DRAM-Preise +89%: Microsoft senkt RAM-Anforderungen für Windows 11

Microsoft verbessert Windows 11 für Geräte mit 8 GB RAM und entfernt die 32-GB-Empfehlung für Gaming. Die Maßnahmen reagieren auf Marktentwicklungen und Apples Konkurrenz.

Microsoft hat eine umfassende Initiative zur Optimierung von Windows 11 eingeleitet, die insbesondere die Performance auf Geräten mit 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher verbessern soll. Die angekündigten Maßnahmen umfassen einen reduzierten Speicherverbrauch sowie beschleunigte App-Starts. Zudem werden zentrale Systemkomponenten wie die Windows-Shell und der Einrichtungsprozess (Out of Box Experience, OOBE) überarbeitet. Die Verteilung der Optimierungen erfolgt in den kommenden Monaten schrittweise über Insider-Builds und reguläre Qualitätsupdates.

Abkehr von hohen Hardware-Empfehlungen für Gaming

Parallel zu diesen Software-Anpassungen hat der Konzern seine Kommunikation bezüglich der Hardware-Anforderungen modifiziert. Microsoft entfernte aus verschiedenen Support-Dokumenten und dem Windows Learning Center die bisherige Empfehlung von 32 GB RAM für Gaming unter Windows 11. Branchenbeobachter führen diesen Schritt auf zwei wesentliche Faktoren zurück: Einerseits die Wiedereinführung von Surface-Modellen mit lediglich 8 GB Arbeitsspeicher und andererseits die global stark steigenden Preise für DRAM-Komponenten.

Die Marktsituation bei Speichermodulen verschärfte sich zuletzt deutlich. Berichten zufolge stiegen die Preise für LPDDR5X-Speicher im zweiten Quartal 2026 um 89 Prozent. Marktanalysen deuten darauf hin, dass die Speicherknappheit bis in das Jahr 2027 anhalten könnte. Microsoft plant, die Optimierung des Betriebssystems für die 8-GB-Schwelle bis Ende 2026 abzuschließen.

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Wer sich mit der Optimierung seines Systems befasst, sollte auch die Hardware-Hürden kennen: Dieser legale Weg ermöglicht die Installation des neuen Betriebssystems auch auf offiziell inkompatiblen Geräten. Windows 11 ohne neue Hardware in wenigen Minuten startklar

Wettbewerbsdruck durch das PC-Ökosystem

Analysten von IDC sehen in der aktuellen Strategie von Microsoft auch eine Reaktion auf die Konkurrenz durch Apple. Das Anfang März 2026 eingeführte MacBook Neo setzt das Windows-Ökosystem unter Druck. Das Basismodell dieses Geräts wird auf Handelsplattformen wie Amazon für 688,49 US-Dollar gelistet, während IDC den Einstiegspreis mit 599 US-Dollar angibt.

Technisch gesehen biete der im MacBook Neo verbaute Speicher eine Bandbreite von 60 GB/s, was laut Marktbeobachtern dazu führe, dass Systeme mit 8 GB Unified Memory in bestimmten Szenarien Windows-Laptops mit 16 GB RAM übertreffen könnten. Zum Vergleich zeigen Daten von IDC, dass ein Dell XPS 13 mit 8 GB RAM unter Windows 11 bereits im Leerlauf eine Speicherauslastung von etwa 70 Prozent aufweisen kann. Diese Effizienzlücke versucht Microsoft nun zu schließen, während die Prognosen für den PC-Gesamtmarkt für das Jahr 2026 einen Rückgang der Auslieferungen um 11,3 Prozent vorhersagen.

Kontroversen um Software-Integration und Datenschutz

Flankierend zu den Performance-Updates sorgt die Integration von Diensten für Diskussionen. Microsoft räumte ein, die OneDrive Photos App unbeabsichtigt auch auf Enterprise-Geräten zwangsinstalliert zu haben. Aktuell lässt sich diese Anwendung nicht separat vom System entfernen, ein korrigierendes Update wurde jedoch in Aussicht gestellt.

Im Bereich der Bildverarbeitung setzt das Unternehmen auf Cloud-Lösungen: Die Gruppierung mittels Gesichtserkennung finde ausschließlich innerhalb der OneDrive-Cloud statt und greife nicht auf lokale Fotobestände zu. Microsoft betonte zudem, dass entsprechende Daten innerhalb von 30 Tagen nach einer Deaktivierung der Funktion gelöscht würden.

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Während Software-Updates die Performance verbessern, können technische Hürden bei der Installation frustrieren – ein spezieller Experten-Trick zeigt, wie das Upgrade trotz strenger Kompatibilitätsprüfung reibungslos funktioniert. Kostenlose Anleitung für Windows 11 auf inkompatiblen PCs sichern

Ausblick auf Performance-Tools und Support-Zyklen

Für professionelle Anwender testet Microsoft derzeit eine KI-Integration in den Windows Performance Analyzer (WPA). Über einen MCP-Server für GitHub Copilot sollen Performance-Traces künftig mittels natürlicher Sprache abgefragt werden können. Diese Funktion befindet sich in einer frühen Vorschauphase und setzt ein Copilot-Abonnement voraus.

Hinsichtlich der langfristigen Planung gab das Unternehmen bekannt, dass der Support für Windows 10 Enterprise LTSC 2021 am 12. Januar 2027 enden wird. Erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) sollen ab September 2026 verfügbar sein. Für Windows 11 stehen bereits erste Vorschau-Updates für die Versionen 24H2, 25H2 und 26H1 bereit, die unter anderem Sicherheitsoptimierungen für Active Directory Federation Services (AD FS) enthalten, deren Umsetzung für Oktober 2026 geplant ist.