In der Enthusiasten-Szene sorgt derzeit ein umfangreicher Leak für Aufsehen, durch den die neuronale Rendering-Bibliothek der kommenden Technologie DLSS 5 vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangt ist.
Der Code wurde am 28. August 2026 in der Early-Access-Version des Titels NBA 2K27 entdeckt. Modder begannen unmittelbar damit, die Technik inoffiziell in eine Vielzahl bestehender Spiele zu integrieren, darunter Control, Skyrim, GTA V, Cyberpunk 2077 sowie Red Dead Redemption 2 und Final Fantasy 7 Rebirth.
Schnelle Portierung durch die Modding-Community
Die Grundlage für die inoffizielle Implementierung bildet die Datei nvngx_dlssnr.dll in der Version 310.8.0.0, die mit einer Größe von 158 MB identifiziert wurde. Mitglieder der RenoDX-Community übertrugen die Bibliothek innerhalb von lediglich fünf Stunden nach dem Bekanntwerden des Leaks erfolgreich auf das Spiel Control. Insgesamt wurde die Technik bereits für über zehn verschiedene Spieletitel portiert.
Die Modifikation ermöglicht den Zugriff auf das sogenannte Neural Rendering, wobei den Nutzern sieben verschiedene Voreinstellungen zur Verfügung stehen. Erste Tests zeigen jedoch, dass die Integration mit erheblichen technischen Hürden verbunden ist. Neben einem festgestellten Speicherfehler steigt der Bedarf an Videospeicher (VRAM) pro aktiviertem Funktionsschalter um 1 GB an.
Massive Leistungseinbußen bei ersten Tests
Detaillierte Messungen verdeutlichen, dass DLSS 5 in seinem derzeitigen, unfertigen Zustand die Hardware stark beansprucht. In Control sank die Bildrate auf einer RTX 5090 von 91 auf 50 FPS. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der RTX 5080, wo die Leistung von 95 auf 53 FPS zurückging.
Bei einer Auflösung von 4K verzeichnete eine RTX 5070 Ti einen Einbruch von 71 auf 35 FPS. Besonders drastisch fielen die Verluste in GTA V aus, wo die Bildrate von 90 auf 29 FPS sank, während Final Fantasy 7 Rebirth etwa die Hälfte der ursprünglichen Performance einbüßte.
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Auch bei Cyberpunk 2077 wurden signifikante Einbußen dokumentiert. Auf einer RTX 5070 in einer Auflösung von 1440p halbierte sich die Leistung im Raster-Modus von 138 auf 68 FPS. Bei aktivem Raytracing auf der Stufe Ultra sank die Rate von 111 auf 55 FPS, während sie im anspruchsvollen Path-Tracing-Modus von 71 auf 45 FPS abfiel.
Selbst auf der RTX 5060 wurde ein Rückgang von 86 auf 34 FPS beobachtet. In S.T.A.L.K.E.R. 2 verlor eine RTX 5080 ebenfalls mehr als 50 Prozent ihrer ursprünglichen Bildwiederholrate.
Visuelle Qualität und technischer Hintergrund
Die optischen Ergebnisse der neuen Rendering-Technik werden von Testern zwiespältig beurteilt. Während die Darstellung von Vegetation und Laub deutlich verbessert werde, wirken Gesichter laut Beobachtern unnatürlich oder ölig, was zu einem sogenannten Uncanny-Valley-Effekt führt. Kritische Stimmen bezeichneten das visuelle Resultat bereits als minderwertige KI-Inhalte.
Ursprünglich ist die Technologie für die neue RTX-50-Serie konzipiert. Durch einen Austausch von CUDA-Binärdateien oder entsprechende Patches gelang es Moddern jedoch, die Lauffähigkeit auch auf Grafikkarten der RTX-40-Serie zu ermöglichen.
Nvidia hatte DLSS 5 bereits im März angekündigt und den offiziellen Marktstart für den Herbst 2026 in Aussicht gestellt. Das Unternehmen bezeichnete die Technologie als einen wegweisenden Moment für die Grafikdarstellung, vergleichbar mit der Bedeutung von GPT für die Textverarbeitung.
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Nvidia-CEO Jensen Huang verteidigte die Entwicklung gegen Kritik und betonte, dass die Skeptiker vollkommen im Unrecht seien. Während Nvidia angibt, von zahlreichen Studios unterstützt zu werden, wurde dies von einigen Entwicklerhäusern dementiert.
Berichten zufolge handelt es sich bei dem geleakten Code um einen unfertigen Build, dessen Effekte Nvidia nach einer Präsentation auf der Fachkonferenz SIGGRAPH bereits wieder abgeschwächt haben soll.

