DLSS 5 Neural Rendering: Modder bringt NVIDIAs KI auf AMD-Karten

Ein inoffizielles Projekt bringt NVIDIAs DLSS 5 auf Radeon-GPUs und erzielt in Cyberpunk 2077 bis zu 34 FPS bei 1080p.

Ein Modder mit dem Namen danielblnc hat einen Mod veröffentlicht, der NVIDIAs neueste KI-Rendering-Technologie DLSS 5 Neural Rendering auch auf AMD-Radeon-Grafikkarten lauffähig macht – obwohl NVIDIA die Funktion offiziell ausschließlich für die eigene RTX-50-Serie vorgesehen hat.

In Tests mit Cyberpunk 2077 lief die Alpha-Version 0.2.12 des DLSS-NR-Mods auf einer AMD Radeon RX 9070 XT (RDNA 4) bei 1080p mit aktiviertem Raytracing und erreichte mit zweifachem Frame-Generation 34 Bilder pro Sekunde, ausgehend von einer Basisleistung von 16 bis 17 FPS.

Deutlicher Leistungsgewinn trotz früher Entwicklungsphase

Weitere Messungen bestätigen den Trend: Laut Tests von igorslab.de erreichte dieselbe Grafikkarte mit DLSS 5 Neural Rendering in Cyberpunk 2077 bei 1080p zwischen 28 und 30 FPS, wobei der Code als früh und weitgehend undokumentiert beschrieben wird.

Andere Messungen zeigen ein größeres Bild der Leistungssprünge: Ohne Neural Rendering erreicht das Spiel in 1080p demnach über 80 FPS, mit aktiviertem DLSS 5 NR fällt die Framerate zunächst auf 11 bis 12 FPS, bevor die Alpha-Version 0.2.7 durch Optimierungen ein Plus von 12 Prozent auf rund 30 FPS brachte.

Die aktuelle Alpha-Version 0.2.12 soll gegenüber früheren Versionen nochmals 6 Prozent mehr Leistung bieten. Erklärtes Ziel des Modders ist es, die Radeon RX 9070 XT auf ein Leistungsniveau zu bringen, das mit einer NVIDIA RTX 5070 Ti vergleichbar ist.

Der Mod funktioniert nach Angaben des Entwicklers nicht nur mit aktuellen RDNA-4-Karten, sondern auch mit älteren Modellen der RDNA-3-Generation aus den Radeon-9000er- und 7000er-Reihen.

Voraussetzung sind die Datei nvngx_dlssnr.dll, das Betriebssystem Windows 11 sowie mindestens Treiberversion Adrenalin 26.1.1. Neben Cyberpunk 2077 funktioniert DLSS 5 Neural Rendering laut Berichten auch in GTA V: Enhanced. Eine gleichzeitige Nutzung zusammen mit dem separaten Tool DLSS Enabler ist derzeit aufgrund von Software-Konflikten nicht möglich.

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Ursprung im NBA-2K27-Leak

Grundlage des Mods sind geleakte Dateien aus dem noch nicht veröffentlichten Basketballspiel NBA 2K27, aus dem die für DLSS 5 Neural Rendering nötige Runtime-Datei nvngx_dlssnr.dll mit einer Größe von 158 MB in der Version 310.8.0.0 stammt.

NVIDIA soll durch diesen Leak die Kontrolle über die Verbreitung von DLSS 5 verloren haben. Offiziell bestätigt der Hersteller die Technologie ausschließlich für seine RTX-50-Grafikkartenserie, doch die Modding-Community hat inzwischen mehrere Wege gefunden, die Funktion auch auf Konkurrenzhardware zu nutzen.

Parallel zum eigentlichen Mod ist auch ein Verwaltungswerkzeug namens DLSS 5 Manager des Entwicklers NODIX-TECH in einer neuen Version 1.1.6 erschienen, das nun ebenfalls AMD-Unterstützung ankündigt.

Zu den neuen Funktionen zählen die Kompatibilität mit den Emulatoren RPCS3 und PCSX2, Vulkan-Unterstützung über OptiScaler sowie eine Verkleinerung der Programmgröße von 1,2 GB auf 473 MB bei gleichzeitig optimiertem Cache und offengelegtem Quellcode.

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Allerdings berichten Nutzer aus der Community auch von Problemen: Auf NVIDIA-eigenen Grafikkarten soll der Manager in manchen Fällen zu Leistungseinbußen von bis zu 50 Prozent führen.

Ein weiteres Werkzeug, der DLSS 5 Swapper des Entwicklers rakanki911, geht einen anderen Weg und automatisiert die Installation von DLSS 5 in beliebigen Spielen unabhängig von der eingesetzten Grafik-API, von DirectX 9 bis 12. Dieses Tool richtet sich allerdings an Besitzer von NVIDIA-Grafikkarten der Serien RTX 20 und RTX 30, die von Haus aus keinen offiziellen DLSS-5-Support erhalten.