DSX-MaxLPS: Nvidia steigert KI-Token-Durchsatz um 40 Prozent

Nvidia zeigt DSX-MaxLPS mit bis zu 40 Prozent mehr KI-Token pro Megawatt. Lambda bestätigt Effizienzgewinne im Praxistest.

Auf dem AI Infra Summit 2026 im Santa Clara Convention Center hat Nvidia die neue Plattform DSX-MaxLPS präsentiert. Die Technologie zielt darauf ab, die Effizienz bestehender Rechenzentrumsinfrastrukturen signifikant zu steigern, indem sie den Durchsatz von KI-Token optimiert, ohne dass zusätzliche Stromkapazitäten bereitgestellt werden müssen.

Den Berichten zufolge ermöglicht das System eine Steigerung des Token-Durchsatzes um bis zu 40 % beziehungsweise eine Erhöhung der KI-Agent-Token pro Megawatt um den Faktor 1,4.

Effizienzgewinne für die Vera Rubin-Generation

Im Fokus der Vorstellung stand die Anwendung der DSX-MaxLPS-Technologie auf die Vera Rubin NVL72-Systeme. Nvidia-Projektionen deuten darauf hin, dass in geeigneten Umgebungen bis zu 40 % mehr GPU-Kapazität innerhalb desselben Megawatt-Budgets genutzt werden kann. Pro Rack soll der Token-Durchsatz um bis zu 35 % steigen, ohne dass neue Stromleitungen verlegt werden müssen.

Verglichen mit der Vorgängergeneration GB300 NVL72 erreicht das System laut Angaben vom 15. September 2026 einen bis zu 30-mal höheren Durchsatz pro Megawatt bei Modellen wie DeepSeek V4 Pro oder SemiAnalysis AgentX.

Gleichzeitig sollen die Kosten pro Million Token um das bis zu 45-fache sinken. Ian Buck, Nvidia-Vizepräsident für den Bereich Hyperscale und HPC, erläuterte im Rahmen seiner Keynote vor über 8.000 Teilnehmern die technischen Hintergründe dieser Entwicklung.

Optimierung ungenutzter Stromkapazitäten

Ein zentraler Aspekt von DSX-MaxLPS ist die Adressierung der sogenannten „gestrandeten Leistung“ (stranded power). Nvidia verwies darauf, dass in einer typischen 100-Megawatt-Anlage oft nur etwa 80 % für kritische Rechenvorgänge genutzt werden, während 20 Megawatt ungenutzt bleiben. Die neue Plattform verschiebt Strom flexibel zwischen einzelnen Racks, um diese Lücke zu schließen.

Zusätzlich wurde am 15. September 2026 DSX Exchange vorgestellt, eine API für Anbieter von Infrastrukturlösungen wie Vertiv und Schneider Electric. Diese Schnittstelle soll es Partnern ermöglichen, ihre Systeme direkt mit der Nvidia-Steuerung zu koppeln.

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Nvidia hat auf dem AI Infra Summit 2026 DSX-MaxLPS vorgestellt — eine Plattform, die den Token-Durchsatz um bis zu 40 Prozent steigert, ohne dass Sie neue Stromleitungen verlegen müssen. Für Betreiber, deren Skalierung an der Stromkapazität hängt, entscheidet sich jetzt, wer die gestrandete Leistung zuerst freisetzt. Der kostenlose Report zeigt Ihnen die konkreten Hebel. Jetzt kostenlosen Infrastruktur-Report anfordern

Ein weiterer Baustein ist die Funktion DSX Flex, die in Zusammenarbeit mit Emerald AI und dem Versorger Silicon Valley Power erprobt wurde. Das System erlaubt es, bei Netzspitzen Strom freizugeben, indem nicht-essenzielle Arbeitslasten pausiert oder migriert werden, anstatt kritische Workloads abzuschalten.

Validierung durch Lambda und Praxiseinsatz

Der Infrastrukturanbieter Lambda unterzog die Technologie bereits einem Validierungstest auf einem Cluster mit fünf Racks und 19 Knoten (HGX B200). Dabei wurde ein Anstieg des clusterweiten Token-Durchsatzes von ca. 4 Millionen auf 5 Millionen Token pro Sekunde gemessen, was einer Steigerung von 24 % entspricht.

Die Leistung pro Watt verbesserte sich um 23 %, da alle 19 Knoten bei 85 % ihrer maximalen Leistung innerhalb des Strombudgets betrieben werden konnten, das normalerweise für lediglich 16 Knoten vorgesehen ist.

In der Eos AI Factory wurde zudem die Reaktionsfähigkeit auf Lastsignale von Silicon Valley Power getestet. Über den Emerald AI Conductor reagierten tausende GPUs in weniger als einer Minute auf über 200 Signale, wodurch die Last von 4 auf 3 Megawatt gesenkt wurde, ohne laufende kritische Prozesse zu unterbrechen. Die erste dedizierte Bereitstellung von DSX Flex erfolgt in einer 96-Megawatt-Anlage in Manassas, Virginia.

Wettbewerbsumfeld und technologische Ansätze

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In einer typischen 100-Megawatt-Anlage bleiben rund 20 Megawatt ungenutzt — gestrandete Leistung, die Ihre Token-Kosten pro Million in die Höhe treibt. Der kostenlose Report zeigt, wie DSX-MaxLPS Strom flexibel zwischen Racks verschiebt und wie die DSX-Exchange-API Ihre Systeme an die Nvidia-Steuerung koppelt. Kostenlosen Report zur DSX-Integration sichern

Parallel zu Nvidias Entwicklungen zeigt der Markt weitere Ansätze zur Leistungsoptimierung. Das Unternehmen Groq erreichte mit seinem Groq 3 LPX bei einem 100K-Kontextfenster einen Ausstoß von 2.529 Token pro Sekunde und Nutzer. Groq setzt dabei auf eine deterministische Ausführung mit Vorhersage des Stromverbrauchs pro Zyklus.

Durch Methoden wie Preemptive Power und Clock Period Synthesis reduziert das Unternehmen Sicherheitsmargen bei der Spannungsversorgung, was den Stromverbrauch für identische Arbeitslasten nach Schätzungen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich senken kann.