NVIDIA veröffentlicht im August 2026 ein umfangreiches Update für seine KI-gestützte Bildverbesserungstechnologie DLSS.
Die DLSS 4.5 Ray Reconstruction-Version setzt auf einen überarbeiteten Transformer-Modell der zweiten Generation. Dieses soll die Rechenleistung im Vergleich zum Vorgänger um 35 Prozent steigern und verfügt über 20 Prozent mehr Parameter. Das Ergebnis: eine deutlich präzisere Darstellung von Licht und Reflexionen in ray-getrauten Szenen. Für Super-Resolution-Aufgaben verspricht die neue Architektur sogar die fünffache Rechenleistung des ersten Modells.
Besonders erfreulich für Besitzer älterer Grafikkarten: Das Update unterstützt die gesamte GeForce-RTX-Reihe – von der 20er-Serie über die 30er, 40er und die kommende 50er-Generation. Die Hardware-Kompatibilität bleibt damit breit gefächert.
Neue Presets und SDK für Entwickler
Mit DLSS 4.5 führt NVIDIA spezifische Software-Voreinstellungen ein. Ray Reconstruction konzentriert sich künftig auf Preset D, während für Super Resolution die neuen Presets K, L und M hinzukommen. Entwickler erhalten zudem ein aktualisiertes DLSS 4.5 SDK mit Dynamic Multi Frame Generation-Tools, die eine bessere Kontrolle über Frame-Pacing und Bildqualität ermöglichen.
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Benchmark-Ergebnisse: Deutliche Leistungssprünge
Erste Tests Anfang Juli 2025 zeigen beeindruckende Zahlen. In Alan Wake 2 auf einer RTX 4070 Ti bei 2K-Auflösung und maximalen Details erreichte das Quality Preset K 57 FPS – ein Plus von 67,6 Prozent gegenüber nativem DLAA. Das Performance Preset K steigerte die Bildrate auf 73 FPS, ein Zuwachs von 114,7 Prozent.
Noch deutlicher fällt der Sprung beim neuen Titel 007 First Light aus: Eine RTX 5080 schaffte in 4K ohne Upscaling lediglich 54 FPS. Mit aktiviertem DLSS 4.5 und Multi Frame Generation knackte die Karte die 100-FPS-Marke. Allerdings bleibt Multi Frame Generation den RTX-40er- und 50er-Architekturen vorbehalten.
Im Mid-Range-Segment zeigt sich ein klares Bild: Die wieder aufgelegte RTX 3060 12GB (aktuell rund 339 Euro) liegt deutlich hinter der neuen RTX 5060 zurück. Die Blackwell-basierte Karte erzielte mit DLSS 4.5 in Metro Exodus Enhanced Edition im Schnitt 50 Prozent höhere Bildraten.
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Kreativ-Apps und Spiele-Updates
DLSS 4.5 beschränkt sich nicht auf Spiele. Die Integration in Blender Cycles verbessert das Denoising in der Ansicht des 3D-Programms. Weitere bestätigte Titel mit Support sind Hogwarts Legacy, Phantom Blade Zero und Neverness to Everness (NTE), das zudem Path Tracing erhält.
NVIDIA aktualisiert parallel sein Ökosystem. Die NVIDIA App Version 11.0.6 bringt Surround-Einstellungen, einen Debug-Modus und erweiterte Entwickleroptionen. Die App ermöglicht automatische Updates für DLSS 4.5 Super Resolution, das bereits über 400 Spiele und Anwendungen unterstützt.
Saisonale Updates wie Marvel Rivals Season 7.5 und neue Inhalte für Atomic Heart sollen ebenfalls von den verbesserten Funktionen profitieren. Anfang der Woche begannen zudem Tests der ASUS GeForce RTX 5070 Prime, um die Stabilität von DLSS 4.5 auf verschiedenen Hersteller-Konfigurationen zu prüfen.

