Driver 610.47: NVIDIA stellt Control Panel nach 20 Jahren ein

NVIDIA stellt das klassische Control Panel ein und optimiert den neuen Treiber für den Spieleblockbuster 007 First Light.

Mit dem GeForce Game Ready Driver 610.47 WHQL beendet NVIDIA eine Ära: Das klassische Control Panel wird nach 20 Jahren eingestellt. Der Treiber liefert zudem wichtige Optimierungen für den kommenden Blockbuster „007 First Light“.

Die heutige Veröffentlichung des Treibers 610.47 WHQL ist mehr als nur ein Routine-Update. NVIDIA zieht einen Schlussstrich unter ein Kapitel der PC-Gaming-Geschichte: Das NVIDIA Control Panel, seit zwei Jahrzehnten die zentrale Schaltzentrale für Grafikeinstellungen, wird offiziell in Rente geschickt. An seine Stelle tritt die moderne NVIDIA App, die sämtliche Funktionen übernommen hat. Parallel dazu liefert der Treiber entscheidende Startoptimierungen für gleich mehrere Spiele-Highlights – allen voran IO Interactives „007 First Light“, das morgen erscheint.

Abschied nach 20 Jahren: Das Control Panel wird Geschichte

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Die Einstellung des NVIDIA Control Panels ist ein bedeutender Einschnitt für GeForce-Nutzer. Das Tool, das 2006 mit der ForceWare-90-Serie eingeführt wurde, diente zwei Jahrzehnte lang als primäre Schnittstelle zur Verwaltung von Hardware-Einstellungen und Display-Konfigurationen. Mit Treiber 610.47 wird es nicht mehr in den Standard-Installationen der Game-Ready- oder Studio-Treiber enthalten sein.

Wer eine Neuinstallation des Treibers durchführt, verliert die alte Oberfläche komplett – auch das Kontextmenü im Windows-Explorer fällt weg. Zwar bleibt das Control Panel vorerst als separater Download im Microsoft Store verfügbar, doch NVIDIA stellt klar: Updates und Fehlerbehebungen wird es nicht mehr geben. Der Konzern hatte die Migration bereits im November 2024 mit der Einführung der NVIDIA App eingeleitet. Diese hat nun alle Funktionen der alten Software integriert.

Die Umstellung betrifft zunächst die verbraucherorientierten Treiberzweige. Profi-Anwender auf der RTX-PRO-Plattform erhalten vorerst weiterhin Support für die klassische Oberfläche.

Optimiert für „007 First Light“: DLSS 4.5 und mehr

Der Treiber 610.47 WHQL ist in erster Linie als Start-Software für „007 First Light“ konzipiert, das am morgigen Mittwoch erscheint. Er führt Unterstützung für DLSS 4.5 Super Resolution und Dynamic Multi Frame Generation ein – Technologien, die die hohen Hardware-Anforderungen des neuen Titels abfedern sollen.

Erste Benchmarks deuten darauf hin, dass „007 First Light“ auf der Glacier-Engine enorme Grafikpower verlangt. Native 4K-Auflösung mit Ultra-Einstellungen stellt selbst aktuelle High-End-Karten vor Herausforderungen: Aktuelle Spitzenmodelle erreichen rund 70 Bilder pro Sekunde, die neuesten Flaggschiffe kommen auf etwa 93 FPS.

Weitere grafische Verfeinerungen wie Path Tracing und DLSS Ray Reconstruction sind für den Sommer 2026 angekündigt. Darüber hinaus optimiert der Treiber auch andere Neuerscheinungen:

  • LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight: Unterstützung für DLSS-Integration.
  • F1 25: 2026 Season Pack: Optimierungen für Path Tracing und DLSS.
  • World of Tanks: HEAT: Integration von DLSS Multi Frame Generation und NVIDIA Reflex.

Ebenfalls an Bord: Die Validierung von 40 neuen G-SYNC-kompatiblen Monitoren, die das Ökosystem für variable Bildwiederholraten erweitern.

Fehler behoben: Stabilität für Spiele und Kreativ-Tools

Das 933,1 MB große Update behebt eine Reihe altbekannter Fehler. So wurden V-SYNC-Probleme in Multi-Monitor-Konfigurationen gelöst und grafisches Flackern in „Like a Dragon: Infinite Wealth“ beseitigt.

Auch für Kreative gibt es gute Nachrichten: Adobe Lightroom Classic sollte nun seltener abstürzen, und ein Speicherleck in Autodesk Forma wurde gestopft. Entwickler, die mit der Godot Engine arbeiten, dürften sich über die Korrektur von Grafikfehlern freuen. Zudem wurde ein Problem behoben, bei dem Apple Studio Displays fälschlicherweise auf 480p begrenzt wurden, und ein Fehler im Game-Modus von Samsung The Frame-Displays ist nun Vergangenheit.

Ein bekanntes Problem bleibt jedoch: In bestimmten Szenarien lässt sich die Energieeinstellung „Maximale Leistung bevorzugen“ nicht korrekt anwenden. NVIDIA arbeitet an einem Patch.

„007 First Light“: Kein Pre-Load auf dem PC

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Die Treiberveröffentlichung fällt mit wichtigen Logistik-Informationen zum Spiel zusammen. IO Interactive hat bestätigt, dass es auf Steam und Xbox keinen Pre-Load geben wird. Grund sei die Sorge vor Datei-Leaks und frühzeitigem Hacking. PlayStation-Nutzer können das Spiel dagegen vorab herunterladen. PC-Spieler müssen am morgigen Mittwoch die vollen 80 GB herunterladen.

Die Systemanforderungen zeigen, wie anspruchsvoll moderne Spiele geworden sind. Während die Mindestanforderungen einen i5-9500 oder Ryzen 5 3500 mit einer GTX 1660 vorsehen, empfiehlt NVIDIA für flüssiges 1080p-Gaming mit 60 FPS einen i5-13500 oder Ryzen 5 7600 sowie eine RTX 3060 Ti. Wer „Ultra“-Einstellungen in 4K anstrebt, benötigt Benchmarks zufolge mindestens eine RTX 5080.

Ab morgen ist „007 First Light“ auch in der GeForce NOW-Cloud verfügbar. Bis zum 10. Juni 2026 bietet NVIDIA zudem ein Ultimate-Membership-Bundle an, das das Spiel beim Kauf eines 12-Monats-Abos enthält. Damit lässt sich der Titel in bis zu 5K HDR streamen – angetrieben von RTX-50-Serien-GPUs in der Cloud.