Eine Gruppe von Enthusiasten hat Nvidias neue Upscaling-Technologie DLSS 5 auf Grafikkarten der RTX-4000-Serie zum Laufen gebracht, obwohl der Hersteller die Funktion offiziell ausschließlich für die aktuelle RTX-50-Generation vorgesehen hat. Wie tomshardware.com berichtete, patchten die Modder dafür inkompatible CUDA-Instruktionen manuell und tauschten CUDA-Binaries aus, um DLSS 5 auf Karten wie der RTX 4090 und der RTX 4080 zu aktivieren.
Basis des Hacks: eine gefundene DLL aus einem Sportspiel
Ausgangspunkt der gesamten Aktion war eine DLSS-5-DLL, die in den Dateien des Basketballspiels NBA 2K27 entdeckt wurde. Laut techspot.com und techtimes.com handelt es sich um eine 158 MB große Datei mit 148 Millionen FP8-Parametern, mit der Modder das sogenannte Neural Rendering zunächst im Spiel Control aktivierten.
Nach Angaben von theverge.com und videogameschronicle.com wurde die Technik anschließend auch auf weitere Titel wie Skyrim, GTA V und Cyberpunk 2077 übertragen.
Wccftech.com bestätigte, dass der experimentelle Patch DLSS 5 auf RTX 4090 und RTX 4080 durch den Austausch der CUDA-Binaries aktiviert, obwohl Nvidia die Technik offiziell nur für RTX-50-Karten unterstützt.
Technische Hürden bei älteren Architekturen
Laut shazoo.ru gestaltete sich der Portierungsprozess technisch anspruchsvoll: Ein Modder mit dem Namen „Uncle Burrito“ ersetzte die inkompatiblen Binaries, wobei die Ada-Lovelace-Architektur der RTX-4000-Serie FP8-Berechnungen unterstützt, während der älteren Ampere-Generation diese Fähigkeit fehlt – dort gestaltet sich eine Portierung entsprechend schwieriger.
Deutliche Leistungseinbußen auf gepatchten Karten
Der Preis für die inoffizielle Unterstützung ist ein spürbarer Leistungsverlust. Tweaktown.com maß bei einer RTX 4090 in Control einen Einbruch von rund 130 FPS auf rund 82 FPS, was einem Rückgang von 58 Prozent entspricht – die Karte blieb damit aber weiterhin spielbar.
Sie wollen DLSS 5 auf Ihrer RTX 4090 ausprobieren? Unser Guide zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Mod aktivieren – inklusive kompatibler Spiele und Performance-Tipps. Jetzt kostenlosen Mod-Guide anfordern
Tomshardware.com und wccftech.com dokumentierten unabhängig davon einen Abfall von 135–145 FPS auf 83 FPS, also einen Rückgang von 39 Prozent, ebenfalls bei der RTX 4090 in Control.
Auch auf offiziell unterstützter Hardware der RTX-50-Serie fallen die Einbußen erheblich aus. Nach Messungen von tomshardware.com, techspot.com und techtimes.com sank die Bildrate bei einer RTX 5070 Ti in 4K in Control von 71 auf 35 FPS, ein Rückgang von 51 Prozent.
Bei der RTX 5090 fiel die Leistung von 91 auf 50 FPS, ein Minus von 45 Prozent. Laut theverge.com halbierte sich die Framerate in Final Fantasy 7 Rebirth durch DLSS 5 nahezu, in GTA V sank sie von 90 auf 29 FPS.
Zweifel an der Notwendigkeit der Hardware-Sperre
Die Tatsache, dass die Technik auf älteren Karten trotz spürbarer Leistungsverluste funktionsfähig bleibt, nährt laut tweaktown.com Zweifel daran, dass die offizielle Beschränkung auf die RTX-50-Serie technisch zwingend notwendig ist.
Videogameschronicle.com berichtete zudem, dass Nvidia-CEO Jensen Huang die Technik öffentlich verteidigt habe, ohne dass im Rahmen dieser Berichterstattung eine wörtliche Stellungnahme dazu vorliegt, warum ältere Architekturen offiziell ausgeschlossen bleiben.
Die offizielle DLSS-5-Unterstützung bleibt der RTX-50-Serie vorbehalten – doch mit dem richtigen Patch läuft die Technik auch auf RTX-4000-Karten. Erfahren Sie, welche Presets sich lohnen und wie Sie die Leistungseinbußen in Grenzen halten. DLSS-5-Praxis-Guide jetzt sichern
Nach Angaben von pcgamer.com bietet DLSS 5 insgesamt sieben verschiedene Presets, mit denen Nutzer die Balance zwischen Bildqualität und Leistung anpassen können – ein Detail, das auch für die gepatchten Versionen auf RTX-4000-Karten relevant sein dürfte.
Der geleakte, laut mehreren Quellen noch unfertige Charakter des Builds legt nahe, dass sich sowohl Funktionsumfang als auch Performance der Technik bis zu einer offiziellen Veröffentlichung noch verändern können.

