Eine vermeintliche Warnung vor gefälschten DHL-Benachrichtigungskarten entpuppt sich als Falschmeldung. Die viral geteilten Bilder zeigen in den meisten Fällen echte Karten. Experten geben Entwarnung, mahnen aber zu genereller Vorsicht.
Seit Mitte der Woche verbreitete sich die Warnung wie ein Lauffeuer über WhatsApp und soziale Netzwerke. Nutzer teilten panisch das Foto einer gelben DHL-Karte. Der begleitende Text behauptete, Kriminelle würden diese Zettel in Briefkästen werfen. Das Scannen des QR-Codes führe angeblich sofort zur Übernahme des Smartphones.
Faktenchecker bringen Klarheit
Recherchen von Plattformen wie Mimikama und Analysen der Polizei zeigen nun: Die Panik ist unbegründet. Das als „Beweis“ geteilte Bild zeigt meist eine legitime Benachrichtigungskarte. Lokale Medien wie Radio WMW berichten, dass in vielen betroffenen Regionen keine konkreten Anzeigen zu dieser angeblichen Masche vorlagen.
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Sogar einige Polizeibehörden waren zunächst auf den Zug aufgesprungen und hatten präventiv gewarnt. Nach eingehender Prüfung korrigierten sie ihre Einschätzung. Die kursierenden Fotos zeigten authentische Dokumente, so Sprecher aus Rheinland und Westfalen.
IT-Experten stellen zudem die technische Behauptung klar: Ein QR-Code allein kann kein Smartphone hacken. Dazu sind weitere Interaktionen nötig, wie das Herunterladen einer App oder die Eingabe von Passwörtern.
„Quishing“ ist dennoch eine reale Gefahr
Trotz der Entwarnung bei diesem speziellen Fall ist die zugrundeliegende Angst nicht völlig unbegründet. Das Phänomen „Quishing“ – eine Kombination aus QR-Code und Phishing – existiert wirklich. Kriminelle nutzen es jedoch anders:
* Sie überkleben echte Codes an Parkscheinautomaten oder Ladesäulen.
* Sie verschicken gefälschte Briefe von Banken oder Behörden mit betrügerischen Codes.
Der entscheidende Unterschied: Diese gefälschten Codes leiten auf nachgebaute Login-Seiten. Echte DHL-Codes führen hingegen immer auf die offizielle Webseite des Unternehmens.
So erkennen Sie echte Benachrichtigungen
Verbraucherschützer raten zu diesen einfachen Checks:
* Offizielle App nutzen: Scannen Sie den Code mit der „Post & DHL App“. Sie erkennt sofort, ob es sich um eine echte Sendungsnummer handelt.
* Ziel-URL prüfen: Beim Scannen mit der Handykamera erscheint der Link. Echte DHL-Links beginnen mit dhl.de oder deutschepost.de. Kryptische Kurz-URLs sind alarmierend.
* Keine Zahlungen: Eine echte Karte fordert niemals zur Eingabe von Bankdaten auf, etwa für eine angebliche „Zustellgebühr“.
Digitale Kompetenz bleibt der beste Schutz
Der Vorfall zeigt, wie schnell sich ungeprüfte Warnungen im digitalen Raum verselbstständigen. Die gut gemeinte Absicht, andere zu schützen, spielt Desinformation in die Hände.
Für DHL bedeutet die Verunsicherung praktische Probleme: Ignorieren Kunden aus Angst echte Abholkarten, steigen die Rückläuferquoten. Die Branche dürfte daher langfristig noch stärker auf digitale Benachrichtigungen setzen.
Die aktuelle Entwarnung ist eine gute Nachricht. Wer heute eine gelbe Karte im Briefkasten findet, muss nicht in Panik verfallen. Ein kurzer Check über die offizielle App schafft sofort Klarheit. Die Routine des QR-Scannens sollte aber nie den kritischen Blick auf die Zieladresse ersetzen.
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