Gleich mehrere große Anbieter haben in diesen Tagen umfassende Updates ihrer Plattformen veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Künstliche Intelligenz, verbesserte Sicherheitsprotokolle und erweiterte Betriebssystem-Unterstützung. Die Entwicklungen kommen zu einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend nach autonomen und sicheren Lösungen für ihre verteilten Belegschaften suchen.
AnyDesk schließt Sicherheitslücken
AnyDesk hat am 22. Juli Version 9.7.11 veröffentlicht. Das Update führt eine neue Funktion ein, mit der sich Meetings pausieren lassen. Zudem wurden technische Probleme behoben, die nach Netzwerkausfällen beim erneuten Aktivieren von Webcams und der Audiowiedergabe auftraten.
Die Aktualisierung folgt auf Sicherheitsvorfälle aus dem Juni 2026. Damals hatten Forscher eine Schwachstelle in PAN-OS GlobalProtect (CVE-2026-0257, CVSS 7.8) identifiziert, die von Angreifern ausgenutzt wurde, um Qilin-Ransomware einzuschleusen. Die Täter nutzten dabei unter anderem AnyDesk, Ngrok und LogMeIn, um in kompromittierten Umgebungen präsent zu bleiben.
Leostream setzt auf Passwortlosigkeit
Einen Tag zuvor, am 21. Juli, veröffentlichte die Leostream Corporation ihr Plattform-Update 26.1. Die neue Version führt passwortloses Single Sign-On (SSO) für DCV und den DCV Connection Gateway ein. Hinzu kommt die Unterstützung von IPv6.
Auch administrativ gibt es Neuerungen: Active Directory Domain Joins sind nun für Linux-VMs möglich, ebenso die Unterstützung für Proxmox Centers. Das Update integriert zudem REST-APIs, AWS-Hibernation-Unterstützung und OIDC-Authentifizierung.
N-able erweitert N-zo-Plattform
Ebenfalls am 21. Juli kündigte N-able neue Funktionen für seine N-zo-Plattform an. Dazu gehören ein Patch-Experte für Linux und macOS, CSV-Export-Funktionen sowie die Unterstützung von bis zu 10.000 Assets. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für August 2026 geplant – dann sollen auch neue Neustart-Aktionen hinzukommen.
KI erobert den IT-Service-Desk
Die Rolle Künstlicher Intelligenz im IT-Service-Management hat mit der allgemeinen Verfügbarkeit von Dex einen großen Sprung gemacht. Der autonome KI-IT-Ingenieur von SysAid ist seit dem 1. Juli verfügbar. Das Tool kann in Umgebungen wie Microsoft 365, Google Workspace und Okta eigenständig bis zu 90 Prozent aller Tickets lösen.
Der Preis liegt bei 1,80 Euro pro gelöstem Ticket (umgerechnet 1,99 US-Dollar). Neukunden erhalten zudem Startguthaben.
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BoldDesk AI 2.0: Spezialisierte KI-Agenten
Syncfusion brachte am 21. Juli BoldDesk AI 2.0 auf den Markt. Die aktualisierte Plattform bietet spezialisierte Agenten für Tickets, E-Mails und einen Copiloten. Besonders hervorzuheben ist der MCP-Server, der die Integration externer KI-Tools wie Claude, ChatGPT, Gemini und GitHub Copilot ermöglicht.
Die Plattform steht in mehreren Kategorien der SaaS Awards als Finalist. Für Nutzer, die von anderen Helpdesk-Anbietern wechseln möchten, gibt es Migrationsservices.
Ctrldesk: Adaptive Plattform mit KI-Studio
Im Projektmanagement-Segment hat Ctrldesk am 21. Juli eine adaptive Plattform gelauncht. Der Dienst bietet branchenspezifische Vorlagen und ein KI-Content-Studio. Eine Basisversion ist kostenlos verfügbar, die professionelle Variante kostet ab 15 Euro pro Monat und enthält Kapazitätsplanung sowie Qualitätskontroll-Tools.
Microsoft patcht Azure DevOps Server
Auch bei den Verwaltungstools für Cloud- und Server-Umgebungen gab es Neuigkeiten. Microsoft veröffentlichte am 21. Juli Patches für den Azure DevOps Server – sowohl für die aktuelle Version als auch für das Release 2022.2.
Während Microsoft seine Server-Tools patcht, rücken auch für Endnutzer neue Windows-Builds mit verbesserten Funktionen in den Fokus. Damit Ihr System bei Updates oder Notfällen stets einsatzbereit bleibt, hilft ein bootfähiger USB-Stick, den Sie mit dieser Gratis-Anleitung einfach selbst erstellen können. Kostenlosen Ratgeber für Windows 11 Boot-Stick sichern
Parallel dazu wurde Windows 11 Build 28000.2597 an den Preview-Kanal ausgeliefert. Die neue Version bringt eine schrittweise Einführung einer leiseren Widgets-Oberfläche, eine verbesserte Datei-Explorer-Stabilität und die Möglichkeit, Windows-Updates für bis zu 35 Tage zu pausieren.
Promevo verbessert gPanel
Promevo aktualisierte am 21. Juli seine gPanel-Plattform. Die Regel-Engine wurde um neue Trigger und Funktionen zur Auswirkungsabschätzung erweitert. Zudem integriert das Update Drive Labels mit einem zentralen Manager, der eine bessere Transparenz und Warnungen bei der Freigabe sensibler Daten bietet.
Rückblick: Frühere Updates seit Mai
Die aktuellen Neuerungen bauen auf früheren Veröffentlichungen auf. Bereits seit dem 6. Mai hat Omnissa die Workspace-ONE-UEM-Verwaltung auf Windows Server 2016, 2019 und 2022 ausgeweitet. Über einen Intelligent Hub Agent lassen sich diese Systeme nun patchen und inventarisieren.
Seit dem 28. Februar erhalten Sophos-ZTNA-Kunden automatisch Zugriff auf Sophos Workspace Protection. Dazu gehört ein geschützter Browser für den sicheren Zugriff auf SaaS-Anwendungen sowie eine Erkennung von Schatten-IT.

