Ein Modding-Projekt namens DLSSG SM86 hebt eine der wichtigsten Exklusivitäten der aktuellen Nvidia-Generation auf: Die Multi Frame Generation (MFG) von DLSS 4, die offiziell nur RTX-50-Karten vorbehalten ist, lässt sich damit auch auf Grafikkarten der Ampere-Generation aktivieren – inklusive der bis zu vierfachen Bildratensteigerung (4X). Über das Projekt berichtete overclock3d.net.
Wie der Mod funktioniert
DLSSG SM86 arbeitet laut einem Bericht von tweaktown.com als Proxy-Backend für SM86 und nutzt dabei DLSSG in der Version 310.1, um MFG in den Stufen 2X und 4X auf der RTX 3080 sowie der RTX 3080 Ti zu ermöglichen.
Genau diese beiden Modelle dienten laut videocardz.com auch als Testgrundlage für den Mod, wobei die Entwickler das Rollenspiel Cyberpunk 2077 als Referenztitel heranzogen.
Deutliche Bildratensteigerungen in Testszenarien
Die von den Entwicklern veröffentlichten Testergebnisse zeigen laut videocardz.com beachtliche Zugewinne bei der Bildrate. In Black Myth Wukong stieg die Framerate demnach von 50 Bildern pro Sekunde ohne Frame Generation auf 80 FPS im 2X-Modus und auf 150 FPS im 4X-Modus. In Cyberpunk 2077 kletterten die Werte von 35 FPS ohne Frame Generation über 60 FPS im 2X-Modus bis auf 100 FPS im 4X-Modus.
Warum Nvidia die Funktion einschränkt
Nvidia begründet die Beschränkung von DLSS MFG auf die RTX-50-Serie offiziell mit einer Technik namens Flip Metering, wie tweaktown.com berichtete. Diese soll für ein gleichmäßiges Ausspielen der zusätzlich generierten Frames sorgen – eine Aufgabe, die auf älterer Hardware offenbar anders gelöst werden muss.
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Technisch macht dies möglich, dass DLSS 4 den bislang genutzten Hardware-Optical-Flow-Beschleuniger durch ein KI-Modell ersetzt, wie overclock3d.net darlegte. Dadurch wird die Berechnung der Zwischenbilder weniger stark an spezifische Hardwarekomponenten neuerer Generationen gebunden, was Modding-Projekten wie DLSSG SM86 überhaupt erst die Grundlage liefert.
Offen bleiben laut tweaktown.com allerdings wichtige Fragen zu Pacing und Latenz. Die Eingabeverzögerung auf den modifizierten Ampere-Karten sei nicht mit jener auf offiziell unterstützten RTX-50-Modellen vergleichbar. Für Nutzer bedeutet das: Höhere Bildraten auf dem Papier gehen möglicherweise nicht mit demselben Spielgefühl einher, das Nvidia auf seiner aktuellen Hardware verspricht.
Der Bericht stellt zudem klar, dass es sich bei dem Projekt nicht um einen Ersatz durch AMDs FSR handelt, sondern um eine direkte Umsetzung von Nvidias eigener DLSS-Technologie auf nicht offiziell unterstützter Hardware.
Weiteres Mod-Projekt erweitert Kompatibilität zusätzlich
Neben DLSSG SM86 existiert mit „DLSS Unlocked“ von Entwickler ShyVox ein weiteres Projekt, das laut einem Bericht von bizson.ru die Werkzeuge OptiScaler_DLSSNR und DLSS Enabler vereint.
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Dieser Mod ermöglicht DLSS 5 sowie Frame Generation auf den RTX-Serien 20, 30 und 40. Auf den älteren RTX-20- und RTX-30-Karten greift die Frame Generation dabei auf AMDs FSR 3.1 zurück, während auf RTX-40-Karten Nvidias eigenes DLSS-G zum Einsatz kommt. Voraussetzung für den Betrieb sind DirectX 12 sowie grundsätzliche DLSS-Unterstützung des jeweiligen Spiels.
Beide Projekte zeigen, dass die softwareseitige Trennung zwischen Grafikkartengenerationen bei Nvidias Frame-Generation-Technologien technisch weniger strikt ist, als es die offizielle Produktkommunikation nahelegt. Für Besitzer älterer RTX-30-Karten eröffnen sich dadurch Möglichkeiten, von aktuellen Softwarefortschritten zu profitieren – allerdings ohne die Garantien, die Nvidia für offiziell unterstützte Hardware gibt.

