Digitaler Fußabdruck: 7 Schritte der Cybersecurity Alliance schützen Ihre Daten

Die Handreichung bündelt Schutzmaßnahmen für Smartphones, Online-Konten und KI-Dienste, um die Weitergabe persönlicher Daten einzudämmen.

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Die National Cybersecurity Alliance hat eine Handreichung mit dem Titel „7 Wege zum Umgang mit dem digitalen Fußabdruck“ veröffentlicht. Wie das Portal qz.com in einem Bericht vom 6. November 2026 darlegte, benennt die Organisation darin sieben konkrete Schritte, mit denen Verbraucher ihre Spuren im Internet verringern können.

Die Organisation verweist auf die wachsende Dimension des kommerziellen Datenhandels sowie auf die anhaltenden Risiken durch Sicherheitsvorfälle bei Unternehmen.

Risiken durch Datenhandel und Sicherheitsvorfälle

Zur Begründung ihrer Initiative verweist die National Cybersecurity Alliance auf Zahlen aus der Branche. So bezifferte das Magazin TIME den Markt für Standortdaten auf ein Volumen von 12 Mrd. US-Dollar. Zudem hätten im Jahr 2022 über 1.000 Apps eine durchgehende Aufzeichnung des Standorts vorgenommen.

Meta schloss 2022 laut TIME einen Vergleich über 37,5 Mio. US-Dollar ohne Schuldeingeständnis. Im selben Jahr erfüllten Facebook und Google fast 90 % der Anfragen von Strafverfolgungsbehörden. Google nahm 2023 zwar Löschanfragen an, wie CNBC berichtete, ein entsprechendes Werkzeug für explizite Fotos stand 2023 jedoch ausschließlich US-Nutzern mit englischsprachiger Suche zur Verfügung.

Auch Datenpannen verdeutlichen das Problem: Anfang 2024 waren laut Aiken Standard potenziell 73 Mio. Personen von einem Vorfall beim US-Telekomkonzern AT&T betroffen. IBM-Zahlen zufolge benötigten Unternehmen weltweit im Jahr 2025 durchschnittlich 241 Tage, um einen Breach zu entdecken und einzudämmen.

Dass selbst vermeintlich vorsichtiges Einkaufen nicht zwingend schützt, zeigte ein Vorfall bei Canada Computers: Laut CBC News waren davon 1.284 Kunden betroffen, die als Gast ohne eigenes Konto eingekauft hatten.

Konkrete Schutzmaßnahmen auf Mobilgeräten

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Um den Datenabfluss auf Smartphones einzudämmen, empfahl das Fachmagazin Engadget mehrere Sicherheitskonfigurationen für Apple-Geräte. Nutzer sollten Vorschauen auf dem Sperrbildschirm auf die Option „Wenn entsperrt“ beschränken und den Zugriff auf das Kontrollzentrum sowie Siri im gesperrten Zustand deaktivieren.

Unter den Datenschutzeinstellungen lasse sich der Sicherheits-Check nutzen, um App-Berechtigungen zu widerrufen. Der Zugriff auf Standortdaten sollte von „Immer“ auf „Beim Verwenden“ herabgestuft und die Übermittlung des präzisen Standorts deaktiviert werden.

Zudem rät das Magazin dazu, sensible Apps per Face ID oder Touch ID zu sperren oder zu verbergen, was seit iOS 18 unterstützt wird. Das Tracking durch Drittanbieter lässt sich über die Deaktivierung der Option „Apps erlauben, Tracking anzuordern“ unterbinden, die seit iOS 14.5 verpflichtend ist.

Ergänzend empfiehlt sich das Abschalten personalisierter Apple-Werbung und die Nutzung des Schutzes für gestohlene Geräte. Diese Funktion sperrt Änderungen an Passwörtern oder dem Apple-Konto außerhalb vertrauter Orte und verlangt vor Anpassungen eine einstündige Verzögerung.

Wachsende Datenspuren durch KI-Dienste

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Neben Smartphones vergrößern auch neuere Anwendungen den digitalen Fußabdruck. Wie die Baltimore Times berichtete, hat die Nutzung von Künstlicher Intelligenz seit 2022 stark zugenommen. Der entsprechende Datenbestand umfasst Konversationen, Dateiuploads und verknüpfte Konten.

So sammelt Google Gemini laut Datenschutzhinweisen neben Standort- und Gerätedaten auch Informationen aus verbundenen Diensten. Bei ChatGPT lässt sich das Training der Modelle in den Datenkontrollen abschalten.

OpenAI nutzt temporäre Chats nicht für Trainingszwecke, speichert diese jedoch aus Sicherheitsgründen für bis zu 30 Tage. Bei Google Gemini verbleiben temporäre Chats 72 Stunden im Konto, während von Menschen geprüfte Konversationen teils bis zu 3 Jahre getrennt vom Konto aufbewahrt werden.

Ergänzende Hinweise aus der IT-Sicherheitspraxis raten dazu, Online-Konten regelmäßig zu bereinigen, Werbe- und Tracking-Blocker zu verwenden und bei Datenhändlern formelle Opt-out-Verfahren zu nutzen.

Behörden wie die California Privacy Protection Agency treiben parallel dazu Regelwerke voran, um Unternehmen zur Beachtung von Signalen wie „Do not sell my data“ zu zwingen. Eine vollständige Löschung aller Spuren sei zwar kaum möglich, das Ziel müsse jedoch eine konsequente Datenminimierung sein.