Durch ein aktuelles Software-Update der Nvidia-App erhalten Nutzer die Möglichkeit, die neueste Upscaling-Technologie DLSS 4.5 in Spielen zu erzwingen, die ursprünglich lediglich für die Versionen 2.0 oder höher entwickelt wurden. Diese als „DLSS Override“ bezeichnete Funktion erlaubt es, ältere DLSS-Modelle durch modernere Algorithmen zu ersetzen, um die visuelle Darstellung und die Effizienz in bereits veröffentlichten Titeln zu optimieren.
Neue Presets für verbesserte Bildqualität und Performance
Für die Anwendung von DLSS 4.5 stellt Nvidia drei unterschiedliche Voreinstellungen zur Verfügung, die als Presets K, L und M bezeichnet werden. Während Preset K technisch auf DLSS 4 basiert, nutzen die Varianten L und M einen neu entwickelten Transformer-Algorithmus. Dieser zielt primär darauf ab, die Bildqualität gegenüber älteren Iterationen der Technologie signifikant zu steigern.
Branchenberichten zufolge liefert Preset L die qualitativ hochwertigsten Ergebnisse, fordert jedoch einen moderaten Tribut bei der Rechenleistung. Es sei mit einer Reduzierung der Bildrate (FPS) um etwa 5 bis 10 Prozent zu rechnen, wenn diese Einstellung gewählt wird. Für die Nutzung der zweiten Generation von DLSS 4.5 wird empfohlen, entweder auf Preset M oder Preset L zurückzugreifen.
Sicherheit durch signierte Treiberpfade und Kompatibilität
Ein wesentlicher Aspekt des Updates betrifft die Integration in bestehende Spielumgebungen. Um Konflikte mit Anti-Cheat-Software in Mehrspieler-Titeln zu vermeiden, nutzt Nvidia für den DLSS Override signierte Treiberpfade. Dies soll sicherstellen, dass die Modifikation der Grafikdateien nicht fälschlicherweise als Manipulationsversuch gewertet wird.
Die technologische Voraussetzung für die Nutzung des Overrides ist eine bestehende Integration von mindestens DLSS 2.0 im jeweiligen Spiel. Zudem ist die Funktion offiziell an eine von Nvidia gepflegte Whitelist gebunden. Für Titel, die noch nicht offiziell auf dieser Liste geführt werden, existieren laut Fachberichten funktionale Umwege über Drittanbieter-Tools wie den DLSS Swapper.
Exklusive Funktionen für die RTX 50-Serie
Zusätzlich zum allgemeinen Update führt Nvidia über eine Beta-Version der App spezifische Funktionen für die aktuelle RTX 50-Grafikkartengeneration ein. Hierzu gehört die sogenannte Dynamic Multi Frame Generation sowie ein spezieller 6X-Modus. Diese Technologie ist in der Lage, für jedes tatsächlich gerenderte Einzelbild fünf zusätzliche Frames künstlich zu generieren.
In der Praxis führt dies laut Herstellerangaben zu einer Leistungssteigerung von bis zu 35 Prozent bei anspruchsvollem 4K Path Tracing auf Hardware der RTX 50-Serie. Erste Tests, die auf einem Razer Blade 16 mit einer RTX 5090 durchgeführt wurden, bestätigen zudem eine Reduktion der GPU-Last bei gleichzeitiger Verbesserung der Bildruhe und Detailschärfe in komplexen Lichtsimulationen.
Erweiterte Spieleunterstützung und Marktdurchdringung
Die Technologie wird bereits in aktuellen Titeln wie Black Myth: Wukong, Crimson Desert und Forza Horizon 6 unterstützt. Für die nähere Zukunft ist die Integration in kommende Spiele wie 007 First Light, CONTROL Resonant und Tides of Annihilation angekündigt.
Die Grundlage für diese Entwicklung wurde bereits zu Beginn des Jahres gelegt, als die zweite Generation des Super Resolution Transformers im Rahmen einer Fachmesse angekündigt wurde. Ziel war es, die Effizienz des Upscalings für alle RTX-GPUs zu verbessern. Mittlerweile ist die DLSS-Technologie in über 400 Spielen und Anwendungen verfügbar, wobei der nun veröffentlichte Dynamik-Modus die Frame Generation automatisch an die jeweilige Systemlast anpassen kann.

