Der Grafikkarten-Pionier stellt sein legendäres Bedienfeld ein und bündelt alle Funktionen in der neuen NVIDIA App.
Nach zwei Jahrzehnten ist Schluss: NVIDIA hat am heutigen Montag offiziell den Ruhestand seines klassischen Control Panels für GeForce Game Ready und Studio Treiber verkündet. Die Software-Oberfläche, die Generationen von Gamern und Kreativschaffenden begleitete, wird nun endgültig durch die konsolidierte NVIDIA App ersetzt.
Abschied von einer Legende
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Der Chip-Riese betont, dass sämtliche aktiven Funktionen des alten Control Panels erfolgreich in die neue App übertragen wurden. Wer das klassische Interface bereits installiert hat, kann es vorerst weiter nutzen – in neuen Treiberpaketen taucht es jedoch nicht mehr auf. Nutzer, die eine saubere Neuinstallation der GeForce Game Ready oder Studio Treiber durchführen, werden das alte Bedienfeld vermissen.
Zwar bleibt das Control Panel vorübergehend noch über den Microsoft Store herunterladbar, doch NVIDIA stellt klar: Updates wird es dafür keine mehr geben. Eine Ausnahme gilt für professionelle Anwender auf der RTX PRO Plattform – sie erhalten weiterhin Support, bis auch ihre spezifischen Profi-Funktionen vollständig migriert sind.
Neue Leistungsdimensionen
Der Schritt ebnet den Weg für exklusive Features, die nur in der NVIDIA App und den zugehörigen Treiber-Updates verfügbar sind. In einer Beta-Version der App für die GeForce RTX 50 Serie führte das Unternehmen DLSS 4.5 ein. Die Technologie beherrscht einen 6X-Modus, der aus jedem gerenderten Frame fünf zusätzliche Bilder generiert. Das verspricht eine Leistungssteigerung von bis zu 35 Prozent in 4K-Auflösung bei Spielen mit Path Tracing.
Ebenfalls neu: Das Auto Shader Compilation System, das mit dem GeForce Game Ready Treiber 595.97 WHQL Einzug hält. Es beseitigt lästige Wartezeiten beim Spielstart, indem es Shader bereits im Leerlauf des Computers vorkompiliert. Nutzer können selbst festlegen, wie viel Speicherplatz dafür reserviert wird.
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Weichenstellung für die Zukunft
Die Software-Konsolidierung fällt mit strategischen Ankündigungen von NVIDIA-CEO Jensen Huang auf der Computex am gestrigen Sonntag zusammen. Der Konzern bestätigte die Roadmap seiner N-Serie-Chips, darunter die geplanten N2X und N3X sowie der Einstiegs-Chip N1X und sein kleineres Pendant N1. Diese Prozessoren sind Teil des wachsenden RTX Spark-Ökosystems, für das NVIDIA eine Lebensdauer von fünf bis zehn Jahren prognostiziert.
Um diese Expansion zu stemmen, bleibt SK hynix der primäre Speicherpartner. Die beiden Unternehmen haben einen mehrjährigen Vertrag zur gemeinsamen Entwicklung von KI-Speicher der nächsten Generation geschlossen. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von HBM4-Speicher für NVIDIAs Vera Rubin KI-Supercomputer und Vera CPUs – die Auslieferungen sollen im dritten Quartal 2026 beginnen.

