Double-Dipping: Clemson-Studie weist mehr Bakterien in Dips nach

Untersuchungen zeigen Keimübertragung durch gemeinsames Dippen; Costa beschränkt Speisen in Kabinen, während Fachstellen tägliche Reinigung empfehlen.

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Die hygienische Bewertung von Verhaltensweisen beim gemeinsamen Verzehr von Speisen sowie der Umgang mit Lebensmitteln in spezifischen Umgebungen stehen regelmäßig im Fokus von Gesundheits- und Verbraucherschutzratgebern.

Aktuelle Berichte und wissenschaftliche Untersuchungen analysieren dabei die Risiken von Gewohnheiten wie dem sogenannten „Double-Dipping“, die Vorschriften auf Kreuzfahrtschiffen sowie die Keimbelastung von Alltagsgegenständen wie Trinkflaschen und Spüllappen.

Bakterienübertragung beim gemeinsamen Dippen

Das mehrfache Eintauchen eines bereits angebissenen Crackers oder Chips in eine gemeinsame Sauce, bekannt als Double-Dipping, führt zur Übertragung von Bakterien aus der Mundhöhle in das Lebensmittel. Eine Studie der Clemson University, über die Ende September 2026 berichtet wurde, belegte diesen Effekt.

Demnach war nach dem Double-Dipping eine deutlich höhere Bakterienkonzentration in Salsa sowie in Käse- und Schokoladendips nachweisbar. Dies galt sowohl für das direkte Eintauchen als auch für das Eintauchen nach vorangegangenen Bissen.

Trotz der nachgewiesenen Bakterienübertragung sind Erkrankungen, die unmittelbar auf Double-Dipping zurückzuführen sind, bisher nicht belegt. Ein Immunologe des Imperial College London wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Mundbakterien für gesunde Menschen im Regelfall kein großes Risiko darstellen.

Besondere Vorsicht sei jedoch für Personen mit stark geschwächtem Immunsystem geboten. Als wesentlich größeres Risiko beim gemeinschaftlichen Essen gelten ungewaschene Hände, über die Erreger wie Noroviren oder Salmonellen verbreitet werden können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt daher grundsätzlich ein gründliches Händewaschen vor und während der Lebensmittelzubereitung.

Neue Hygieneregeln in der Kreuzfahrtbranche

Auch in der Tourismusbranche spielen Hygienekonzepte eine zentrale Rolle. Medienberichten vom 30.09.2026 zufolge hat die Reederei Costa Cruises strikte Regeln für die Mitnahme von Speisen eingeführt. Gästen ist es untersagt, Speisen aus den Buffet- und Restaurantbereichen mit in die Kabine zu nehmen. Bei Verstößen droht eine Reinigungsgebühr in Höhe von 60 Euro.

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Die Reederei begründet diesen Schritt mit der Sicherstellung von Hygiene und Ordnung an Bord. Benutzte Teller, Essensreste und verschmutztes Geschirr in den Kabinengängen sollen so vermieden werden. Mahlzeiten für den Verzehr in der Kabine sind demnach ausschließlich über den Zimmerservice zu beziehen, wobei nur geschultes Personal das Essen zustellen darf.

Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste oberste Priorität hätten. Ob diese Regelung dauerhaft und auf allen Schiffen der Flotte bestehen bleibt, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.

Keimbildung in Trinkflaschen und bei Reinigungsmaterialien

Ein weiteres hygienisches Risiko stellt die Verwendung von Trinkflaschen dar. Die Verbraucherzentrale NRW warnte in Berichten vom 01.10.2026 vor der Bildung von Keimen und hartnäckigen Biofilmen, insbesondere an Mundstücken, Dichtungen und in Strohhalmen. Eine Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale rät zu einer täglichen Reinigung, selbst wenn die Flasche nur mit Wasser befüllt wurde, da einfaches Ausspülen nicht ausreiche.

Für eine effektive Reinigung werden heißes Wasser, Spülmittel und eine Flaschenbürste empfohlen. Ergänzend können Reinigungstabletten mit Aktivsauerstoff gegen Biofilme eingesetzt werden. Beim Neukauf wird zu Modellen aus Edelstahl geraten, da diese haltbarer als Kunststoff sind und weniger zu Kratzern oder Rillen neigen, in denen sich Ablagerungen festsetzen können.

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Parallel dazu wird die Hygiene von Küchenutensilien thematisiert. Berichte vom 30.09.2026 verdeutlichen, dass feuchte Spüllappen ideale Nährböden für Bakterien, Viren und Schimmelpilze sind. Ein fehlerhaftes Trocknen, etwa über dem Wasserhahn, kann dazu führen, dass Keime auf die Armaturen gelangen und beim nächsten Aufdrehen ins Wasser gespült werden.

Die Hochschule Niederrhein empfiehlt daher einen täglichen Wechsel des Spüllappens sowie das Waschen bei mindestens 60 Grad Celsius unter Verwendung eines bleichmittelhaltigen Waschmittels. Lappen sollten nach Gebrauch gut ausgewrungen und an einem gut belüfteten Ort vollständig ausgebreitet trocknen.