DiDi gründet Voyager Labs mit Tsinghua-Universität

DiDi Autonomous Driving und die Tsinghua-Universität starten Voyager Labs, um mit multimodalen KI-Systemen die Entwicklung von Robotaxis zu beschleunigen.

DiDi Autonomous Driving startet mit der Elite-Uni Tsinghua ein einzigartiges Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, die Entwicklung von Robotaxis der nächsten Generation massiv zu beschleunigen. Im Fokus stehen hochintegrierte KI-Systeme, die autonom wie ein Mensch fahren sollen.

Die neue Einheit Voyager Labs soll die Lücke zwischen akademischer Spitzenforschung und kommerzieller Anwendung schließen. Kernpartner ist ein Forschungsteam der renommierten Tsinghua-Universität unter Leitung von Professor Li Shengbo. Gemeinsam wollen sie multimodale Großmodelle, World Models und Reinforcement Learning vorantreiben.

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Ein neues Modell für Forschung und Praxis

Das Labor operiert nach einem innovativen Dreiklang: Eigene Betriebsstrukturen vor Ort, geteilte Ressourcen und koordinierte Forschungsprogramme. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass Grundlagenforschung direkt in ein einheitliches Ingenieurssystem fließt.

„Mit der autonomen Fahrzeugentwicklung in einer neuen, von großen KI-Modellen getriebenen Phase, ist Voyager Labs ein strategischer Schritt zu engerer Kooperation“, erklärt Zhang Bo, Mitgründer von DiDi und CEO von DiDi Autonomous Driving. Die Forscher erhalten so Zugang zu Echtwelt-Szenarien und industrieller Rechenleistung – entscheidend für die praktische Erprobung von Algorithmen.

Neben der Technologieentwicklung will die Partnerschaft auch interdisziplinäre KI-Talente ausbilden. Gemeinsame Programme sollen Experten hervorbringen, die sowohl die Theorie beherrschen als auch die praktischen Anforderungen der Branche verstehen.

Fokus auf ganzheitliche KI-Systeme

Technologisch konzentriert sich die Zusammenarbeit auf multimodale End-to-End-Systeme. Diese integrierten KI-Ansätze verarbeiten Daten verschiedener Sensoren – wie Kameras und LiDAR – auf ganzheitliche Weise, um Fahrentscheidungen zu treffen. Besonders die Erforschung von World Models gilt als Schlüssel.

Diese „Weltmodelle“ sollen dem autonomen System ermöglichen, eine interne Simulation seiner Umgebung aufzubauen. So kann es künftige Ereignisse vorhersagen und in komplexen, dynamischen Stadtszenarien effektiver planen. Reinforcement Learning soll diese Fähigkeiten kontinuierlich verfeinern.

Professor Li Shengbo betont die strategische Bedeutung des Themas: „Die Kombination aus Tsinghuas Forschungstiefe und Didis umfangreicher Erfahrung in Entwicklung und Betrieb wird die Effizienz, akademische Durchbrüche in skalierbare Lösungen zu überführen, erheblich steigern.“

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Wettlauf um die autonome Zukunft

Die Partnerschaft kommt in einem intensivierten Wettbewerb um die Führung im chinesischen autonomen Fahrzeugsektor. Durch die formale Kooperation mit einer Elite-Universität wie Tsinghua stärkt DiDi seine Innovationspipeline und seinen Talentpool – ein entscheidender Schritt, um konkurrenzfähig zu bleiben.

DiDi begann 2016 mit dem Aufbau seines autonomen Teams und gründete 2019 eine unabhängige Firma. Das Unternehmen hat inzwischen Testgenehmigungen für öffentliche Straßen in mehreren chinesischen Metropolen und in Kalifornien erhalten. Voyager Labs ist der jüngste Schritt in der Langzeitstrategie, die Entwicklung und Kommerzialisierung von Robotaxi-Diensten anzuführen.

Das Labor versteht sich auch als offene Innovationsplattform, die führende Wissenschaftler anziehen und den Fortschritt im gesamten Ökosystem der intelligenten Mobilität vorantreiben soll. Die unmittelbaren Ziele sind greifbare Durchbrüche in den Forschungsbereichen und deren Integration in bestehende und künftige Robotaxi-Flotten.