DLSS 5 auf Apple Silicon: Entwickler erzielen nur 2 Bilder pro Sekunde

Entwickler bringen Nvidias DLSS 5 auf Apple-Chips, erreichen im Test aber nur zwei Bilder pro Sekunde und stoßen auf fehlende FP8-Unterstützung.

Zwei Entwickler haben Nvidias KI-Bildskalierungstechnologie DLSS 5 erstmals auf Apple-Rechner mit eigener Chip-Architektur gebracht. Die unter den Kürzeln @iamwavecut und @Mappsnet7 bekannten Entwickler nutzten dafür eine Kombination aus Apples Grafikschnittstelle Metal, dem Shader-Tool ReShade sowie dem Game Porting Toolkit 4.0b2, wie shattered.io in einem Bericht vom 14. September 2026 darlegte.

Funktionsprinzip der Portierung

Laut den Berichten von shattered.io und technetbooks.com vom 14. September 2026 portierte zunächst @iamwavecut die DLSS-5-Technologie über Metal auf Apple Silicon, wie technetbooks.com bereits am 13. September 2026 berichtete. @Mappsnet7 ergänzte diesen Ansatz, indem er Windows-Spiele über ReShade und das Game Porting Toolkit 4.0b2 mit der portierten DLSS-5-Umgebung verband, ebenfalls laut technetbooks.com vom 13. September 2026. Das Game Porting Toolkit, ursprünglich von Apple entwickelt, um Windows-Anwendungen unter macOS lauffähig zu machen, dient dabei als Übersetzungsschicht zwischen der Windows-Spielelogik und dem Apple-eigenen Grafikstack.

Ernüchternde Leistungswerte im Test

Die praktische Umsetzung offenbarte jedoch erhebliche Einschränkungen. Auf einem MacBook Pro mit M5-Pro-Chip und 16-Kern-GPU erreichten die Entwickler bei einer Auflösung von 1440p lediglich 2 beziehungsweise 2,32 Bilder pro Sekunde, bei einer Latenz von 240 Millisekunden, wie shattered.io und technetbooks.com übereinstimmend berichteten.

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Solche Werte liegen weit unterhalb dessen, was für ein flüssiges Spielerlebnis notwendig wäre, und markieren die Portierung damit klar als technisches Experiment statt als praxistaugliche Lösung.

Fehlende Hardware-Unterstützung als Kernproblem

Als Hauptursache für die schwache Performance identifizierten die Entwickler das Fehlen von FP8-Unterstützung auf Apple Silicon. Diese reduzierte Zahlenformat-Präzision wird von Nvidias DLSS-5-Technologie für effiziente Berechnungen genutzt.

Da Apples Chips dieses Format nicht nativ verarbeiten können, muss stattdessen auf FP16 zurückgegriffen werden – ein Format mit doppelter Rechenlast, wie aus dem Bericht von technetbooks.com vom 14. September 2026 hervorgeht. Dieser Umstand erklärt maßgeblich, warum die gemessenen Bildraten so weit unter praxistauglichen Werten liegen.

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Kein offizieller Support von Nvidia

Sowohl shattered.io als auch technetbooks.com betonten in ihren Berichten vom 14. September 2026, dass es sich bei der Portierung um ein inoffizielles Projekt handelt. Nvidia selbst bietet keinerlei Unterstützung für den Einsatz von DLSS 5 auf Apple-Hardware an.

Die Technologie wurde ursprünglich für Nvidias eigene Grafikkarten-Architektur konzipiert, die über spezialisierte Tensor-Kerne und entsprechende Softwareunterstützung für Formate wie FP8 verfügt – Voraussetzungen, die auf Apple Silicon schlicht fehlen.

Das Projekt zeigt gleichwohl, welches Interesse in der Entwicklergemeinschaft an einer Übertragung Nvidia-spezifischer KI-Grafiktechnologien auf Apples Chip-Plattform besteht. Angesichts der aktuellen Leistungswerte bleibt die Umsetzung jedoch ein Proof-of-Concept ohne praktischen Nutzen für Endanwender.