Der Essenslieferdienst DoorDash schickt seine eigenen autonomen Roboter auf die Straßen von Fremont. Nach Genehmigung durch die Stadt startet ein mehrstufiger Test, der als Blaupause für die USA dienen könnte.
Stadt gibt grünes Licht für mehrstufigen Test
Die Genehmigung des Stadtrats von Fremont für den mehrstufigen Test ist erteilt. In der ersten Phase werden bis zu drei Roboter namens Dot von menschlichen Begleitern überwacht. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, die Tests zu beobachten. Bei Erfolg soll die Flotte in Phase 1B auf bis zu 30 Roboter wachsen, die dann nur noch ferngesteuert überwacht werden.
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Die Roboter dürfen auf Gehwegen maximal 8 km/h, in Fahrradspuren 26 km/h und auf Wohnstraßen bis zu 32 km/h fahren. Der öffentliche Start ist für die Fremont Restaurant Week vom 6. bis 15. März 2026 geplant. Lokale Restaurants können die Technologie so in einer Hochphase testen.
So funktioniert der Lieferroboter Dot
Bei Dot handelt es sich um einen voll elektrischen Lieferroboter von DoorDash Labs, der Leichtgüter bis zu 14 Kilogramm transportieren kann. Ausgestattet mit Lidar, Radar und 360-Grad-Kameras navigiert er autonom durch den Stadtverkehr. Künstliche Intelligenz soll das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer vorhersagen.
Gesteuert wird die Flotte von der Autonomous Delivery Platform. Dieses KI-gesteuerte System entscheidet je nach Auftragslage, ob ein menschlicher Kurier, eine Drohne oder ein Roboter wie Dot die Liefung übernimmt. Das Ziel: Routinelieferungen automatisieren, um menschliche Fahrer für komplexere Aufgaben freizuspielen.
Sicherheit und Datenschutz im Fokus
Die Tests haben Diskussionen über Sicherheit und Privatsphäre ausgelöst. Vertreter von Fahrradverbänden äußerten Bedenken über unerwartete Stopps der Roboter. DoorDash betont, dass die Einheiten alle Verkehrsregeln befolgen und bei erkannten Fußgängern automatisch verlangsamen.
Zur Datenschutzdebatte um die Kamerasysteme sagte ein Unternehmenssprecher, man arbeite mit der Stadt an klaren Richtlinien für Datenerfassung und -speicherung. Bürgermeister Raj Salwan pocht auf Transparenz, um öffentliches Vertrauen aufzubauen.
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Strategische Expansion im Logistik-Sektor
Der Test in Fremont ist Teil einer größeren Expansionsstrategie. Dot wurde bereits Ende 2025 in Phoenix, Tempe und Mesa getestet. Weitere Tests laufen in San Ramon und Concord. Die Fähigkeit, Fahrradspuren zu nutzen, könnte ein Geschwindigkeitsvorteil gegenüber reinen Gehweg-Robotern sein.
Parallel zu dieser Eigenentwicklung arbeitet DoorDash mit Partnern wie Serve Robotics zusammen, um fremdentwickelte Roboter in Los Angeles einzusetzen. Das Unternehmen verfolgt damit eine Doppelstrategie, um die Kosten und die Umweltbelastung der „letzten Meile“ zu senken.
Was bedeutet das für den lokalen Handel?
Gelingt der Pilot, könnte er die Tür für eine breitere Einführung in Nordkalifornien und darüber hinaus öffnen. Für Restaurants und Händler bieten autonome Lieferungen eine Chance, Engpässe in Stoßzeiten zu entschärfen und ihre Liefergebiete zu erweitern.
Die anstehende Restaurant Week wird der erste Praxistest mit echten Kunden. Zeigt sich die Technologie als zuverlässig und akzeptiert, dürften weitere Städte ähnliche Genehmigungen prüfen. Autonome Roboter könnten so zu einem vertrauten Bild in Wohnvierteln werden.





