Dolby Vision 2: Automatisierte Prozesse für 33.000 Streaming-Titel

Dolby automatisiert die Umstellung auf Vision 2 für 33.000 Titel. Erste Partner wie Peacock sind dabei, während Sony und LG noch zögern.

Am 13. August 2026 bestätigte eine Branchenanalyse tiefgreifende Neuerungen beim HDR-Standard Dolby Vision 2. Das Unternehmen setzt verstärkt auf automatisierte Prozesse, um die Verfügbarkeit des Formats massiv zu steigern. Durch dieses Verfahren können bereits bestehende Dolby-Vision-Inhalte, deren Umfang auf rund 33.000 Titel geschätzt wird, ohne manuellen Mehraufwand aktualisiert werden.

Effizienzsteigerung im Streaming und technische Hürden

Der Einsatz automatisierter Remastering-Prozesse ermöglicht es Streaming-Anbietern, ihre bestehenden Bibliotheken schnell und effizient auf den neuen Standard umzustellen. Zu den ersten Partnern, die Dolby Vision 2 unterstützen, gehören Canal+, iQIYI und Peacock.

Trotz der weitgehenden Automatisierung gibt es jedoch technische Grenzen: Bestimmte Bildoptimierungsfunktionen wie Authentic Motion und Precision Black erfordern weiterhin eine manuelle Bearbeitung durch Experten.

Die Leistungsstufe Dolby Vision 2 Max bietet über die Basis-Funktionen hinaus erweiterte Features. Dazu zählen laut Unternehmensangaben Authentic Motion, Light Sense 2 sowie dedizierte Regler zur Steuerung der Bildintensität. Damit zielt der Standard auf eine noch präzisere Anpassung der Bildwiedergabe an die jeweilige Hardware und die Umgebungsbedingungen ab.

Diskrepanzen bei der Hardware-Unterstützung durch Hersteller

Während die Software-Seite durch Automatisierung wächst, zeigt sich bei der Hardware-Unterstützung ein geteiltes Bild. Ein Rollout von Firmware-Updates für Dolby Vision 2 hat bereits für ausgewählte 2026er-Modelle von Hisense begonnen, darunter die Serien UX, UR9, UR8 und U7. Eine technische Voraussetzung für diese Unterstützung ist der Einsatz des MediaTek Pentonic 800-Chips. Weitere Hersteller wie TCL und Philips planen eine Einführung zu einem späteren Zeitpunkt.

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Im Gegensatz dazu haben namhafte Branchengrößen wie LG und Sony derzeit keine Unterstützung für den neuen Standard angekündigt. Sony erklärte am 13. August 2026 explizit, dass kein entsprechendes Firmware-Update geplant sei. Auch bei den Herstellern von 4K-Blu-ray-Playern wie Panasonic und Magnetar liegt bislang keine Stellungnahme zu möglichen Aktualisierungen vor.

Dolby bestätigte jedoch, dass der Standard grundsätzlich mit bestehenden 4K-Blu-ray-Playern und Discs kompatibel sei, sofern die Hersteller entsprechende Firmware-Updates bereitstellen. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfangs seien künftig jedoch neue physische Datenträger erforderlich, die spezifische Dolby-Vision-2-Daten enthalten.

Markteinführung konkreter Hardware und finanzielle Kennzahlen

Als eines der ersten verfügbaren Geräte wird der Hisense UR9 in der 65-Zoll-Variante mit voller Unterstützung für Dolby Vision 2 Max vermarktet. Das Modell ist technisch mit RGB Mini LED, einer Bildwiederholrate von 4K/170Hz sowie HDMI 2.1 ausgestattet und unterstützt Gaming-Funktionen wie VRR und ALLM.

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In Großbritannien wird das Gerät bei dem Händler Sevenoaks für 2.099 Pfund Sterling angeboten, wobei durch Rabattcodes Ersparnisse von bis zu 900 Pfund Sterling möglich sind.

Flankierend zur technologischen Expansion erweiterte Dolby Mitte August 2026 sein Portfolio an geistigem Eigentum durch den Erwerb von Videokompressions-Patenten mit Fokus auf den VVC-Standard. Für das Geschäftsjahr 2026 gab das Unternehmen eine Umsatzprognose in einer Spanne von 1,41 Milliarden bis 1,44 Milliarden US-Dollar bekannt. Das erwartete GAAP-Ergebnis je Aktie (EPS) wird zwischen 2,62 und 2,77 US-Dollar prognostiziert.