundeliegenden Modelle verwendet. Zudem stehen für den Betrieb unterschiedliche Bereitstellungsmodelle bereit: Unternehmen können das System im eigenen Tenant, in Microsoft Azure oder als On-Premise-Installation in der eigenen Infrastruktur implementieren.
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Administrative Steuerung und Preisstruktur
Für Systemadministratoren hält die Version 9.7 detaillierte Kontroll- und Überwachungswerkzeuge bereit. Die Nutzung lässt sich auf Ebene einzelner Assistenten, Abteilungen oder einzelner Anwender nachvollziehen. Zudem kann der Zugriff auf spezifische Sprachmodelle granular gesteuert und reglementiert werden.
Die Kosten für den optionalen Assistenten beginnen bei 300.000 Yen ohne Steuern pro Monat und Organisation. Dieses Preismodell gilt unabhängig von der Gesamtzahl der Anwender im Unternehmen und beinhaltet ein festes Kontingent an Token, das laut NeoJapan für etwa 50 Nutzer pro Monat ausreicht. Fallen zusätzliche Abfragen an, werden diese über nutzungsabhängige Zusatzkosten abgerechnet.
Die Groupware desknet’s NEO zählt zu den etablierten Produktivitätslösungen im japanischen Unternehmensmarkt und verzeichnete nach Herstellerangaben mit Stand März 2026 insgesamt 5,4 Millionen kumulierte Nutzer.

