Die Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen Phishing-Welle, die gezielt Disney+-Kunden abzockt. Betrüger verschicken gefälschte E-Mails, die eine angebliche Kontosperrung androhen, um an Zahlungsdaten und Passwörter zu gelangen.
„Ihr Abonnement erfordert sofortige Klärung“
Seit dem 5. Januar kursieren massenhaft Betrugs-E-Mails mit diesem alarmierenden Betreff. Die Nachricht suggeriert Probleme mit der hinterlegten Zahlungsmethode und droht mit einer Sperrung des Accounts, sollten die Daten nicht „sofort“ aktualisiert werden.
Die Mails sind optisch gut gefälscht und nutzen das offizielle Disney+-Logo. Ein eingebetteter Button – etwa mit „Jetzt aktualisieren“ beschriftet – führt jedoch nicht zur echten Disney-Seite, sondern auf eine Phishing-Webseite der Kriminellen.
Phishing-Mails wie die beschriebenen täuschen oft so gut, dass Betroffene Zahlungsdaten oder Passwörter preisgeben, ohne es zu merken. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket zeigt in vier klaren Schritten, wie Sie gefälschte E‑Mails erkennen, sichere Einstellungen für E‑Mail und Streaming-Konten vornehmen und sich gegen Social-Engineering-Angriffe schützen. Enthalten sind praktische Checklisten und leicht umsetzbare Handlungsempfehlungen – ideal für Disney+-Kunden und alle Online-Nutzer. Jetzt kostenloses Anti‑Phishing‑Paket herunterladen
So erkennen Sie die Fälschung
Trotz professioneller Aufmachung verraten sich die Betrugsversuche durch klare Warnsignale:
* Unpersönliche Anrede: Echte Disney-Mails sprechen Kunden mit Namen an. Die Phishing-Versionen nutzen Floskeln wie „Hallo Streaming-Fan“.
* Fragwürdige Absenderadresse: Hinter dem Absendernamen „Disney+“ verbirgt sich oft eine kryptische E-Mail-Adresse, die nichts mit der offiziellen Domain disneyplus.com zu tun hat.
* Sprachliche Fehler: Oft finden sich subtile Grammatikfehler, fehlende Umlaute oder unnatürliche Satzstellungen.
Breite Angriffswelle zum Jahresstart
Die Attacke auf Disney+-Nutzer steht nicht allein. Das Phishing-Radar verzeichnet parallel aktive Kampagnen gegen Kunden anderer Dienste:
* Consorsbank: Gefälschte Mails nutzen das Thema „SecurePlus-Verfahren“ als Köder.
* AOK: Betrüger locken mit angeblichen „Rückerstattungen“, um an Bankdaten zu gelangen.
Die Kriminellen nutzen offenbar die Unaufmerksamkeit nach den Feiertagen aus und streuen ihre Angriffe breit.
Warum Streaming-Dienste so attraktiv sind
Gestohlene Zugangsdaten zu Diensten wie Disney+ sind im Darknet begehrt. Sie lassen sich leicht verkaufen, zumal viele Nutzer ihre Passwörter mehrfach verwenden. Die Psychologie der „Subscription Economy“ spielt den Betrügern zusätzlich in die Hände: Da Preiserhöhungen und Änderungen in der Branche üblich sind, wirken Nachrichten über angebliche Zahlungsprobleme für viele Kunden schnell plausibel.





