Druckersystem CUPS: IPP Everywhere eliminiert Treiber-Installation

CUPS vereinfacht die Druckerverwaltung mit standardisierten Protokollen, bietet Netzwerkfunktionen und unterstützt Administratoren bei Überwachung und Fehleranalyse.

Das Common Unix Printing System (CUPS), das als Standard-Drucksystem für Linux- und macOS-Umgebungen fungiert, setzt verstärkt auf die Standardisierung durch treiberloses Drucken.

Wie die Linux Foundation am 30. August 2026 darlegte, eliminieren Technologien wie IPP Everywhere, AirPrint und Mopria die Notwendigkeit für spezifische Druckertreiber bei der Mehrheit der modernen Endgeräte. Diese Entwicklung zielt darauf ab, die Komplexität der IT-Infrastruktur in professionellen Arbeitsumgebungen signifikant zu verringern.

Automatisierung und Standardisierung durch IPP Everywhere

Die Umstellung auf treiberlose Verfahren ermöglicht eine effizientere Integration von Hardware. Durch die Nutzung von Protokollen wie IPP Everywhere können Drucker ohne die manuelle Installation proprietärer Softwarepakete angesprochen werden. Für die Identifizierung verfügbarer Geräte im Netzwerk wird das Werkzeug avahi-browse -rt _ipp._tcp eingesetzt, das eine automatisierte Erkennung über das mDNS-Protokoll erlaubt.

Die Einrichtung eines Druckers kann unter Linux direkt über die Kommandozeile erfolgen. Mit dem Befehl lpadmin -p OfficePrinter -E -v ipp://printer.local/ipp/print -m everywhere lassen sich neue Geräte schnell und ohne grafische Benutzeroberfläche in das System einbinden. Dies ist insbesondere für die Fernwartung und die Automatisierung in größeren Serverlandschaften von Bedeutung.

Herstellerspezifische Anforderungen und Netzwerkkonfiguration

Trotz des Trends zum treiberlosen Drucken verweisen Fachberichte darauf, dass bestimmte Hardwarehersteller weiterhin spezifische Softwarelösungen erfordern. Während HP-Geräte in der Regel das Softwarepaket HPLIP benötigen, stellt das Unternehmen Brother dedizierte Pakete in den Formaten .deb oder .rpm zur Verfügung, um eine vollständige Kompatibilität unter verschiedenen Linux-Distributionen zu gewährleisten.

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Für die Bereitstellung von Druckdiensten im Netzwerk bietet CUPS integrierte Verwaltungsfunktionen. Die Freigabe von Druckern für entfernte Zugriffe erfolgt über den Befehl cupsctl --share-printers --remote-any.

Um die Kommunikation in gesicherten Netzwerken zu ermöglichen, muss zudem der Port 631/tcp in der Firewall freigegeben werden, was beispielsweise über das Tool ufw mit dem Befehl allow 631/tcp umgesetzt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass die Scan-Funktionalität von Multifunktionsgeräten separat über das SANE-Projekt (Scanner Access Now Easy) abgewickelt wird.

Statusüberwachung und Fehlerdiagnose im laufenden Betrieb

Für die Überwachung der Druckvorgänge stehen Administratoren umfangreiche Werkzeuge zur Verfügung. Eine Statusabfrage mittels lpstat -p -d gibt Aufschluss über die verfügbaren Drucker und zeigt das aktuell definierte Standardgerät an.

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Die laufende Warteschlange kann mit lpstat -o oder durch den Befehl lpq ohne weitere Argumente eingesehen werden. Sofern die Hardware dies unterstützt, lassen sich über diese Schnittstellen auch aktuelle Tintenstände auslesen.

Die Konfiguration der Druckoptionen kann mit dem Befehl lpoptions überprüft und angepasst werden. Für die Fehlerdiagnose bei Verbindungsproblemen, insbesondere bei USB-Geräten, bietet das System Zugriff auf den Status über sysfs. Sollten Dienste unterbrochen sein, können diese über cupsenable reaktiviert werden.

Eine detaillierte Analyse von Systemfehlern ist laut technischen Dokumentationen durch die Auswertung der Protokolldateien mittels journalctl -u cups möglich, wodurch Administratoren eine präzise Grundlage für die Fehlerbehebung erhalten.