EA und generative KI: Entwickler berichten von wachsendem Druck nach Entlassungen

Nach dem Abbau von rund 400 Stellen verstärkt EA den KI-Einsatz; Beschäftigte kritisieren fehlerhafte Werkzeuge und fürchten um Arbeitsplätze.

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Nach weitreichenden internen Sparmaßnahmen treibt das Management von Electronic Arts den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz in der Spieleentwicklung voran.

Wie Mitarbeiter dem Branchenportal Vertical Slice am 27. Oktober 2026 berichteten, forcierten Führungskräfte die Nutzung entsprechender Werkzeuge unmittelbar nach den Entlassungen, die intern am 21. Oktober 2026 kommuniziert worden waren.

Eine formelle Pflicht zur Nutzung der KI-Systeme bestand laut den Quellen zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht, doch die verstärkte Ausrichtung sorgt in der Belegschaft für erhebliche Verunsicherung.

Vorbehalte gegen fehlerhafte Systeme und Arbeitsplatzverlust

Die Umstellung auf KI-gestützte Entwicklungsprozesse stößt studiointern auf Kritik. Laut einem Bericht von Business Insider berichten Beschäftigte, dass Electronic Arts interne KI-Werkzeuge bereits seit mindestens einem Jahr vorantreibt. Diese internen Assistenten neigen demnach jedoch häufig zu Fehlern und generieren fehlerhaften Programmcode, den Entwickler im Anschluss manuell korrigieren müssen.

Grafiker und Künstler äußerten zudem die Befürchtung, dass eigene Arbeiten zum Trainieren der internen Modelle herangezogen wurden. Während EA-Präsidentin Laura Miele erklärte, dass KI ein schnelleres Prototyping sowie eine höhere Kreativität in den konzerneigenen Studios ermögliche, ergab eine Erhebung, dass eine Mehrheit der Spieleentwickler KI-generierte Inhalte ablehnt.

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Der Publisher kündigte zudem eine Partnerschaft mit Stability AI an. Im Bereich der Qualitätssicherung wurden Berichten zufolge bereits rund 100 Stellen gestrichen, da automatisierte Systeme nun Rückmeldungen von Testern auswerten und zusammenfassen.

Umstrukturierung und Stellenstreichungen nach Eigentümerwechsel

Der verstärkte Vorstoß bei generativer KI folgt auf eine tiefgreifende Restrukturierung des Publishers, der nach einer 55 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme in Privatbesitz überging. Am 21. Oktober 2026 kündigten Chief Operating Officer David Tinson und Chief Creative Officer Cam Weber intern den Abbau von rund 400 Stellen an, was etwa drei Prozent der gesamten Belegschaft entspricht.

Von den Kürzungen war unter anderem BioWare betroffen, wo rund 50 Stellen wegfallen; das Studio in Edmonton wird geschlossen und die frühe Entwicklung des nächsten Teils der Reihe „Mass Effect“ beendet.

Bei Full Circle schätzten Quellen den Verlust auf 30 bis 40 Prozent eines Teams von mehr als 100 Personen, während das Projekt „skate.“ mit einer kleineren Mannschaft fortgeführt werden soll. Zudem wurde die Entwicklung des unangekündigten Spiels „Project Lotus“ aus dem Sims-Franchise gestoppt, um sich auf „Project Evergreen“ zu konzentrieren.

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Laut Berichten vom 27. Oktober 2026 wirkten sich die Sparmaßnahmen auch auf Großprojekte wie „Jedi: Survivor“, „Iron Man“ und gerüchteweise „Star Wars: Battlefront 3“ aus. Die betroffenen Teams müssen laufende Entwicklungen nun personell verkleinert weiterführen.

Die interne Kommunikation der Entlassungen sorgte zusätzlich für Unmut: Kündigungen wurden derart vertraulich behandelt, dass Angestellte teils erst über LinkedIn vom Ausscheiden ihrer Kollegen erfuhren.

In angesetzten Zoom-Konferenzen waren die Chatfunktionen deaktiviert und die Namen der Teilnehmer verborgen. Gleichzeitig verlangen viele offene Stellenanzeigen von Electronic Arts drei Präsenztage pro Woche im Büro.