DLSS 4.5: Nvidia erzeugt fünf KI-Bilder pro gerendertem Frame

Nvidia DLSS 4.5, AMDs KI-Wechsel und Intels Arc B-Serie: Die Grafikkartenbranche setzt vollständig auf neuronale Rekonstruktion.

Nvidia, AMD und Intel setzen im Juli 2026 fast vollständig auf neuronale Rekonstruktion, um hohe Bildraten bei steigenden Auflösungen zu gewährleisten. Die Ära der rein räumlichen Hochskalierung neigt sich damit endgültig dem Ende zu.

Nvidia DLSS 4.5: Fünf KI-Frames pro gerendertem Bild

Nvidia hat mit DLSS 4.5 die nächste Generation seiner Deep-Learning-Supersampling-Technologie vorgestellt. Die neue Version soll die doppelte Leistung des Vorgängers 3.5 bieten. Möglich macht das ein Transformer-Modell der zweiten Generation mit fünffacher Rechenleistung.

Benchmarks auf Mittelklasse-Hardware wie der GeForce RTX 4070 Ti Super zeigen eindrucksvolle Ergebnisse. In Hogwarts Legacy bei 1440p Auflösung steigen die durchschnittlichen Bildraten durch den DLSS-Qualitätsmodus von 64 auf 85 Bilder pro Sekunde – und das bei gleichzeitiger Beseitigung von Mikrorucklern. Branchenbeobachter betonen: DLSS 4.5 kann bis zu fünk KI-generierte Bilder für jedes tatsächlich gerenderte Bild erzeugen.

Die neue Technologie etabliert zudem 12 GB VRAM als neue Mindestanforderung für die Mittelklasse. Ein spezieller Frame-Generation-Modus für Virtual Reality und E-Sports rundet das Update ab.

AMD wechselt zu maschinellem Lernen

AMD vollzieht mit FSR 4 und FSR 4.1 einen fundamentalen Kurswechsel. Anders als die Vorgängerversionen, die auf nicht auf KI basierenden räumlichen und zeitlichen Algorithmen setzten, nutzen die neuen Versionen maschinelles Lernen für stabilere und schärfere Bilder.

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Tests auf RDNA-3-Hardware wie der Radeon RX 7000-Serie belegen deutliche Leistungssprünge. Auf der RX 7900 XTX bei 4K liefert FSR 4 im Performance-Modus in Crimson Desert 55 Prozent mehr Bilder pro Sekunde als die native Darstellung. In Cyberpunk 2077 verdoppelt FSR 4.1 auf derselben Grafikkarte die Bildrate. AMD bestätigt zudem, dass die INT8-basierte Super-Resolution-Qualität der FP8-Version entspricht – die Bildqualität bleibt also über verschiedene Hardware-Stufen hinweg identisch.

Die Technologie expandiert auch in den Handheld- und Linux-Markt. FSR 4 ist in Valves Proton Experimental integriert und damit für Steam Machines und SteamOS nutzbar. Berichten zufolge arbeitet Valve an einer angepassten Version für das Steam Deck, um die Bildqualität auf stromsparender Hardware zu verbessern.

Intel Arc B-Serie: 1440p als Zielmarke

Intel hat seine Arc B-Serie Desktop-Grafikkarten offiziell vorgestellt. Die neuen Karten sind die primäre Plattform für Intels XeSS 2-Upscaling. Das Spitzenmodell B580 bietet 20 Xe-Kerne und 233 TOPS KI-Leistung, die B570 kommt auf 18 Kerne und 203 TOPS.

Beide Karten sind für stabile 60 Bilder pro Sekunde bei 1440p ausgelegt. Neben XeSS 2 unterstützen sie dedizierte Funktionen wie Xe Low Latency und AV1-Encoding. Damit positioniert sich Intel als ernstzunehmender Konkurrent im KI-gesteuerten Mittelklasse-Markt.

Open Source und Linux: KI-Upscaling für alle

Die Verfügbarkeit von KI-Upscaling auf offenen Plattformen wächst rasant. Nvidias DLSS-Suite wird jetzt über den NVK Vulkan-Treiber unter Linux unterstützt – dank der Integration von Nvidia CuBIN-Binärdateien in die Mesa-Grafikbibliothek. So funktioniert DLSS über DXVK-NVAPI auf Linux und Steam Play. Ein stabiles Release von Mesa 26.2 wird für August 2026 erwartet.

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Auch die Community-Werkzeuge entwickeln sich weiter. Der DLSS Updater 4.3.0 wurde zu einem umfassenden Proton-Upscalers-Panel ausgebaut. Linux-Spieler können damit DLSS Ray Reconstruction, Frame-Generation-Overrides und FSR 4-Einstellungen für verschiedene Proton-Builds zentral steuern.

Für Nutzer älterer Hardware gibt es weiterhin Alternativen: Lossless Scaling bietet Upscaling und Frame-Generation ohne dedizierte KI-Hardware. Die auf Steam erhältliche Software unterstützt sogar Konfigurationen, bei denen eine ältere Karte wie eine GTX 1060 ausschließlich für die Frame-Generation zuständig ist.