7 ihres DocSpace veröffentlicht und setzt dabei voll auf künstliche Intelligenz. Das Update integriert mehrere neue KI-Anbieter und ermöglicht die direkte Dateierstellung per Chat.
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Dokumente per Chat generieren
Das Herzstück des Updates ist die automatisierte Dateigenerierung. Nutzer können nun DOCX-, PDF- und PPTX-Dateien direkt über eine Chat-Oberfläche erstellen lassen. Möglich wird dies durch die Integration neuer KI-Anbieter: DeepSeek, Google AI und Elon Musks xAI erweitern das Ökosystem auf insgesamt sieben Modelle.
Die KI-Einstellungen werden dabei zwischen der DocSpace-Umgebung und den integrierten Editoren synchronisiert. Damit reagiert ONLYOFFICE auf einen Branchentrend – erst Anfang der Woche hatte Google ähnliche KI-Upgrades für Workspace angekündigt, die sich auf die Dokumenterstellung aus E-Mails und Chats konzentrieren.
Formular-Management und Editor-Updates
Die neuen „Form Rooms“ sollen die Datenerfassung und Dokumentenverarbeitung vereinfachen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
- PDF-Integration: PDF-Formulare können direkt in speziellen Räumen erstellt und bearbeitet werden
- Daten-Routing: Antworten lassen sich automatisch in XLSX-Tabellen synchronisieren oder in externe Datenbanken exportieren
- Ausfüll-Modus: Ein neuer „Start-Filling“-Modus vereinfacht die Bedienung für Nutzer
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Die Kern-Editoren wurden auf Version 9.4 aktualisiert. Neu sind ein nativer Dark Mode, 25 neue Folien-Designs und 20 zusätzliche Übergänge für Präsentationen. Administratoren erhalten zudem erweiterte Sicherheitskontrollen – etwa die Möglichkeit, externe Links zu verbieten und Einladungslinks zeitlich zu begrenzen.
Lizenzwechsel und der Euro-Office-Fork
Die Veröffentlichung von DocSpace 3.7 fällt mit einer strategischen Neuausrichtung zusammen. Die Software wird nun unter der AGPLv3-Lizenz mit Zusatzbedingungen vertrieben. Hintergrund ist der Start von Euro-Office 1.0, das heute auf den Markt kommt.
Euro-Office ist ein stabiler Fork von ONLYOFFICE, entwickelt von einem europäischen Konsortium aus Nextcloud, IONOS und Open-Xchange. Die Plattform positioniert sich als datenschutzkonforme, webbasierte Alternative zu nordamerikanischen Office-Suiten und ist in Nextcloud Hub 26 integriert.
Der Fork sorgt in der Open-Source-Gemeinde für Diskussionen. Erst gestern veröffentlichte The Document Foundation (TDF) einen offenen Brief, in dem sie Bedenken äußert: Euro-Office setze standardmäßig auf Microsofts OOXML-Format, was die digitale Souveränität untergraben könne. Die Entwickler von Euro-Office haben daraufhin angekündigt, dass die volle ODF-Unterstützung für künftige Versionen geplant sei.
KI-Infrastruktur im Wandel
Die Integration von DeepSeek in DocSpace 3.7 folgt einem größeren Markttrend. Berichten zufolge gewinnt DeepSeek bei US-Unternehmen an Boden und führt derzeit die Software-Trendlisten für Neuanschaffungen an.
Obwohl DeepSeek gemessen am Marktanteil hinter etablierten Anbietern wie OpenAI und Anthropic liegt, bereitet das Unternehmen offenbar eine Finanzierungsrunde von rund 7,4 Milliarden Euro vor. Zudem hat DeepSeek neue Spezialmodelle veröffentlicht – darunter DeepSeek-OCR2, das bei der Dokumentenanalyse und visuellen Erkennung verbesserte Leistungen zeigt. Der Markt für KI-integrierte Produktivitätssoftware entwickelt sich rasant.

