Nvidia hat am heutigen Samstag den GeForce Hotfix-Treiber 610 veröffentlicht. Gleichzeitig erhält die zentrale Nvidia-App neue Funktionen, mit denen Nutzer die DLSS-Einstellungen in mehr Spielen manuell überschreiben können. Die Software-Updates bauen auf der Einführung von DLSS 4.5 auf, die Anfang des Jahres startete.
Mehr Kontrolle durch die Nvidia-App
Seit Ende Juli bietet die Nvidia-App eine DLSS-Override-Funktion. Sie erlaubt es, die DLSS-4.5-Transformer-Modelle in Titeln zu erzwingen, die nativ DLSS 2.0 oder höher unterstützen. Zur Auswahl stehen die Voreinstellungen K, L und M.
Die Presets L und M sollen die Darstellung bewegter Objekte und von Laubwerk verbessern. Preset L liefert die höchste Bildqualität, kostet aber rund zehn Prozent Leistung. Damit die experimentellen Funktionen nicht mit Anti-Cheat-Systemen kollidieren, nutzen die Overrides signierte Treiberpfade. Online-Spieler müssen so keine Sperren fürchten.
Multi Frame Generation der nächsten Stufe
Die Grundlage für diese Neuerungen legte Nvidia am 6. Januar 2026 auf der CES. Damals kündigte das Unternehmen DLSS 4.5 an. Kernstück ist ein zweites Super-Resolution-Transformer-Modell mit der fünffachen Rechenleistung seines Vorgängers.
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Herzstück des Updates ist der 6x Multi Frame Generation (MFG)-Modus. Er bleibt der RTX-50-Serie vorbehalten. Pro gerendertem Frame generiert die Technik fünf zusätzliche Bilder. Das sorgt für eine deutlich flüssigere Darstellung. Der 6x-Modus sollte im Frühjahr 2026 breit ausgerollt werden.
Allerdings: MFG braucht eine solide Basis. Experten empfehlen mindestens 60 Bilder pro Sekunde vor dem Aktivieren der Frame-Generierung. Nur so bleibt die Eingabeverzögerung im akzeptablen Rahmen.
Leistung auf High-End-Hardware
Aktuelle Tests auf einem Razer Blade 16 mit RTX 5090 zeigen die Wirkung von DLSS 4.5 in anspruchsvollen Titeln wie Black Myth: Wukong, Crimson Desert und Forza Horizon 6. Die dynamische Multi Frame Generation schaltet automatisch zwischen verschiedenen Generierungsstufen um. Das senkt die GPU-Last und die Wärmeentwicklung in Laptops.
Auf Desktop-Systemen steigert der 6x-Modus die 4K-Leistung mit Path Tracing um bis zu 35 Prozent auf RTX-50-Karten. Zudem reduzieren die neuen Modelle lästige Bildfehler wie Geisterbilder und Flimmern. Das betrifft unter anderem Indiana Jones and the Great Circle und die Neuauflage von Oblivion.
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Ray Reconstruction und weitere Updates im Anmarsch
Nvidia bereitet für den Spätsommer 2026 weitere Neuerungen vor. Ein Update für die DLSS-4.5-Ray-Reconstruction ist für August geplant. Es soll mit allen RTX-GPUs von der 20er- bis zur 50er-Serie kompatibel sein.
Die neue Version setzt auf ein Transformer-Modell mit 20 Prozent mehr Parametern und 35 Prozent mehr Rechenleistung. Das verspricht präzisere Beleuchtung und stabilere zeitliche Darstellung in unterstützten Titeln wie Cyberpunk 2077 und Alan Wake 2. Auch außerhalb von Spielen kommt die Technik zum Einsatz: als Rauschunterdrücker für professionelle Rendering-Software wie Blender Cycles.
Die erweiterten Funktionen werden derzeit in rund 20 Spielen über die Nvidia-App-Beta unterstützt. Diese führte die DLSS-4.5-Features erstmals am 31. März 2026 ein. Für kommende Titel wie Control Resonant und 007 First Light ist die Kompatibilität bereits bestätigt.

