DJI greift mit Roboter-Staubsauger den Smart-Home-Markt an

Der Drohnenhersteller DJI diversifiziert sich mit Staubsaugerrobotern und nutzt seine Navigationstechnologie, um im Premium-Segment gegen etablierte Konkurrenten anzutreten.

Der chinesische Drohnenpionier DJI steigt mit seiner neuen ROMO-Serie in den hart umkämpften Markt für Haushaltsroboter ein. Die Technologie aus der Luft soll nun auch am Boden überzeugen.

Vom Himmel in den Haushalt

DJI nutzt sein weltweit führendes Know-how in Navigation und Hindernisvermeidung für den Angriff auf das heimische Wohnzimmer. Die neue Staubsauger-Roboter-Serie ROMO startet zunächst in Südkorea. Sie überträgt die präzise Sensorik aus den Luftfahrzeugen auf die Reinigung von Böden.

„Wir setzen einen neuen Standard für intelligentes Saubermachen“, lautet das Versprechen des Unternehmens. Kern der Technologie ist ein Hybrid Vision System. Es kombiniert Fischaugen-Kameras mit 3D-Time-of-Flight-Sensoren. So erstellt der Roboter eine detaillierte Karte seiner Umgebung.

Das Ergebnis: Der ROMO soll selbst kleine Hindernisse wie Ladekabel oder Socken zuverlässig erkennen und umfahren. Die Saugleistung liegt bei 25.000 Pascal – ein Spitzenwert in dieser Klasse. Eine Besonderheit ist die vollautomatische Wartungsstation. Sie leert den Staubbehälter, wäscht die Wischtücher mit heißem Wasser und trocknet sie.

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Strategische Neuausrichtung unter Druck

Der Markteintritt ist mehr als nur eine Produkterweiterung. Für DJI stellt er eine strategische Diversifizierung dar. Das Unternehmen dominiert zwar weiterhin den globalen Drohnenmarkt für Privatanwender. Doch es sieht sich zunehmend regulatorischen Hürden gegenüber.

Besonders in den USA wird der Druck spürbar. Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat die Zulassung neuer DJI-Produkte stark eingeschränkt. Ein Verkaufsverbot ist die faktische Folge. Vor diesem geopolitischen Hintergrund gewinnt die Expansion in neue Märkte und Produktkategorien an Dringlichkeit.

„Die Logik hinter diesem Schritt ist klar“, analysieren Branchenkenner. „DJI hat über ein Jahrzehnt in autonome Navigation, Sensorfusion und Hochleistungsmotoren investiert. Diese Kerntechnologien lassen sich direkt auf den Robotik-Bereich übertragen.“ Der Smart-Home-Markt erreicht inzwischen eine ähnliche Größe wie der für Consumer-Drohnen.

Kampf um die Vorherrschaft im Wohnzimmer

Mit der ROMO-Serie begibt sich DJI in direkte Konkurrenz zu etablierten Playern wie Roborock, iRobot und Ecovacs. Der Kampf um das smarte Zuhause ist intensiv und innovationsgetrieben. DJI zielt mit Preisen zwischen umgerechnet etwa 600 und 950 Euro klar auf das Premium-Segment.

Die entscheidende Frage lautet: Sind Verbraucher bereit, für die vermeintlich überlegene Navigationstechnologie aus der Luftfahrt einen Aufpreis zu zahlen? Der Erfolg der Strategie hängt maßgeblich davon ab.

Die ROMO-Serie könnte nur der Anfang sein. Sie markiert möglicherweise den Startschuss für eine breitere Offensive im Smart-Home-Bereich. Das Unternehmen positioniert sich neu – vom Drohnenspezialisten zum umfassenden Robotertechnologie-Konzern. Nach der erfolgreichen Kommerzialisierung komplexer Luftfahrtrobotik sucht DJI nun nach neuen Anwendungsfeldern für seine autonomen Systeme.

Der Pionier aus Shenzhen hat mit seinen Drohnen einst die Luftbildfotografie revolutioniert. Jetzt will er den Boden unter den Füßen der Konkurrenz im heimischen Wohnzimmer wegziehen. Die Branche wird genau beobachten, ob dieser Coup gelingt.

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