Duck.ai erhält eine neue Sprachfunktion, die Gespräche mit KI-Modellen ohne Account und Datenspeicherung ermöglicht. Die Suchmaschine setzt damit ihren Privatsphären-Kurs gegen die großen Tech-Konzerne fort.
Die Funktion ist in den bestehenden, privaten Chatbot-Dienst Duck.ai integriert. Nutzer können nach Aktivierung in den Einstellungen per Mikrofon mit großen Sprachmodellen (LLMs) sprechen. Die Antworten erfolgen gesprochen und schriftlich. Ein zentrales Verkaufsargument: Sämtliche Sprachdaten werden laut Unternehmen nur für die Dauer der Abfrage verarbeitet und danach weder von DuckDuckGo noch vom KI-Partner OpenAI gespeichert.
Architektur mit Privatsphäre als Standard
Das System ist auf Anonymität ausgelegt. Die Sprachdaten werden verschlüsselt an ein Modell von OpenAI gestreamt. DuckDuckGo betont, die Verbindung nicht entschlüsseln zu können und nur als datenschützender Mittelsmann zu fungieren.
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Mehrere Zusagen sollen Nutzer beruhigen: Die Audiodaten und daraus erstellten Transkripte werden niemals zum Training der KI-Modelle verwendet – eine gängige Praxis bei anderen Anbietern. OpenAI ist vertraglich verpflichtet, die Daten ausschließlich für die unmittelbare Antwortgenerierung zu nutzen.
Freemium-Modell und Verfügbarkeit
Der Dienst folgt einem Freemium-Modell. Eine kostenlose Nutzung ist innerhalb täglicher Limits und ohne Account möglich. Für intensivere Nutzung bietet ein Abonnement höhere Limits und weitere Datenschutz-Dienste. Die Sprachfunktion ist im DuckDuckGo-Browser und den meisten modernen Browsern verfügbar; die Unterstützung für Firefox steht noch aus.
Wettbewerb im datensensiblen KI-Markt
Der Start erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Verbraucher und Regulierungsbehörden den Umgang mit persönlichen Daten in KI-Systemen kritisch hinterfragen. DuckDuckGo positioniert sich mit seinem Standard „Privacy by Design“ als Alternative für datenbewusste Nutzer. Das Unternehmen räumt auf seinen Hilfeseiten ein, dass die Stimme ein biometrischer Identifikator sein kann, betont aber, keine Verbindung zu spezifischen Nutzern herstellen zu wollen.
Mit Duck.ai bietet das Unternehmen bereits anonymisierten Zugang zu textbasierten LLMs von Anthropic, Meta und Mistral. Der Sprachchat erweitert das Portfolio und macht den Dienst zum direkteren Konkurrenten für etablierte KI-Assistenten, die oft in datensammelnde Ökosysteme eingebettet sind.
Die langfristige Wirkung hängt von der Leistung der Plattform, dem anhaltenden Nutzervertrauen und der Fähigkeit ab, mit der rasanten KI-Innovation Schritt zu halten, ohne die Datenschutzgarantien aufzuweichen.
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