Die EU-Kommission hat einen revolutionären Gesetzesvorschlag für den Telekommunikationsmarkt vorgelegt. Der Digital Networks Act (DNA) soll fragmentierte nationale Regelungen durch einen einheitlichen Binnenmarkt ersetzen und so Europas Infrastruktur für KI und Cloud-Dienste fit machen.
Ein Pass für ganz Europa
Kernstück des Vorschlags ist ein „Single Passport“-System. Künftig reicht eine Zulassung in einem Mitgliedstaat, um EU-weit Dienstleistungen anbieten zu können. Damit will die Kommission Bürokratie abbauen und grenzüberschreitende Investitionen fördern. Der Plan ersetzt die bisherige Richtlinie von 2018 durch eine direkt geltende Verordnung – ein klarer Schritt zu mehr Einheitlichkeit.
„Hochleistungsfähige digitale Infrastruktur ist die Voraussetzung für Europas technologische Führung“, betonte Vizepräsidentin Henna Virkkunen. Nur mit modernen Netzen könnten Startups das volle Potenzial von KI ausschöpfen und Dienste wie Telemedizin sicher funktionieren.
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Kampf um Funkfrequenzen und Abschied vom Kupfer
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reform des Funkfrequenz-Managements, der Lebensader für 5G und künftigen 6G-Mobilfunk. Längere und standardmäßig verlängerbare Lizenzen sollen Planungssicherheit schaffen. Neu ist die „Use it or share it“-Regel: Wer Frequenzen nicht nutzt, muss sie teilen. So soll Spekulation verhindert und der Zugang für kleinere Anbieter erleichtert werden.
Zugleich setzt die Kommission ein klares Enddatum für veraltete Technik: Kupfernetze sollen zwischen 2030 und 2035 abgeschaltet werden. Bis 2029 müssen die Mitgliedstaaten Pläne für den Umstieg auf Glasfaser vorlegen. Das ist nicht nur ein technisches Upgrade, sondern eine Notwendigkeit für energieeffiziente, datenintensive KI-Anwendungen.
Mehr Sicherheit und geteiltes Echo
Parallel zum DNA legte die Kommission am 21. Januar 2026 einen überarbeiteten Cybersecurity Act vor. Er zielt auf sichere Lieferketten und strengere Zertifizierungen für digitale Produkte ab. Die Botschaft ist klar: Die Infrastruktur für sensible KI-Daten muss „secure by design“ sein und unabhängig von risikobehafteten Drittstaaten-Lieferanten.
Die Industrie reagiert gespalten. Der Branchenverband Connect Europe spricht von einem „entscheidenden Moment“, mahnt aber an, der Vorschlag reiche nicht für die nötigen Milliardeninvestitionen. Es fehlten echte Deregulierung und vereinfachte Fusionsregeln. Die Europäische Notruf-Vereinigung EENA begrüßt dagegen die klareren Vorgaben für Notrufnummer 112 und stabilere Netze in Krisen.
Langer Weg bis zur Umsetzung
Nun beginnen die Verhandlungen mit EU-Parlament und Mitgliedstaaten. Der „Single Passport“ und die Frequenz-Harmonisierung dürften auf Widerstand von Ländern stoßen, die ihre regulatorische Kontrolle nicht abgeben wollen. Auch der Zeitplan für die Kupferabschaltung ist in Regionen mit geringem Glasfaserausbau umstritten.
Bei Verabschiedung könnte die Verordnung 2027 in Kraft treten. Der ambitionierte Zeitplan spiegelt die Ziele der „Digitalen Dekade“ wider, die bis 2030 flächendeckende Hochgeschwindigkeitsnetze vorsieht. Ob Europa mit dem DNA das Fundament für eine wettbewerbsfähige, KI-getriebene Wirtschaft legt, entscheidet sich in den kommenden Monaten in Brüssel.
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