Der japanische Mobilfunkbetreiber NTT Docomo baut seinen satellitengestützten Dienst docomo Starlink Direct weiter aus. Das Angebot für internationales Roaming wird nun auch in Neuseeland und Australien zur Verfügung gestellt.
Mit dieser Erweiterung steigt die Zahl der unterstützten Länder, in denen Docomo-Kunden über die direkte Satellitenverbindung erreichbar bleiben können, auf insgesamt fünf. Bislang umfasste das Portfolio neben den Vereinigten Staaten und Kanada auch die Philippinen.
Abdeckung und regionale Vorgaben in Ozeanien
Wie aus Berichten vom 23. Oktober 2026 hervorgeht, gelten für die neuen Zielgebiete spezifische Nutzungsbedingungen. In Neuseeland arbeitet Docomo mit dem Partnerbetreiber One New Zealand Group Limited zusammen, wodurch eine landesweite Verfügbarkeit ermöglicht wird.
In Australien erstreckt sich die Nutzung auf alle Gebiete mit Ausnahme bestimmter Regionen. Von der Bereitstellung generell ausgenommen sind in beiden Ländern jene Bereiche, in denen der Dienst WORLD WING angeboten wird.
Docomo knüpft die Nutzung an technische Voraussetzungen vor Ort. docomo Starlink Direct greift ausschließlich dann, wenn vor Ort weder ein herkömmliches terrestrisches Mobilfunknetz noch eine aktive Wi-Fi-Verbindung zur Verfügung steht.
Zudem ist der Verbindungsaufbau zwingend auf den Aufenthalt im Freien ohne Sichtbehinderung nach oben angewiesen. Über das Satellitensystem wird Datenkommunikation unterstützt; Sprachtelefonie ist über diese Verbindung hingegen nicht möglich.
Wer geschäftlich nach Australien oder Neuseeland reist, verlässt sich bisher auf das Netz vor Ort — und steht außerhalb der Abdeckung ohne Datenverbindung da. Ein satellitengestützter Roaming-Dienst schließt diese Lücke, greift aber nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit passendem Gerät und aktueller Software. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie vor dem Abflug prüfen, ob Ihr Smartphone bereit ist. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Unterstützte Endgeräte und Softwareanforderungen
Zum aktuellen Stand werden insgesamt 48 Gerätemodelle von dem Satellitendienst unterstützt. Die Kompatibilität umfasst Modelle der Samsung Galaxy-Serie, Geräte der Apple iPhone 13-Serie und neuer sowie die Reihen Google Pixel 9 bis 11. Eine schrittweise Erweiterung des Geräteportfolios ist ab November geplant.
Nutzer von Apple-Smartphones benötigen für den Zugriff mindestens iOS 27.0 oder eine neuere Betriebssystemversion. Um den Dienst im Bedarfsfall in Anspruch nehmen zu können, müssen Anwender ihr Gerät auf die jeweils neueste Software aktualisieren. Zudem ist es erforderlich, die spezifische Nutzungseinstellung für docomo Starlink Direct sowie die Datenroaming-Funktion auf dem Endgerät manuell zu aktivieren.
Tarifstruktur und Konditionen
Der Dienst steht Kunden über sämtliche reguläre Tarifpläne von Docomo hinweg zur Verfügung, einschließlich des Angebots ahamo. Die Freischaltung erfolgt ohne separate Anmeldung und ohne zusätzliche Nutzungsgebühren. Einzig der LTE-Luftnutzungstarif ist von dieser Regelung ausgenommen.
Unklare Voraussetzungen kosten auf Reisen Zeit: Welche Geräte unterstützt werden, welcher Softwarestand nötig ist und welche Einstellungen Sie manuell aktivieren müssen, steht selten übersichtlich beisammen. Der Leitfaden führt Sie durch die Prüfung von Kompatibilität, Softwarestand und Freischaltung — damit Sie nicht erst am Zielort merken, dass etwas fehlt. Schritt-für-Schritt-Prüfung starten
Vorteile ergeben sich zudem bei der einfachen textbasierten Kommunikation: Der Versand von Kurznachrichten (SMS) ist sowohl national als auch international gebührenfrei und verbraucht kein vertragliches Datenvolumen. Docomo setzt mit der Ausweitung auf Ozeanien seinen Kurs fort, Reisenden auch außerhalb klassischer Mobilfunkabdeckungen eine grundlegende Notfall- und Datenanbindung über erdnahe Satelliten anzubieten.

