Der Unterhaltungsriese Disney stellt die Weichen für die Ära nach Iger: Josh D’Amaro, bisheriger Chef der lukrativen Themenpark-Sparte, übernimmt im März die Konzernführung. Er soll das Unternehmen durch die von KI und Streaming geprägte Transformation steuern.
Die Walt Disney Company hat die Nachfolge für den legendären Robert „Bob“ Iger geregelt. Wie der Konzern am Dienstag bekannt gab, wird Josh D’Amaro (54) am 18. März 2026 das Amt des Chief Executive Officers (CEO) übernehmen. D’Amaro, ein 28-jähriger Disney-Veteran, führt derzeit als Chairman die weltweite Disney Experiences-Division mit Themenparks, Resorts und Kreuzfahrtschiffen. Die Entscheidung des Aufsichtsrats fiel einstimmig und beendet eine lange Phase der Ungewissheit über die Führungsnachfolge.
Vom Parkmanager zum Konzernlenker
D’Amaros Karriere bei Disney begann 1998. Sein Aufstieg gipfelte 2020 in der Leitung der Erlebnis-Sparte, dem mit Abstand profitabelsten Geschäftsbereich des Konzerns. Unter seiner Führung erwirtschafteten die Parks, Hotels und Produkte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 36 Milliarden Euro und beschäftigten 185.000 Menschen. Er trieb milliardenschwere Expansionen wie „Star Wars: Galaxy’s Edge“ voran und steuerte die Division durch die Pandemie.
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Genau diese Erfahrung macht ihn für den Aufsichtsrat zum idealen Kandidaten. „Er vereint ein tiefes Verständnis der Disney-Marke mit operativer Exzellenz“, so der scheidende CEO Iger, der D’Amaro bis Dezember als Senior Advisor zur Seite stehen wird. Parallel zur Ernennung wurde Dana Walden zur Präsidentin und Chief Creative Officer befördert. Diese Doppelspitze aus operativer Stärke und kreativer Führung soll die Fehler der unruhigen Ära von Igers Vorgänger Bob Chapek vermeiden.
Die KI-Herausforderung: Fluch oder Segen?
D’Amaros größte Aufgabe wird die strategische Integration Künstlicher Intelligenz sein. Die gesamte Unterhaltungsbranche steht vor einem Dilemma: Wie nutzt man generative KI für effizientere Produktion und neue Erlebnisse, ohne kreative Talente zu vergraulen oder den Wert ikonischer Marken wie Marvel oder „Frozen“ zu verwässern?
Die Frage ist hochaktuell. Bei anstehenden Tarifverhandlungen mit Drehbuchautoren und Schauspielern in Hollywood wird KI eine zentrale Rolle spielen. D’Amaro muss einen Balanceakt meistern: Technologischen Fortschritt vorantreiben, ohne den menschenzentrierten kreativen Geist Disneys zu opfern. Erste Ansätze zeigt die jüngste Partnerschaft mit dem Videospielriesen Epic Games, die interaktive Erzählwelten schaffen soll.
Stabilisierung nach turbulenten Jahren
Die Ernennung ist das Ergebnis eines mehrjährigen, sorgfältigen Plans. Nach dem gescheiterten Intermezzo von Bob Chapek (2020-2022) und Igers Rückkehr als Retter setzte der Aufsichtsrat 2023 einen eigenen Ausschuss für die Nachfolgeplanung ein. D’Amaro durchlief eine intensive Mentoring-Phase bei Iger selbst.
Kann der neue CEO aus Medfield, Massachusetts, den Magic Kingdom-Konzern sicher durch die Stürme der digitalen Transformation lotsen? Die Erwartungen sind hoch. D’Amaro muss nicht nur das defizitäre Streaming-Geschäft mit Disney+ profitabel machen, sondern auch das Filmgeschäft stabilisieren und das globale Park-Imperium weiter ausbauen. Sein Erfolg wird daran gemessen werden, wie er Technologie nutzt, um immersivere und persönlichere Erlebnisse zu schaffen – ob im Park oder auf dem Bildschirm. Am 18. März beginnt für eines der weltweit beliebtesten Unternehmen ein neues, entscheidendes Kapitel.
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