Digital Horizon: Leonardo modernisiert 50.000 Arbeitsplätze mit KI

Leonardo treibt mit Microsoft die digitale Transformation voran. Cloud-Lösungen und KI-Assistenten sollen Prozesse optimieren und die Aktie legt zu.

Der italienische Rüstungs- und Technologiekonzern Leonardo hat in Zusammenarbeit mit Microsoft Italia die Einführung einer neuen Strategie zur digitalen Modernisierung bekannt gegeben. Unter dem Namen „Digital Horizon“ startet die Gruppe eine Initiative, die darauf abzielt, die internen Prozesse grundlegend zu transformieren und die technologische Infrastruktur des Unternehmens auf einen modernen Stand zu bringen. Im Zentrum der Kooperation steht die Implementierung fortschrittlicher Cloud-Lösungen und die Integration von Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz.

Cloud-Lösungen und generative KI für 50.000 Mitarbeiter

Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist die großflächige Einführung der Microsoft 365 Cloud-Plattform. Diese Umstellung betrifft rund 50.000 Mitarbeiter des Konzerns und soll die Grundlage für eine flexiblere und effizientere Arbeitsumgebung schaffen. Neben den klassischen Büroanwendungen rückt insbesondere die generative Künstliche Intelligenz in den Fokus. Hierfür wird der KI-Assistent „Copilot“ in die Arbeitsabläufe integriert.

Durch den Einsatz dieser Technologien verfolgt Leonardo das Ziel, die interne Zusammenarbeit über verschiedene Standorte hinweg deutlich zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung des Fernarbeitens, das durch die Cloud-Infrastruktur nahtloser in den Betriebsalltag eingebunden werden soll. Die Integration von KI-Werkzeugen soll zudem dazu beitragen, komplexe Aufgabenpakete effizienter zu bearbeiten und die Innovationskraft der Belegschaft durch digitale Unterstützung zu steigern.

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Schulungskonzepte und das Netzwerk der „Digital Pioneers“

Um die technologische Umstellung nachhaltig im Unternehmen zu verankern, setzt Leonardo auf ein breit angelegtes Qualifizierungsprogramm. Die Einführung neuer Softwarelösungen wird von gezielten Schulungsmaßnahmen begleitet, die sicherstellen sollen, dass die Mitarbeiter die neuen digitalen Werkzeuge kompetent nutzen können.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist der Aufbau eines Netzwerks sogenannter „Digital Pioneers“. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Mitarbeitern, die innerhalb des Unternehmens als Multiplikatoren fungieren. Diese Vorreiter sollen den Transformationsprozess in den einzelnen Abteilungen aktiv begleiten, Wissen vermitteln und die Akzeptanz für die neuen digitalen Arbeitsweisen fördern. Damit reagiert das Unternehmen auf die Herausforderung, nicht nur die technische Infrastruktur, sondern auch die Unternehmenskultur an die Anforderungen einer digitalisierten Industrie anzupassen.

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Strategische Einordnung und Marktreaktion

Die Konzernführung sieht in der Partnerschaft mit Microsoft Italia einen entscheidenden Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit. Antonio Liotti, Chief People & Operations Officer bei Leonardo, unterstrich anlässlich des Programmstarts die Bedeutung der Initiative für die Belegschaft. Die Digitalisierung sei ein wesentlicher Hebel, um die betriebliche Effizienz zu steigern und moderne Arbeitsmodelle zu etablieren. Seitens Microsoft Italia betonte Marco Fischetto die Tragweite der Kooperation. Er verwies darauf, dass die Kombination aus Cloud-Technologie und generativer KI das Potenzial habe, die Art und Weise, wie in der Branche gearbeitet wird, nachhaltig zu verändern.

Auch am Kapitalmarkt stießen die Pläne zur digitalen Transformation auf ein positives Echo. Im Zuge der Bekanntmachung verzeichnete die Aktie von Leonardo einen Kursanstieg. Das Wertpapier legte um 1,0 % zu und notierte bei einem Stand von 53,59 EUR. Beobachter werten diesen Schritt als Signal, dass der Konzern verstärkt in seine zukunftsorientierte Ausrichtung investiert und die Potenziale der Digitalisierung systematisch erschließt.